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Institut für Allgemeinmedizin - SPICT

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SPICT

Identifikation von Patienten mit palliativem Versorgungsbedarf
in Krankenhaus und Praxis

Hintergrund

  

Patienten mit chronisch fortschreitenden Erkrankungen können im Krankheitsverlauf Probleme und Symptome entwickeln, die eine Palliativversorgung sinnvoll machen. Im Versorgungsalltag von Krankenhäusern und Arztpraxen ist es allerdings oftmals schwierig, den Zeitpunkt für Palliativversorgung adäquat zu erkennen.

  

Internationale Studien und eigene Vorarbeiten unterstreichen hier die Notwendigkeit eines strukturierten Assessments. Dafür ist in Deutschland bislang kein empirisch geprüftes Instrument verfügbar. Demgegenüber kommt international u.a. das auf empirischer Basis von der Primary Palliative Care Research Group an der University of Edinburgh unter der Federführung von Dr. Kristy Boyd und Prof. Scott Murray entwickelte und erprobte Supportive and Palliative Care Indicators Tool (SPICT) zum Einsatz. 2015/16 wurde von einer österreichisch-deutschen Arbeitsgruppe eine erste deutschsprachige Übersetzung des Instruments (SPICT-DEtm) erarbeitet. Diese wurde bislang jedoch nicht systematisch in der Praxis erprobt und evaluiert.

Studienfrage und Ziele

Methodisches Vorgehen und erste Ergebnisse

Ziele unserer laufenden Pilotstudien sind die sprachliche Anpassung und Erprobung einer deutschsprachigen SPICT-Version zur Prüfung der Praktikabilität, Akzeptanz und Relevanz im stationären und ambulanten Versorgungssetting. Methodisch kommen qualitative und quantitative Verfahren der Versorgungsforschung zum Einsatz (Mixed Methods Design).

  

Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass die Integration palliativer Versorgung in die tägliche hausärztliche Routine eine Herausforderung darstellt. Es besteht daher der Bedarf tiefergehend zu beforschen, wie die Umsetzung hausärztlicher Palliativversorgung erleichtert werden kann.

  

  

Publikationen und weiterführende Informationen

  

Afshar K, Feichtner A, Boyd K et al. Systematic development and adjustment of the German version of the Supportive and Palliative Care Indicators Tool (SPICT-DE). BMC Palliat Care. 2018; 17: 27 (PubMed)

  

Afshar K, Müller-Mundt G, Schneider N. Wie können Patienten mit chronisch fortschreitenden nicht-onkologischen Erkrankungen erkannt werden, bei denen eine Palliativversorgung sinnvoll ist? Eine Pilotstudie zur Erprobung des Supportive and Palliative Care Indicators Tool (SPICT) im Krankenhaus. Z Palliativmed. 2016; 17: 133-138

  
SPICT-Homepage: www.spict.org.uk

Die systematische empirische Überprüfung und Anpassung von SPICT-DETM erfolgt in Kooperation bzw. engem Austausch mit den Urhebern des Instruments. Das Vorgehen orientiert sich an dem in der transkulturellen Forschung erprobten Modell TRAPD: Translation – Review – Adjudication – Pretest – Documentation (siehe auch „Guidelines for Best Practice in Cross-Cultural Surveys, verfügbar unter:

http://www.ccsg.isr.umich.edu/images/PDFs/
CCSG_Full_Guidelines_2016_Version.pdf
.
Methodisch kommen dabei entsprechend qualitative und quantitative Verfahren der Versorgungsforschung zum Einsatz (Mixed Methods Design).

 

Erste Ergebnisse im stationären Setting deuten darauf hin, dass die Nutzung von SPICT Klinikärzte für Palliativsituationen bei  Patienten auf internistischen Normalstationen sensibilisiert (Afshar et al. 2015). Weitere Erprobungen laufen im ambulanten hausärztlichen Setting. 

    

Förderung:

  

Hochschulinterne Leistungsförderung (HiLF) der Medizinischen Hochschule Hannover, Eigenmittel

SPICT - Projektteam und Kontakt

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Dr. med. Kambiz Afshar (Projektleitung)

  +49 511 532-5855
  afshar.kambizmh-hannover.de

  

Dr. PH Gabriele Müller-Mundt

Prof. Dr. med. Nils Schneider

  

 

Wichtige Links

Institut für Allgemeinmedizin

Direktor: Prof. Dr. med. Nils Schneider

  

Medizinische Hochschule Hannover
OE 5440
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

  

Fon +49 511 532-2744
Fax +49 511 532-4176

  

allgemeinmedizinmh-hannover.de

  

Anfahrt: Gebäude K23 (Lageplan)