SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Perinatale Neuroepidemiologie

 

Home | Was | Wer | Publikationen | Wo | Dissertationen | Links | ENGLISH

Stefan Debler, cand. med.

Semester: 9

 

Interessen: Neuropädiatrie, Neonatologie, Epidemiologie

 

Projektbeschreibung Doktorarbeit

 

Neugeborene werden anhand ihres Geburtsgewichts in Bezug zum jeweiligen Gestationsalter, (gestationszeitbezogene Gewichtsperzentilen) in die Gruppen der hypotrophen (Small for Gestational Age, SGA), eutrophen (Appropriate for Gestational Age, AGA) und hypertrophen (Large for Gestational Age, LGA) Neonaten ), eingeteilt (1). In dieser Kategorisierung erfolgt der Vergleich von individuellen Messgrößen mit altersentsprechenden Normwerten. Die gebräuchlichste Einteilung von Neugeborenen in der Bundesrepublik Deutschland in die oben genannten Gruppen erfolgt anhand der Wachstumskurven nach Voigt und Schneider (2). Trotz zahlreicher Studien zum vergleichenden Outcome von SGA- und AGA-Kindern hinsichtlich Morbidität und Mortalität (3)(4), tun sich bei der Beantwortung der Frage nach einer erhöhten Morbidität der SGA- Kinder immer wieder Divergenzen auf.

 

Das Interesse dieser Arbeit besteht in der Grundüberlegung, ob die unterschiedlichen Ergebnisse in der Literatur aus den divergierenden Einteilungen der untersuchten Populationen und den daraus variierenden Definitionen für hypotrophe Neugeborene resultieren.

 

Ziel ist es, anhand von anonymisierten, zusammengeführten perinatalen und neonatalen Dokumentationsbögen (5) in einem Kollektiv von sehr kleinen Frühgeborenen, verschiedene Definitionen von SGA- Kindern zu erarbeiten und diese anhand eines neonatalen Krankheitsbildes zu vergleichen und zu diskutieren. Da perinatale Hirnblutungen bei sehr kleinen Frühgeborenen eine häufige Komplikation darstellen (6), soll die schwere intraventrikuläre Hämorrhagie (IVH) das zu untersuchende Outcome in dieser Arbeit sein.

 

Methoden

 

Zur Auswertung kommen sowohl deskriptive, als auch analytische statistisch-epidemiologische Methoden, wie z.B. logistische Regressionsmodelle, zum Einsatz.

 

Literatur

 

1. Hay W, Catz C, Grave G, Yaffe S. Workshop summary: fetal growth: its regulation and disorders. Pediatrics 1997;99(4):585-91.

 

2. Voigt M, Schneider K, Jahrig K. [Analysis of a 1992 birth sample in Germany. 1: New percentile values of the body weight of newborn infants]. Geburtshilfe Frauenheilkd 1996;56(10):550-8.

 

3. Simchen M, Beiner M, Strauss-Liviathan N, Dulitzky M, Kuint J, Mashiach S, et al. Neonatal outcome in growth-restricted versus appropriately grown preterm infants. Am J Perinatol 2000;17(4):187-92.

 

4. Bartels D, Kreienbrock L, Dammann O, Wenzlaff P, Poets C. Population based study on the outcome of small for gestational age newborns. Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 2005;90(1):F53-9.

 

5. Bartels D, Wenzlaff P, Poets C. [Can data from quality assurance programs such as peri-/neonatal compilations be used for secondary epidemiological studies?]. Z Geburtshilfe Neonatol 2005;209(1):8-13.

 

6. Jensen A, Klingmuller V, Kunzel W, Sefkow S. [Risk of cerebral hemorrhage in premature and mature newborn infants]. Geburtshilfe Frauenheilkd 1992;52(1):6-20.

 

Betreuung

 

Dorothee B. Bartels

 

Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen

V.i.S.d.P: Olaf Dammann, aktualisiert am: 09.05.2007