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Palliativmedizinische Versorgung aus Sicht von Patienten und Angehörigen

 

Palliativ- und Alternsforschung    Projekte    Publikationen 


Projektleitung:


Prof. Dr. Nils Schneider MPH

Laufzeit:

04/2010-03/2011

Projektförderer:

Bundesärztekammer (Förderinitiative Versorgungsforschung)

Institutionen:

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Kooperationspartner:

Institut für Allgemeinmedizin, MHH

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. J. Bleidorn, K. Klindworth, S. Krenz

Schwerpunkt:

Versorgungsforschung

Um patientengerechte Ansätze zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu entwickeln, ist es erforderlich, die Perspektiven der Betroffenen und ihrer Angehörigen eingehender zu erforschen, sowohl in Hinblick auf die gegenwärtige Situation als auch mögliche Optimierungsansätze. Mit diesem Projekt sollte insbesondere folgenden Fragen nachgegangen werden: Was sind die wesentlichen Bedürfnisse der Betroffenen hinsichtlich der Versorgung, fokussiert auf die medizinische Versorgung, Prozesse und Strukturen? Wie werden diese Bedürfnisse aus Sicht von Patienten und Angehörigen in der gegenwärtigen Versorgung befriedigt? Welche Möglichkeiten zur Verbesserung werden gesehen?


Dazu wurden qualitative, leitfadengestützte Interviews mit Angehörigen und Patienten mit unterschiedlichen Grunderkrankungen durchgeführt. Breit angelegte Rekrutierung der Interviewpartner, um Strukturen der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung zu erfassen,  darunter Fach- und Hausarztpraxen, Palliativstützpunkte, Selbsthilfeorganisationen. Die Interviews wurden qualitativ-inhaltsanalytisch ausgewertet.


Es zeigte sich u.a., dass sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen hinsichtlich der (ärztlichen) Versorgung gemacht wurden. So wurden insbesondere Gespräche mit dem Hausarzt positiv hervorhaben, während im Krankenhaus eher negative Erfahrungen bei der Kommunikation mit Ärzten berichtet wurden. Ein Problem war oftmals die Organisation der Versorgung an der Schnittstelle vom stationären zum ambulanten Bereich: hier vermissten die Patienten, Angehörigen und Hinterbliebenen frühzeitige Beratung und Planung. In den Interviews wurde deutlich, dass „gute“ Erfahrungen mit der Versorgung sehr von einzelnen handelnden Personen (Ärzten, Pflegekräften u.a.) abhängen, aber systematische, aufeinander abgestimmte Konzepte wenig vorhanden zu sein scheinen. Der Wunsch nach offener Kommunikation wurde nahezu in allen Gesprächen geäußert. Dazu gehörte es aus Sicht der Interviewpartner, dass Ärzte die Einstellungen, Grenzen und Ressourcen der Patienten und Angehörigen wahrnehmen, respektieren und die Versorgung entsprechend gestalten.

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Ausgewählte projektbezogene Publikationen (Stand 02/2012):

  • Bleidorn J, Pahlow H, Klindtworth K, Schneider N. Versorgung von Menschen am Lebensende: Realität, Anspruch und Visionen aus Sicht von hinterbliebenen Angehörigen. Deutsche Medizinische Wochenschrift, im Druck.
  • Bleidorn J, Klindtworth K, Krenz S, Schneider N. Versorgung am Lebensende: Bedürfnis nach sprechender Medizin. Deutsches Ärzteblatt 2011; 108:A225-6.
  • Bleidorn J, Klindtworth K, Krenz S, Pahlow H, Schneider N. Versorgung am Lebensende aus Sicht von Patienten und Angehörigen: Realität, Anspruch und Visionen. German Medical Science GMS Publishing House;2011. Doc11fom025
  • Krenz S, Klindtworth K, Bleidorn J, Pahlow H, Schneider N. ,,So was wünsch ich mir von dem […] Arzt, dass der sich mal so`n Tag Zeit nimmt und sagt: heute will ich mal mit meinen Patienten sprechen“ –Gesundheitswesen 2011;73:575, A46

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