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Zentrum für computer- und roboter-assistierte Chirurgie

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover bietet nach Implementierung eines OP-Roboters der neusten Generation - dem da Vinci Xi - die Durchführung von minimal-invasiven Operationen verschiedener Indikationen in noch schonenderer und präziserer Technik im Vergleich zur herkömmlichen Schlüssellochchirurgie an.

Dabei werden die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie mit denen der konventionellen Chirurgie vereint.

Für detaillierte Rückfragen zu Ihrer Erkrankung und der Möglichkeit, diese mittels Roboterunterstützung zu therapieren, stehen Ihnen die verantwortlichen und speziell in dieser Technik weiter gebildeten Operateure unter folgenden Kontaktdaten oder über unser Kontaktformular als Ansprechpartner zur Verfügung:


Bereichsleiter und Oberarzt
PD Dr. Markus Winny (Koordinator da Vinci-Zentrum) 


Klinikdirektor
Prof. Dr. Jürgen Klempnauer 


Tel:
0511-532-6534 (Sekretariat)


E-Mail:
roboterzentrummh-hannover.de


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Kontakt

  • Was ist das DaVinci-Operationssystem und wie funktioniert es?

    Die laparoskopische (Schlüsselloch-) Chirurgie findet ihre Weiterentwicklung in roboterassistierten und computergestützten Techniken, welche alle dasselbe Ziel haben: die Unterstützung und Verbesserung der Arbeitsabläufe im Operationssaal, verbunden mit mehr Sicherheit und besseren Ergebnissen für den Patienten.

    Bei der Operation mit dem da Vinci®-System sitzt der Chirurg an einer Steuerkonsole, etwas entfernt vom Operationstisch. Über zwei Bedienelemente für die Finger steuert er die Instrumente, welche sich an speziellen Roboterarmen befinden und zuvor über kleinste Schnitte in den Körper eingebracht wurden. Über ein dreidimensionales HD-Videobild sieht der Arzt das Operationsgebiet bis zu mikroskopischer Vergrößerung in bisher nicht bekannter Detailtreue (Darstellung kleinster Nerven und Gefäße).

    Die zugrundeliegende Elektronik ermöglicht durch Mehrfachübersetzung der chirurgischen Handbewegungen ein noch schonenderes chirurgisches Vorgehen. Die Bewegungen erfolgen dadurch zitterfrei und präzise auf kleinstem Raum. Der Roboter arbeitet dabei nicht autark sondern optimiert vielmehr die chirurgischen Fertigkeiten („Master and Slave-Prinzip“) und schafft technische Voraussetzungen, Operationen durchzuführen, die bisher nicht regelhaft in minimal-invasiver Technik realisiert werden konnten.

     

    Imagefilm da Vinci-Roboter

    Patientenkonsole mit den vier Armen, die einzeln bewegt werden können
  • Welche Operationen werden mit den DaVinci-Operationsroboter durchgeführt?

    Indikationen für eine roboterassistierte Operation sind derzeit:

    • Entfernung der Gallenblase
    • Refluxoperationen      
    • jegliche Darmentfernung bei kolo-rektalem Krebs, Divertikelerkrankung des Dickdarms  sowie notwendige Operationen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
    • Tumoroperationen an der Leber sowie der Bauchspeicheldrüse
    • Magen- und Speiseröhren-OP bei gut- und bösartigen Erkrankungen

     

    Zu weiteren Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

       

  • Welche Vorteile bietet eine Operation mit dem DaVinci-Operationsroboter gegenüber der minimal-invasiven chirurgischen Operationstechnik?
    da Vinci-Instrumente (weißer Kopf) im Vergleich zu einfachen laparoskopischen Instrumenten, die da Vinci-Instrumentenspitzen sind kleiner, beweglicher und filigraner

    Auch künftig werden in der Therapie operationspflichtiger Erkrankungen sowohl die klassische Chirurgie mit Bauchschnitten als auch die konventionelle Schlüssellochchirurgie neben der computer- und roboter-gestützten Operationstechnik ihren Stellenwert besitzen.

    Als Professor Kurt Semm Anfang der 1980er Jahre erstmalig eine Blinddarmentfernung in schlüssellochchirurgischem Verfahren durchführte, konnte man seinerzeit noch nicht erahnen, welche Bedeutung die Methode der minimal-invasiven Technik in der Chirurgie gewinnen wird.

