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Sonographie - Patienten-Information

Z U   I H R E R   I N F O R M A T I O N

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient! Zu Ihrer Information finden Sie auf dieser Seite die Antworten zu drei oft gestellten Fragen bezüglich der sonographischen Diagnostik. Sollten Sie weiteren Informationsbedarf haben, können Sie sich jederzeit während der Sprechzeiten an uns wenden.

 

Alle unten zusammengetragenen Informationen können Sie sich auch über folgenden Link als pdf herunterladen.

 

» PDF "Patienten-Information zur Sonographie"

Bei Ihnen ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauches geplant. Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

 

Generell müssen Sie nicht nüchtern (keine Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz) zur Ultraschalluntersuchung erscheinen. Allerdings wird die Untersuchungsqualität durch Luft im Bauch beeinträchtigt und damit die Beurteilung mancher Bauchorgane erschwert. Daher ist es sinnvoll, am Tag vor der Untersuchung blähenden Speisen zu meiden. Zudem ist es nicht notwendig, die Harnblase vor der Untersuchung zu entleeren. Für spezielle Fragestellungen ist es sogar günstig, wenn die Harnblase gefüllt ist.  
Wenn bei Ihnen allerdings eine Beurteilung der Gallenblase erfolgen soll, sollten Sie nüchtern bleiben, damit die Gallenblase eine gewisse Füllung aufweist.

 

Bei Ihnen soll eine Kontrastmittelsonographie durchgeführt werden. Worum handelt es sich hierbei und was müssen Sie beachten?


Ultraschall-Kontrastmittel wird zur weiteren Abklärung unklarer Befunde, wie z.B. Raumforderungen der Leber oder anderer Bauchorgane eingesetzt. Es steigert die Aussagekraft der Ultraschalluntersuchung, indem dabei charakteristische Veränderungen der Gewebsdurchblutung sichtbar gemacht werden. Damit ermöglicht die Kontrastmittelsonographie eine bessere Darstellung von Raumforderungen und auch in den meisten Fällen eine Zuordnung (gutartig, bösartig usw.).
Die Vorteile des Ultraschall-Kontrastmittels sind ein geringer Zeitaufwand (ca. 10 min.) sowie eine sehr gute Verträglichkeit. Das Kontrastmittel darf auch bei Störungen der Nieren- oder Schilddrüsenfunktion eingesetzt werden, da es nicht nierenschädlich oder jodhaltig ist. Zudem entsteht durch die Ultraschall-Untersuchung keine Strahlenbelastung.
Zur Vorbereitung der Kontrastmittelsonographie sind zwei Dinge notwendig:

 

1. Die Anlage einer Venenverweilkanüle (erfolgt durch das Personal).

2. Eine vorherige schriftliche Einverständniserklärung und ärztliche Aufklärung ist in jedem Fall erforderlich.

 

Es kommt nur sehr selten zu schweren Nebenwirkungen bei der Untersuchung (z.B. eine schwere Unverträglichkeitsreaktion). Bei instabiler Angina pectoris (zunehmende Luftnot mit Brustschmerzen), einem vor kurzen erlittenen Herzinfarkt oder bei schwerer Herz- oder Lungenerkrankung darf eine Kontrastmittelsonographie allerdings nicht durchgeführt werden. Auch eine bekannte Allergie gegen das Ultraschall-Kontrastmittel darf nicht vorliegen. Daher ist die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung im Vorfeld zu überprüfen. Sollten Sie unsicher sein, ob eine Kontrastmittelsonographie bei Ihnen durchgeführt werden kann, sprechen Sie uns bitte an.
Für die Kontrastmittelsonographie müssen Sie nicht per se nüchtern bleiben. Häufig ist aber eine Kontrastmittelsonographie in Kombination mit einer Feinnadelpunktion vorgesehen. In diesem Fall müssen Sie eine Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz von mindestens 6 Stunden einhalten. Sollten Sie Diabetiker sein, besprechen Sie bitte das Vorgehen mit Ihrem Arzt.
Zur gezielten kontrastmittelsonographischen Beurteilung der Gallenblase sollten Sie bitte ebenfalls nüchtern bleiben.

