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Inkorporationsmessstelle

Die MHH ist für das Land Niedersachsen als Inkorporationsmessstelle gemäß § 41 StrlSchV bestellt.

Die MHH ist für das Land Niedersachsen als Inkorporationsmessstelle gemäß § 41 StrlSchV bestellt. Aufgabe dieser Messstellen ist die Bestimmung von in den Körper aufgenommen radioaktiven Stoffen, die Berechnung der daraus resultierenden Exposition sowie bei beruflich strahlenexponierten Personen die Meldung der Expositionen an den Arbeitgeber und das Strahlenschutzregister des BfS. Inkorporationsmessungen können insbesondere für Personen, die beruflich mit radioaktiven Stoffen umgehen und bei denen das Risiko der Inkorporation besteht, aber auch nach Stör- und Unfällen, bei denen radioaktive Stoffe freigesetzt wurden, erforderlich sein. Die MHH bietet hierfür drei Messverfahren an:


- Messung der Gammastrahlung von inkorporierten radioaktiven Stoffen im Ganzkörperzähler
- Messung der Gammastrahlung von in die Schilddrüse aufgenommenen radioaktiven Stoffen am Teilkörperzähler
- Messung der Aktivität bestimmter betastrahlender Isotope in Urin

Ganzkörperzähler

Die MHH betreibt seit 1975 einen Ganzkörperzähler zur empfindlichen Messung inkorporierter Radionuklide. Der Ganzkörperzähler besteht aus vier Reinstgermanium-Detektoren, von denen jeweils zwei ober- und unterhalb einer Liege angeordnet sind. Während der Messung fahren die Detektoren während einer Messdauer von in der Regel 10-20 Minuten einmal komplett über die zu messende Person. Die Anordnung befindet sich in einer speziellen Kammer, die mit 15 cm dicken Platten aus altem Stahl gegen die Umgebungsstrahlung abgeschirmt ist.
Messbare Isotope: alle Isotope mit Gammastrahlung im Energiebereich 50-2000 keV, z.B. Cs-137, Co-60

Teilkörperzähler

Da Iodisotope praktisch vollständig in die Schilddrüse aufgenommen werden, ist zur Inkorporationsmessung von radioaktiven Iodisotopen eine Messung der Schilddrüse ausreichend. Hierzu betreibt die MHH einen Teilkörperzähler, bei dem ein Detektor vor dem Halsbereich der zu messenden Person positioniert wird.
Messbare Isotope: I-131, I-125

Ausscheidungsmessungen

Die inkorporierte Aktivität radioaktiver Stoffe, die keine oder nur wenig Gammastrahlung emittieren, kann nicht mit den direkten Messverfahren ermittelt werden. Hier kann die Aktivität in Ausscheidungen (Urin oder Stuhl) gemessen und auf Basis von biokinetischen Modellen auf die resultierende Exposition geschlossen werden. Die MHH bietet routinemäßig die Bestimmung von Betastrahlern, die häufig in biochemischen Laboren verwendet werden, per Direktmessung in Urin an.
Messbare Isotope: H-3, C-14, P-32, P-33, S-35

Kosten

Leistungen der Inkorporationsmessstelle sind gebührenpflichtig. Die Kosten betragen (Stand 17.05.2017) in der Regel:


- für eine Standardmessung am Ganzkörperzähler 80 Euro,
- für eine Standardmessung am Teilkörperzähler 70 Euro,

- für eine Standard-Direktmessung von Urin 110 Euro.

 

Alle Preisangaben verstehen sich netto zzgl. MwSt.


Beim Nachweis von Inkorporationen, die eine aufwendigere Dosisermittlung erforderlich machen, können höhere Kosten fällig werden, die vom Aufwand abhängen.

Kontakt

Terminvereinbarungen: 0511-532-8404
Auskünfte: 0511-532-8404 oder per E-Mail.


In dringenden Fällen außerhalb der Arbeitszeit wenden Sie sich bitte an das Regionale Strahlenschutzzentrum.