SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Gesundheitsbildung und -förderung im Elementarbereich


Projektleitung:


Prof. Dr. Ulla Walter, Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Prof. Dr. Rolf Werning, Dr. Michael Urban

Laufzeit:

10/2009-09/2011

Projektförderer:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)

Institutionen:

Stiftungslehrstuhl "Prävention und Rehabilitation in der System- und Versorgungsforschung", MHH

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Institut für Sonderpädagogik, Leibniz Universität Hannover

Kooperationspartner:

Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Wiss. Mitarbeiter:

Elena Sterdt, Roswitha Stöcker

Homepage:

http://www.gesundheitsbildung.uni-hannover.de

In dem Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover und des Instituts für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Medizinischen Hochschule Hannover sollen die subjektiven Konstruktionen von sozial benachteiligten Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, deren Eltern und Erzieherinnen/Erzieher zum Themenfeld Gesundheit mit den Schwerpunkten Ernährung und Bewegung differenziert erforscht werden.

 

Dazu wird ein vornehmlich qualitatives Forschungsdesign gewählt, das zweiphasig und mehrperspektivisch angelegt ist. Der Zugang zum Forschungsfeld wird über den institutionellen Kontext der Kindergärten gewählt und in Form einer Onlinebefragung (Vollerhebung im Großraum Hannover) und fokussierten Gruppendiskussionen mit ErzieherInnen in zehn Einrichtungen durchgeführt. In der zweiten Forschungsphase erfolgt eine Vertiefung und Perspektivenerweiterung in vier Kindergärten. Dabei wird insbesondere die Genese von Gesundheitsvorstellungen des Kindes über symbolische Puppeninterviews exploriert.

 

Gleichzeitig zielen episodische Interviews auf die Einbeziehung der entsprechenden Vorstellungen und subjektiven Konstrukte der Eltern und ErzieherInnen als den wichtigsten, die kindliche Entwicklung moderierenden Bezugspersonen in den Mikrosystemen Familie und Kindergarten. Flankierend werden Ernährungs- und Bewegungstagebücher sowie Einkaufslisten eingesetzt, durch deren Auswertungen die Angaben der Interviewten unterstützt oder kontrastiert und mit Expertenempfehlungen (Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmud (FKE), American College of Sports Medicine (ACSM), WHO) verglichen werden.

 

Ziel ist es, über die Verschränkung der Untersuchungsergebnisse Einblicke in die lebensweltlichen Entwicklungskontexte der Kinder zu gewinnen und Passungsschwierigkeiten in Fragen der Gesundheitsbildung und -förderung  (Schwerpunkt Ernährung und Bewegung) zu benennen. Diese Ergebnisse können als Grundlage für eine zielgruppengerechte Gestaltung von Gesundheitskonzepten (Schwerpunkt Ernährung und Bewegung) sowie Adipositaspräventions- und Interventionsmaßnahmen in der Gesundheitsbildung (Schwerpunkt Ernährung und Bewegung) im Vorschulbereich genutzt werden. Hier wären zukünftige Praxis- und Transferprozesse unmittelbar anschlussfähig.