 

Bei Ihnen ist eine sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion geplant. Wie wird diese durchgeführt und was müssen Sie beachten?

 

Eine Feinnadelpunktion wird durchgeführt, um Gewebe für eine Untersuchung mit dem Mikroskop zu gewinnen und damit z.B. die Herkunft von Tumoren zu klären.
Die Vorteile der Feinnadelpunktion sind die hohe Aussagekraft bei sehr niedriger Komplikationsrate durch das minimalinvasive Vorgehen.
Voraussetzung für die Durchführung einer Feinnadelpunktion ist eine Aufklärung über potentielle Risiken und Komplikationen. Ein Aufklärungsgespräch muss mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff stattfinden (Notfälle können hier eine Ausnahme darstellen). Bitte informieren Sie uns, wenn bei Ihnen eine Allergie oder Überempfindlichkeitsreaktion auf Medikamente, Pflaster, örtliches Betäubungsmittel o.ä. besteht, oder wenn Sie unter einer schweren Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankung oder einer Infektionskrankheit leiden.
Bitte haben Sie, auch in Ihrem eigenen Interesse, Verständnis dafür, dass eine Feinnadelpunktion ohne adäquate Aufklärung nicht durchgeführt werden kann!
In der Regel benötigen wir vor der Untersuchung eine aktuelle Blutgerinnungsdiagnostik (mindestens Quick und PTT und Thrombozyten). Die Blutentnahme muss vor dem Eingriff erfolgt sein (Hausarzt/Ambulanz etc) und kann aus abrechnungstechnischen Gründen leider nicht in unserer Sonographie-Einheit durchgeführt werden! Wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin, Marcumar oder Clopidogrel einnehmen, sollte bitte im Vorfeld (z.B. mit dem überweisenden Arzt oder mit einem unserer Ärzte) geklärt werden, ob diese Medikamente pausiert werden müssen/können.
Am Tag der Punktion dürfen Sie vor der Untersuchung nichts essen und trinken (mindestens 6 Stunden Nahrungskarenz). Sollten Sie Diabetiker sein, besprechen Sie bitte das Vorgehen (Tabletten, Insulingabe etc.) mit Ihrem Arzt und informieren Sie uns am Tag der Vorstellung darüber.
Der Ablauf der Punktion ist folgender: Nach örtlicher Betäubung der Punktionsstelle wird eine dünne Nadel (0,7 bis 0,9 mm Außendurchmesser) unter ständiger Ultraschallkontrolle durch die Haut in das Zielgewebe vorgeführt. Unter Sog werden Gewebe oder Zellen gewonnen, die dann zur weiteren Diagnostik aufgearbeitet werden. Die Punktion ist in der Regel wenig schmerzhaft (vergleichbar mit dem Legen einer Venenverweilkanüle) und ein Routine-Eingriff, der nur sehr selten zu Komplikationen führt. Nach der Punktion werden Sie bei uns für mindestens eine Stunde überwacht (bei ambulanter Feinnadelpunktion). Abschließend wird ein Kontroll-Ultraschall zum Ausschluss einer Blutung durchgeführt. Bei stationären Punktionen wird die Nachüberwachung je nach Risiko der Punktion individuell festgelegt.

Am Tag der Punktion und in den folgenden Tagen sollten Sie Sport, schweres Heben und starkes Pressen vermeiden. Sollte es bei Ihnen in Folge einer Feinnadelpunktion zu Beschwerden kommen, nehmen Sie bitte unverzüglich mit uns Kontakt auf (Tel. 0511-532-3415). Bei Nichterreichbarkeit bitte die Notaufnahme der MHH kontaktieren oder aufsuchen (Tel. 0511-532-2097).

 

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
 
Zentrum für Innere Medizin
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Telefon +49 511 532-0
gastroenterologie@mh-hannover.de