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Forschung

Untersuchung der Augenlinsenexposition beim Umgang mit radioaktiven Stoffen

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse führen zu der Annahme, dass die Augenlinse strahlensensibler zu sein scheint als bisher angenommen. Aus diesem Grund wurde der Dosisgrenzwert für die Augenlinsendosis in den aktuellen Euratom-Grundnormen von ehemals 150 mSv auf 20 mSv pro Jahr reduziert.

Es liegen diverse Ergebnisse zur Strahlenexposition der Augenlinse in der Radiologie vor, jedoch fehlen weitestgehend belastbare Aussagen zu den Arbeiten beim Umgang mit radioaktiven Stoffen.
Im Rahmen unserer Arbeiten zur Augenlinsenexposition beim Umgang mit Radionukliden untersuchen wir unter Laborbedingungen die zu erwartenden Augenlinsendosen für die unterschiedlichen typischerweise verwendeten Nuklide.
Darüber hinaus untersuchen wir die Schwächungswirkung von Strahlenschutzmitteln für die Augenlinsendosis.

 

Projektteam:

 

Bastian Szermerski

Iris Vehrenkamp

Prof. Dr. Lilli Geworski

Xofigo

 

Schmerzhafte Knochenmetastasen beim CRPC können mit 223RaCl palliativ behandelt werden. Ra-223 zerfällt über vier Alpha- und zwei Betaemissionen zum stabilen Pb-207. Das Tochternuklid Rn-219 ist als Edelgas mobil und wird von den Patienten nach Applikation abgeatmet.

 

Das Forschungsprojekt widmet sich den Strahlenschutzaspekten wie der Inhalation der Rn-Folgeprodukte und Dosisabschätzungen für das Personal einer nuklearmedizinischen Einrichtung und Angehörige des Patienten.

 

Projektteam:

 

Dr. Carsten Wanke

Alexander Solle

Bastian Szermerski

Prof. Dr. Lilli Geworski

Leistungsparameter und Abnahme- und Konstanzprüfung an einem für Herzuntersuchungen dediziertem Halbleiter-SPECT-System

Discovery NM 530c (Fa. GE), betrieben von der Klinik für Nuklearmedizin.

 

 

Dedizierte Systeme für kardiologische Untersuchungen zur Bildgebung finden immer häufiger ihren Weg in die Nuklearmedizin. Hierbei kommen sowohl andere Detektortechnologien, wie der Halbleiterdetektortechnik, als auch spezielle Pinhole Kollimierungen zum Einsatz.

 

 

Im Rahmen unserer Forschungsarbeit werden für tomographische Systeme bereits bekannte Leistungsparameter untersucht und neu entwickelt. Darüber hinaus erarbeiten und implementieren wir Prüfungen zur Abnahme und Konstanz des hier beschriebenen Systems.

 

Projektteam:

 

Christian Schütze

Prof. Dr. Lilli Geworski

Überprüfung der Systemlinearität von Aktivimetern mit Tc-99m: Einfluss von Mo-99

 

 

Die Konstanzprüfung der Systemlinearität beim Aktivimeter nach DIN 6855-11 wird vorwiegend mittels Tc-99m, gewonnen aus einem Mo99/Tc-99m-Generator, durchgeführt. Bei hohen Startaktivitäten und der daraus resultierenden langen Messzeit wird der Einfluss des Mo-99-Gehaltes auf die Messergebnisse signifikant.

 

In unseren Arbeiten untersuchen wir den Einfluss von Mo-99 in Tc-99m-Lösungen für verschiedene Startaktivitäten auf die Systemlinearität beim Aktivimeter.

 

Projektteam:

 

Christian Schütze

Frank Rudolf

Dr. Bernd-Otto Knoop

Prof. Dr. Lilli Geworski

Freigabemessungen

 

Radioaktive oder kontaminierte Stoffe können bei Unterschreiten bestimmter Grenzwerte nach § 29 StrlSchV freigegeben und als nichtradioaktive Stoffe verwendet oder entsorgt werden. Diese Vorgehensweise stellt einen praktikablen und kostengünstigen Weg der Entsorgung von Reststoffen dar.
Für jedes Einzelgebinde ist dabei nachzuweisen, dass die Grenzwerte eingehalten sind. Hierzu dienen - insbesondere bei den in der Nuklearmedizin verwendeten Nukliden - Messungen in sogenannten Freimesssystemen. In diesen wird mittels einer Messung der vom Gebinde ausgehenden Gammastrahlung das radioaktive Inventar quantifiziert. Hierfür ist das Gerät derart zu kalibrieren, dass die Einhaltung der Freigabe-Grenzwerte sicher nachgewiesen wird. Das in der MHH verwendete Freimesssystem mit NaI-Detektoren wurde für die Messung der wichtigsten in der Nuklearmedizin verwendeten Nuklide mit einer Vorgehensweise kalibriert, für die lediglich eine rückführbar kalibrierte Punktquelle des Nuklids Cs-137 erforderlich war. Die Vorgehensweise zur Kalibrierung wurde im September 2014 in der Zeitschrift für Medizinische Physik veröffentlicht:

Z Med Phys. 24(3):252-60. doi: 10.1016/j.zemedi.2014.01.001

 

Projektteam:

 

Dr. Carsten Wanke

Alexander Solle

Prof. Dr. Lilli Geworski