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Train-The-Trainer Seminare für das kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionsprogramm Back-To-Balance

 

Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik    Projekte    Lehre    Publikationen


Projektleitung:


Prof. Dr. M. Morfeld, Prof. Dr. Dr. U. Koch, PD Dr. C. Krauth

Laufzeit:

2007-2009

Projektförderer:

Deutsche Rentenversicherung Bund

Institutionen:

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Kooperationspartner:

Hochschule Magdeburg-Stendal, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
Rehaklinik Damp, Klinikum Bad Bramstedt

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. I. Brandes

Schwerpunkt:

Evaluation

Patientenschulungsprogramme sind nachweislich wirksame Interventionen zur Verbesserung der Kompetenzen und Fähigkeiten von Patienten in den Bereichen Compliance, Selbstmanagement und Empowerment. Für orthopädische Patienten haben sich Interventionen bewährt, die zusätzlich zu therapeutischen Angeboten mit einem Schwerpunkt auf Bewegung psychosoziale Aspekte einbeziehen. Für die Rehabilitationskliniken ist festgestellt worden, dass noch weiterer Handlungsbedarf besteht, da die Umsetzung von strukturierten, evaluierten und manualisierten Patientenschulungen mit kognitiv-verhaltensorientiertem Schwerpunkt für orthopädische Erkrankungen bislang nur in unbefriedigendem Umfang erfolgt ist. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach möglichen Hindernissen oder Problemen, die eine Umsetzung erschweren bzw. sogar verhindern sowie nach Rahmenbedingungen und Faktoren, die eine Einführung begünstigen. Vor diesem Hintergrund wurde eine Untersuchung zur Implementation eines evaluierten und manualisierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Interventionsprogramms für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen durchgeführt und die Kosten der Entwicklung und der Implementierung ermittelt.

 
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen mögliche Wege zur Verbesserung eines flächendeckenden Einsatzes von Patientenschulungsprogrammen in Reha-Einrichtungen auf. Neben der viel beklagten Begrenztheit finanzieller Ressourcen scheinen auch interne Probleme in der Organisation und der Zusammenarbeit sowie in der Motivation der Kliniken (bzw. der Klinikleitung) gravierende Hemmnisse bei der Implementierung von Patientenschulungen darzustellen. Als Fazit der Befragung der Kliniken kann festgehalten werden, dass die Vorteile eines Schulungsprogramms bei den durchführenden Trainees wahrgenommen werden und auch als motivierende Faktoren für den eigenen Arbeitsalltag erlebt werden. Insofern ist die Motivation der (potenziellen) Trainees in der Regel hoch, allerdings führen die Bemühungen aufgrund verschiedenster klinikinterner Probleme auf der strukturellen wie auch der organisatorischen Ebene nicht zu dem gewünschten Erfolg. Die Überwindung der auftretenden Hemmnisse kosten viel Zeit und Energie und reduzieren die Motivation für weitere Aktivitäten. Die Verbesserung struktureller Gegebenheiten und organisatorischer Rahmenbedingungen ist jedoch nicht bzw. nur in beschränktem Umfang Angelegenheit der Mitarbeiter, sondern obliegen der Geschäftsleitung. Die zeitliche und finanzielle Belastung durch die Einführung eines neuen Schulungsprogramms ist jedoch nicht unerheblich. Die Bedeutung einer möglichst breiten Umsetzung ist aus ökonomischer Perspektive zu betonen. Bei der Entwicklung von Patientenschulungen für kleinere Zielpopulationen sind kostengünstigere Verfahren zu prüfen.