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Die Wirkung von Selbsthilfe im Rahmen des Forschungsprojektes „Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven (SHILD)“

Projektleitung:

Dr. Gabriele Seidel , Prof. Dr. Marie-Luise Dierks

Laufzeit:

07/2014-06/2017
07/2017-06/2018

Projektförderer:

Bundesministerium für Gesundheit

Institutionen:

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Institut für Medizinische Soziologie, Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie (IMSG) (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf)

Seminar für Sozialpolitik (Universität zu Köln)

Kooperationspartner: 

BMG, Referat G22 Grundsatzfragen der Prävention, Eigenverantwortung, Selbsthilfe, Umweltbezogener Gesundheitsschutz

BAG SH, DHS, DAG SHG, KISS Hamburg, NAKOS PARITÄT, KBV, RKI, GKV-Spitzenverbände und Spitzenverband Bund GKV

Wiss. Mitarbeiter:

Silke Kramer, Marius Haack

Das Projekt SHILD ist eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte multizentrische Studie zum Stand der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland. Ziel dieser Analyse ist es, ein Verständnis der Bedürfnisse, der Erfahrungen, der Akzeptanz, der Kompetenzen und Wirkungen der Selbsthilfe auf der Mikro-, Meso- und Makroebene des deutschen Gesundheitswesens aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erlangen: aus der Perspektive der Vertreter der Selbsthilfe (Selbsthilfevereinigungen, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontakt- und –unterstützungsstellen) sowie aus der Perspektive sogenannter Stakeholder – also der Institutionen, die mit der Selbsthilfe zusammenarbeiten und/oder ein Interesse am Verlauf bzw. Ergebnis der Arbeit der Selbsthilfe haben (z.B. Krankenkassen, Versorgungseinrichtungen, Öffentliche Einrichtungen, etc.).
Erwartet wird eine vertiefte Einschätzung der Situation der Selbsthilfe in Deutschland. Daraus können Erkenntnisse über die Bedingungen abgeleitet werden, unter denen Ansätze solidarischer Selbsthilfe im Gesundheitswesen unterstützt und aufrechterhalten werden können.
Die Studie gliedert sich in drei Module. Design und Methodik des Projekts werden im Sinne eines gemeinschaftlichen Forschungsansatzes zwischen Wissenschaftlern und den beteiligten Kooperationspartnern kontinuierlich abgestimmt.
Im ersten Studienabschnitt wurde eine umfassende Struktur- und Bedarfsanalyse der Selbsthilfe in Deutschland mit Literaturanalysen, quantitativen Befragungen und qualitativen leitfadengestützte Telefoninterviews bei Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeunterstützungseinrichtungen durchgeführt. Mit den Stakeholdern der Selbsthilfe wurden nur mit leitfadengestützten Telefoninterviews durchgeführt.

 

Die aktuelle Untersuchung der Wirkung von Selbsthilfe (Modul 3) umfasst verschiedene Teilprojekte mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen.
Das Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der MHH und das IMS untersuchen hierbei die Wirkungen der Selbsthilfe bei Betroffenen von Diabetes Mellitus Typ 2, Prostatakarzinom, Multiple Sklerose und Angehörige von Alzheimerpatienten. In quantitativen Umfragen zu zwei Testzeitpunkten werden Betroffene, die in Selbsthilfegruppen aktiv sind sowie Betroffene, die keine Selbsthilfegruppe aufsuchen, zu ihrer aktuellen Situation im Umgang mit ihrer Erkrankung befragt. Unterstützt wird die Studie von verschiedenen Institutionen der Selbsthilfe.

 

Nähere Informationen zu den vorangegangenen Modulen sowie zu den weiteren Teilprojekten erhalten Sie auf der Projekt-Website www.uke.de/shild/. Zudem erhalten Sie hier eine Broschüre, in der einfach und verständlich die wesentliche Ergebnisse der Studie zusammengestellt sind.