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Physiotherapie in der Palliativversorgung: Rollenverständnis, Potenziale und Entwicklungsperspektiven

 

Palliativ- und Alternsforschung    Projekte    Publikationen 


Projektleitung:


Prof. Dr. Nils Schneider MPH, Stephanie Volsek

Laufzeit:

11/2011-10/2013

Projektförderer:

Jackstädt-Stiftung

Institutionen:

Forschungsschwerpunkt Palliativ- und Alternsforschung am Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH
Bereichsleitung Physiotherapie konservative Medizin, Universitätsklinikum Essen

Kooperationspartner:

Palliativ- und Hospizeinrichtungen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
Arbeitsgruppe Physiotherapie in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. Gabriele Müller-Mundt, MA (Soz.), Krankenpflegekraft
Kathrin Woitha, Physiotherapeutin, Bachelor of Science Ergotherapie/Physiotherapie, Master of Safety Promotion (ab 02/12)
Dr. med. Andrea Wünsch, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Gesundheitswissenschaftlerin (ab 02/12)

Schwerpunkt:

Versorgungsforschung, Palliative Care, Physiotherapie

Hintergrund und Ziele

In der Palliativversorgung konnte in den vergangenen Jahren sowohl auf der Ebene der Entwicklung von Interventionskonzepten zur Sicherung der Lebensqualität schwerstkranker symptombelasteter Menschen als auch auf der Strukturebene ein beachtlicher Entwicklungsschub erzielt werden. Schwerpunkte liegen auf der Verbesserung der Qualifikation der Gesundheitsprofessionen und dem Ausbau einer an spezialisierten Versorgungsangeboten. So hat sich die Anzahl an Palliativstationen im Krankenhaus, stationären Hospizen und spezialisierten ambulanten Palliativdiensten deutlich erhöht.

 

Die Palliativversorgung zeichnet sich durch eine enge Kooperation von Medizin, Pflege, Psychologie und Seelsorge aus, die für andere Versorgungsbereiche vorbildhaft erscheint. Gleichwohl erweist sich der multidisziplinäre Ansatz ausbaufähig. Dies gilt insbesondere für die Ausschöpfung der Potenziale der Physiotherapie für die Wahrung der Lebensqualität, schwerkranker Menschen. Physiotherapeutische Interventionen können wesentlich zur Linderung und Kontrolle belastender Symptome und zur Prä¬vention oder Milderung krankheits-, behinderungs- und altersassoziierter Funktionseinschränkungen beitragen, das Wohlbefinden und die Entspannungsfähigkeit der Erkrankten stärken und damit ihre Lebensqualität, Autonomie und Teilhabe sichern.

 

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Erarbeitung von Wissensgrundlagen für eine Verbesserung der physiotherapeutischen Versorgung von Palliativpatienten und die Entwicklung konkreter Interventionsprojekte die auf den Ebenen der Qualifikation der Gesundheitsprofessionen, dem Ausbau der Angebotsstruktur und der Versorgungsintegration ansetzen.

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Projektdesign und methodisches Vorgehen

Ausgehend von einer Bestandaufnahme des internationalen Forschungsstands zur Rolle und zu Konzepten der Physiotherapie in der Palliativversorgung werden in dem Projekt die Selbst- bzw. Fremdwahrnehmung der Rolle der Physiotherapie in der Palliativversorgung, Versorgungserfordernisse und -defizite aus der Perspektive der Patienten und der unterschiedlichen Gesundheitsprofessionen untersucht. Ergänzend wird eine Bestandsaufnahme zur Physiotherapie in der Palliativversorgung vorgenommen, um darauf aufbauenden Handlungsempfehlungen für eine bedarfs- und bedürfnisgerechte die Weiterentwicklung zu erarbeiten.

 

Das Projekt gliedert sich entsprechend in drei Hauptphasen, in denen je nach den jeweils im Vordergrund stehenden Fragestellungen unterschiedliche qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz kommen (mixed methods design).

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