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uPA/PAI-1-Test

in der MHH-Frauenklinik für Brustkrebspatientinnen

  

  

 

 

Brustkrebs im Frühstadium ist heilbar, in vielen Fällen sogar ohne Chemotherapie.

 

Werden bei Ihnen keine Metastasen in den Achsel-Lymphknoten festgestellt, haben Sie hohe Heilungschancen. Ob eine vorbeugende Chemotherapie bei Ihnen dennoch empfehlenswert ist, lässt sich jetzt durch den uPA-PAI-1 Test feststellen. 

 

Eine Beratung zum Test muß vor der Operation erfolgen.

 

 

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Häufige Fragen zum Test

Kann ich mit dem uPA/PAI-1 Test eine Chemotherapie umgehen?

 

Brustkrebs (Mammakarzinom) stellt eine krankhafte Entartung im Brustgewebe dar und ist heutzutage die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg einer Brustkrebstherapie ist nach wie vor die frühstmögliche Diagnose während der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Im Anschluß an eine Brustkrebsoperation wird bei vielen Brustkrebspatientinnen eine adjuvante medikamentöse Therapie mit Zytostatika (ggf. gekoppelt mit Hormon- oder Antikörpertherapie) durchgeführt, insbesondere bei gleichzeitigem Tumorbefall der Achsellymphknoten. Die Chemotherapie ist häufig verbunden mit Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Gewichtsverlust, ggf. Haarausfall, etc. und kann in einigen Fällen mit dem uPA und PAI-1 Test entbehrlich sein.

 

 

Was sind Voraussetzungen und Nutzen des uPA/PAI-1 Tests?

 

 

 

 

Wichtig dafür wäre zunächst, dass die pathologische Untersuchung den Tumor mittelgradig - also als G2-Tumor einstuft. Gleichzeitig dürfen noch keine Lymphknoten mit Tumorzellen befallen sein. Bei diesen Voraussetzungen steht in der Frauenklinik der MHH auf individuellen Wunsch optional ein Doppeltestsystem (uPA und PAI-1) zur Verfügung, um damit Entscheidungshilfen für die Notwendigkeit oder Entbehrlichkeit einer Chemotherapie zu erhalten. Der Verzicht auf eine Chemotherapie und damit auf die Nebenwirkungen ist u.a. ein signifikanter Gewinn an Lebensqualität, wie der beigefügte aktuelle Pressebericht aus „Zeit Online“ unterstreicht. Auch die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) unterstützt den uPA/PAI-1 Test und die Deutsche Krebsgesellschaft weist in ihren Leitlinien zur Behandlung von Brustkrebs ebenso auf die Vorteile des uPA/PAI-1 Tests hin.

Wie kann ich am Test teilnehmen?


Nähere Information über die Vorgehensweise finden Sie hier.

 

 

Wie wird der uPA/PAI-1 Test durchgeführt und wie schnell erhalte ich ein Ergebnis?

 

 

 

 

Der uPA/PAI-1 Test kann sowohl von Patientinnen in der Frauenklinik der MHH als auch von externen Probeneinsendern genutzt werden   Anforderungsschein (pdf-Datei).

Für die Testdurchführung ergibt sich dabei folgendes Ablaufschema:

 

I. Biopsie/OP Präparat

1)Entnahme des Mammakarzinomgewebe

2)Transport des frischen (NICHT fixierten) Tumorgewebes zum Pathologen

 

II. Pathologie/behandelnder Arzt

1) Begutachtung des verdächtigen Gewebes durch den Pathologen

2) Abtrennen eines repräsentativen Tumorgewebestücks (50 - 200 mg)

3) Einfrieren des NICHT fixierten Gewebes (mind. -20° C; ohne Einfriermedium oder sonstige Zusätze)

4) Versand des eingefrorenen Gewebes auf Trockeneis zusammen mit einem signierten Vertrag (s. unten) 

 

III. Labordiagnostik (MHH Frauenkliniklabor)

1) Extraktion von Proteinen (u.a. uPA und PAI-1) aus dem Tumorgewebe (Dauer ca. 1,5 Tage)

2) Proteinbestimmung der Tumorproben (Dauer ca. 0,5 Tag)

3) uPA/PAI-1 ELISA Test und Quantifizierung der uPA/PAI-1 Konzentrationen im Tumorgewebe (Dauer ca. 2 Tage)

4) Befundung und Übermittlung der Werte an den behandelnden Arzt

D.h., nach Probeneingang im Labor der Frauenklinik der MHH steht i.d.R. innerhalb von 1 Woche das Ergebnis der uPA und PAI-1 Testung zur Verfügung.

