SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo
Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

SFB 621 Teilprojekt A1

 

Die Funktion des Chemokinsystems bei der Initiation der intestinalen Immunität, der Induktion der oralen Toleranz und der Entstehung der Kolitis (Gemeinsam mit Prof. Martin Messerle)

 

Chemokinrezeptoren und Adhäsionsmoleküle spielen eine entscheidende Rolle bei der zielgerichteten Wanderung von Immunzellen. In der gegenwärtigen Antragsperiode identifizierten wir Chemokinrezeptoren und Adhäsionsmoleküle, die für das Einwandern von B-Zellen in die Peritonealhöhle und in die lymphatischen Strukturen des großen Netzes (Omentum majus) verantwortlich sind. Weiterhin haben wir Mechanismen des „B-Zellprimings“ in der Peritonealhöhle identifiziert, die es peritonealen B-Zellen ermöglicht, anschließend effektiv in die Lamina propria (LP) des Darmes einzuwandern und dort zur lokalen humoralen Immunität beizutragen. Weiterhin gelang uns die erstmalige Beschreibung von pDC sowohl in der LP wie auch im Epithel des Dünndarmes. Wir konnten zeigen, dass pDC in hohem Maße auf die Expression des Chemokinrezeptors CCR9 angewiesen sind, um in diese Kompartimente des Darmes zu gelangen. Über die Aktivierung des Toll-like Rezeptors (TLR) 7 sezernieren pDC hohe Mengen an Tumornekrosefaktor-a (TNF-a), welcher eine schnelle Mobilisierung klassischer DC aus dem Darm in die mesenterialen Lymphknoten (MLN) ermöglicht. Die Mobilisierung der DC des Darmes hängt ihrerseits von der Expression des Chemokinrezeptors CCR7 ab. Diese kontinuierliche Wanderung der DC ist eine Voraussetzung für die Induktion von Toleranz gegenüber Nahrungsbestandteilen und auch Kommensalen des Darmes. Aufgrund der stark beeinträchtigten Migration der DC kann in CCR7-defizienten Tieren keine orale Toleranz induziert werden. Schließlich gelang uns der Nachweis, dass Stromazellen der MLN ihrerseits T-Zellen bei der Aktivierung dahingehend modulieren, Homing-Moleküle zu induzieren, die ein spezifisches Einwandern der T-Zellen in den Darm ermöglichen.

Wir möchten die Beteiligung weiterer Chemokinrezeptoren und Homing-Moleküle an der Induktion von oraler Toleranz beleuchten und dabei speziell Unterschiede zwischen regulatorischen T-Zellen (Treg) und konventionellen Helfer-T-Zellen bei der Einwanderung in den Darm herausarbeiten. Zusätzlich soll die Rolle der MLN bei der Induktion von Effektorzellen genauer untersucht werden. Ferner sollen Differenzierungsmechanismen von pDC aufgeklärt werden, die das Homing in definierte Kompartimente vermitteln. Darüber hinaus ist geplant, zellvermittelte Wirkmechanismen der pDC in situ durch in vivo-Zwei-Photonen-Mikroskopie nachzuweisen. Schließlich soll unsere Expertise auf dem Gebiet der Stromazellen und DC genutzt werden, ein System aufzubauen, in dem durch Manipulation peripherer Lymphknoten (PLN) effizient Effektorzellen generiert werden, die in die Mukosa einwandern und dort Schutz vor Infektionen vermitteln können. Eine derartige Steuerung von Effektorzellen könnte die Grundlage für die zukünftige Entwicklung verbesserter Impfstoffe gegen enteropathogene Erreger darstellen.

 

 

Projekte

Publikationen

Mitarbeiter


PFLEGE-STELLENTICKER

Werden Sie Teil des Pflege-Teams der MHH. Mehr Infos in unserem Stellenticker. Wir freuen uns auf ...

[mehr]

Aktuelle Veranstaltungen

19. Hannoverscher Krankenhaushygienetag
27.08.19
10:00 Uhr-16:00 Uhr

11. TWINCORE Symposium
29.08.19
09:00 Uhr-17:00 Uhr