    Heutzutage ist das Prinzip, durch kleinste Schnitte einen Zugang in die Bauchhöhle zu erlangen, aus der Behandlung verschiedener gut- und bösartiger Erkrankungen von Organen nicht mehr wegzudenken bzw. hat bei zahlreichen Indikationen die Operation mit herkömmlicher Schnittführung als Standardverfahren abgelöst. In einer Weiterentwicklung macht man sich nun durch den Einsatz computer- und roboter-assistierter Systeme die Kombination der Vorteile einerseits der offenen Chirurgie mit denen der laparoskopischen Technik andererseits zu Nutze.
    Nicht nur der Chirurg profitiert durch ergonomischeres und zugleich präziseres Arbeiten im Rahmen bisweilen mehrstündiger Operationen von den neuen, innovativen Errungenschaften. Vielmehr bieten diese insbesondere den Patienten Vorteile, die Qualität der chirurgischen Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung zu steigern und an die individuellen Bedürfnisse maßgeschneidert anzupassen.
    Somit ist davon auszugehen, dass durch die weltweit aktuell stetig zunehmende Verbreitung der computer- und roboter-assistierten Technik in der Medizin und durch die unaufhaltsamen Fortentwicklungen der Industrie in naher Zukunft diese Methode einen wachsenden Raum in den verschiedenen operativ tätigen Disziplinen einnehmen wird.

    Dabei wird jedoch der Operateur weiterhin autark, eigenhändig handeln, dessen manuelle Fertigkeiten werden aber durch Unterstützungssysteme im Sinne der Behandlungsqualität präzisiert und optimiert („Master-Slave-Prinzip“, der Chirurg mit Konsole - „Master“ - steuert zu jedem Zeitpunkt verantwortlich die Roboterarme - „Slave“ -, ohne dass dieses Robotersystem autonome, unkontrollierte Arbeitsschritte vornimmt).

     

    Vorteile der computer- und roboter-assistierten Chirurgie:

    • Der Chirurg steuert mit nur 2 Händen zeitgleich 4 Roboterarme. Er lenkt dabei das Kamerasystem ohne Unterstützung eines weiteren Arztes verwacklungsfrei und verfügt darüber hinaus über die Möglichkeit, sogar weitere 3 Operationsinstrumente parallel einzusetzen und dadurch die Effizienz und die Qualität des Eingriffs für die Patienten zu steigern.
    • Einsatz einer 3D-HD-Kamera mit der Möglichkeit einer detailtreuen Darstellung feinster Strukturen, beispielsweise von Nerven und Gefäßen, in bis zu mikroskopischer Vergrößerung für präzisere und schonendere Gewebepräparation
    • Nutzung von frei beweglichen Instrumenten an den Roboterarmen, die analog zu menschlichen Handbewegungen sämtliche Rotations- und Freiheitsgrade im Gegensatz zu den starren Instrumenten der klassischen Schlüssellochchirurgie besitzen. Durch diese Voraussetzung gelangen Patienten, die bisher nicht von den Vorteilen der Schlüssellochchirurgie, wie schnellere Wundheilung, weniger Blutverlust, besseres kosmetisches Ergebnis, schonenderer Eingriff, kürzere Erholung und Krankenhausliegedauer profitieren konnten, gerade im Zuge von Operationen mit aufwendigem Rekonstruktionsanteil in die Situation, die Überlegenheit dieser Technik erfahren zu dürfen.
    • Verbesserte Sicht und Steigerung der Instrumentenbeweglichkeit schaffen selbst in erheblich beengten Räumen innerhalb der Bauchhöhle die Option eines sicheren, minimal-invasiven Vorgehens.
    • Zitterfreies und folglich millimetergenaues Arbeiten des Operateurs durch technisches Herausfiltern von Bewegungsartefakten
    • Geringere Komplikationsraten und Verminderung von intraoperativen Umstiegsraten (Verfahrenskonversion) im Vergleich zur klassischen OP-Technik mit Bauchschnitt
    • Verbesserte Ergonomie für den Operateur. „Ausgeruhte“ Chirurgen tragen zur Steigerung der Patientensicherheit bei.
    • Verbesserung der Behandlungsqualität durch Ausbildung. Nicht eine gesamte Klinik sondern jeder einzelne Chirurg, der an einem Robotersystem (Konsole) zu arbeiten beabsichtigt, muss im Zuge einer strikten curricularen, mehrstufigen und zeitintensiven Schulung die eigene Qualifikation nachweisen und im Anschluss ein personengebundenes Zertifikat erwerben.
    • Qualitätskontrolle und Datenanalyse (Patientendaten anonymisiert) durch das Register der übergeordneten Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie – DGAV)

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