Ist der uPA/PAI 1-Test qualitätsgesichert?

 

Im Rahmen einer Qualitätssicherung des uPA/PAI1 Brustkrebstests hat das Frauenkliniklabor der MHH bei der Analyse von unbekannten und anonymisierten Proben einer durch die Universität Nijmegen, NL, durchgeführten internationalen Evaluierung hervorragend abgeschnitten und sowohl bei der Bestimmung von uPA, als auch bei der Bestimmung von PAI1 und zugehöriger Proteinwerte nur sehr geringe Abweichungen verschiedener Probenmessungen gezeigt, woraus im internationalen Vergleich eine Spitzenposition resultiert.
Im Ergebnis dieser Qualitätssicherung ergibt sich eine ausgezeichnete Reproduzierbarkeit aller einzelnen Messungen dieses Brustkrebstests für Patientinnen durch das Frauenkliniklabor der MHH.

Was kostet der uPA/PAI-1 Test?

 

Im Rahmen der Therapieentscheidung bei der Brustkrebsdiagnose stellt der uPA/PAI-1 Test  bisher keine regelhafte Krankenkassenleistung dar. 

Einige Krankenkassen übernehmen jedoch inzwischen die Kosten des Tests, mit anderen Kassen sind wir im Gespräch. Wir empfehlen Ihnen daher die Nachfrage bei Ihrer Krankenkasse.

Sollte Ihre Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen, können Sie diesen Test als IGeL-Leistung in Anspruch nehmen. Er kostet für beide Parameter (uPA und PAI-1) z.Zt. in der MHH-Frauenklinik insgesamt 308,--€ und muss mit dem beigefügten   Vertrag  (PDF-download) zur Erbringung medizinischer Wahlleistungen beantragt werden. 

 

Weitere Informationen zum uPA/PAI-1 Test in der Frauenklinik der MHH

 

Ansprechpartner: Herr Prof. Dr. Ralf Hass

Assaydurchführung: Frau Jutta Beu

Carl-Neuberg-Str. 1

D-30625 Hannover

Tel.: 0511-532-6082

Fax: 0511-532-6071

email: hass.ralf@mh-hannover.de

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   Literatur und Informationen

 

 

Ungefroren H, Sebens S, Seidl D, Lehnert H, Hass R:

Interaction of tumor cells with the microenvironment
Cell Commun. Signal. 9, 18 (2011)  [Artikel]

 

Hass R: Brustkrebs und Metastasierung - Vorteile einer Individualtherapie,

Laborwelt 10, 15-17 (2009)     [Artikel]

 

Hass R, Bertram C:

Characterization of human breast cancer epithelial cells (HBCEC) derived from long term cultured biopsies, J. Exp. & Clin. Cancer Res. 28, 127 (2009)     [Artikel]

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von

angezüchteten Zellen aus Brustkrebsgewebe:

Im Rahmen unserer Forschung ist es gelungen,

aus Gewebeproben von Mammakarzinomen

im Labor Primärkulturzellen anzureichern

und über einen langen Zeitraum zu vermehren,

um diese patientenspezifischen Tumorzellen

besser zu charakterisieren.

 

 

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Presse

  NDR-Sendebeiträge /mp3 + Video (29.05.2012): Brustkrebs: Nicht immer Chemotherapie

  MHH-Presseinformation

  Test erspart Chemotherapie - Quelle: HAZ - Hannoversche Allgemeine Zeitung (pdf-Datei)

  NDR-Sendebeitrag -Neuer Brustkrebs-Test aus Hannover

  Neues Diagnoseverfahren bei Brustkrebs -
Biomarker-Test gibt Auskunft, ob Chemotherapie nach der Operation sinnvoll ist - Quelle: MHHinfo

  Chemo oft unnötig - Biomarkertest bei Brustkrebs (pdf-Datei) Quelle: www.westfalenblatt.de

    


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     Letzte Änderung: Webmaster 11.06.2012