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SFB 587 Nachwuchsgruppe N01

Polysensibilisierung - Ansätze im Mausmodell zum besseren Verständnis
                                        
Die Arbeitsgruppe interessiert sich für Faktoren, die die Sensibilisierungsphase von allergischen Erkrankungen beeinflussen. Untersuchungen zum Asthma bronchiale in Mausmodellen der allergischen Atemwegsentzündung in den letzten drei Jahrzehnten haben viel zum Verständnis der pathophysiologischen Vorgänge dieser Erkrankung beigetragen. Der Großteil von ihnen beschäftigt sich allerdings mit der Effektorphase der Erkrankung, Untersuchungen zur Sensibilisierungsphase sind wesentlich seltener und somit ist das Wissen über diesen Abschnitt der Erkrankung auch deutlich geringer.


Um diesen Abschnitt der Erkrankung besser untersuchen zu können,haben wir neue Mausmodelle entwickelt, bei denen die Sensibilisierung inhalativ erfolgt (Eisenbarth SC J Exp Med 2002, Eisenbarth SC J Immunol 2004, Dittrich J Immunol 2008), im Gegensatz zu den zumeist verwendeten Modellen, in denen die Sensibilisierung intraperitoneal erfolgt, wodurch Untersuchungen zur Sensibilisierung in diesen Modellen praktisch nicht möglich sind. Untersuchungen in diesen Mausmodellen zeigen, dass eine vorangehende Th2-polarisierte Entzündung das Risiko für weitere Sensibilisierungen erhöht.


Wir bezeichnen dieses Phänomen als „erleichterte Zweitsensibilisierung“ (eZS) und es scheint ein Korrelat zum klinischen Phänomen der Polysensibilisierung darzustellen (Eisenbarth J Immunol 2004). Wir haben IL-4 als wesentlichen Faktor, der die eZS vermittelt, identifizieren können und die Rolle verschiedener Zelltypen bei diesem Phänomen aufklären können (Dittrich J Immunol 2008). Daneben haben wir Hinweise, dass auch andere Formen von Entzündungen, das Risiko für eine allergische Sensibilisierung erhöhen. Im Rahmen der Nachwuchsgruppe des SFBs werden daher z.Zt. folgende Fragestellungen bearbeitet:

1) Durch welche Mechanismen führt IL-4 zu einer erleichterten Zweitsensibilisierung i.S. einer Polysensibilisierung?
2) Ist das Phänomen der erleichterten Zweitsensibilisierung auch bei gastrointestinalen Allergien zu beobachten und gibt es Wechselwirkungen zwischen gastrointestinaler Sensibilisierung und pulmonaler Manifestation bei allergischen Erkrankungen?
3) Welche umweltbedingten Entzündungen erleichtern die Sensibilisierung und welche Mechanismen sind dabei entscheidend?

 

Leitung des Teilprojektes:

Dr. med. Anna-Maria Dittrich


Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
D-30625 Hannover


Tel.: +49 511 532-9785 (Mobil: 17 9785)
Fax: +49 511 532-9783
Mail: dittrich.anna-mariamh-hannover.de