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Evaluation der modellhaften Einführung von Patientenschulungsprogrammen für die rheumatologische und pneumologische Rehabilitation

 

Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik    Projekte    Lehre    Publikationen


Projektleitung:


PD Dr. Christian Krauth, Dr. Inge Ehlebracht-König, Prof. Dr. Franz Petermann

Laufzeit:

2005-2007

Projektförderer:

Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover,
Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen

Institutionen:

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Kooperationspartner:

Schwerpunktklinik für Orthopädie und Rheumatologie, Rehazentrum Bad Eilsen
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Universität Bremen

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. PH Iris Brandes

Schwerpunkt:

Gesundheitsökonomische Evaluation

Patientenschulungen sind nachweislich wirksame Interventionen, um eine verbesserte Compliance und ein optimiertes Selbstmanagement zu erreichen. Die Entwicklung und Einführung von Patientenschulungsprogrammen ist für viele chronische Erkrankungen weit fortgeschritten, jedoch besteht noch Handlungsbedarf hinsichtlich der flächendeckenden Implementierung. Die Gründe für die unbefriedigende Umsetzung wurden bislang nicht untersucht. Im Rahmen einer explorativen Studie wurde der Frage nachgegangen, welche Hindernisse und Probleme auftreten, die eine Umsetzung erschweren oder sogar verhindern. Die Prozessevaluation erfolgte durch leitfadengestützte Befragungen der Mitarbeiter und Dokumentationen in sechs ausgewählten Rehabilitationskliniken.

 
Der Zeitaufwand für die Vorbereitung und Umsetzung der Schulung in einer dreimonatigen Probephase umfasste einen durchschnittlichen Zeitaufwand pro Patient in Höhe von 2,7 Personenstunden. Als Ergebnis der Routinephase wurde ein zusätzlicher regelmäßiger Zeitaufwand zur Vor- und Nachbereitung bzw. Durchführung der Schulungsdurchgänge von durchschnittlich 1,5 Personenstunden pro Patient ermittelt.

 
Die in den Kliniken aufgetretenen Probleme und Hindernisse unterschieden sich erheblich. Sie waren überwiegend in ungünstigen Rahmenbedingungen begründet, doch gab es auch Kliniken, die trotz vergleichbar schlechter Voraussetzungen eine dauerhafte Implementierung erreichten. Insgesamt gelang die Implementierung in den pneumologischen Einrichtungen besser, was sich auch in geringeren Ressourcenverbräuchen zeigte. Eine hohe Motivation der Mitarbeiter wie auch eine gewisse Routine im Umgang mit Schulungen können dazu beitragen, dass auch bei ungünstigen Voraussetzungen eine erfolgreiche Implementierung und Verstetigung gelingt.