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Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Informationen von und über unsere Klinik.
 
Ältere Einträge halten wir für Sie in unserem
Archiv bereit. 

 

Die aktuellen Publikationen finden Sie hier.

Neues aus der Fachgesellschaft

 

Obwohl die Physikalischen und Rehabilitativen Medizin ein in Europa- und weltweit anerkanntes medizinisches ärztliches Fachgebiet ist, ist das Fach in Deutschland vielfach noch nicht im Bewusstsein. Dies liegt einerseits in der geschichtlichen Entwicklung der „Physikalischen Medizin“, aber auch an einer uneinheitlichen Beschreibung des Faches. Um diese Situation zu verbessern, hat sich die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner bei der Überarbeitung der (Muster-) Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer (BÄK) engagiert und erreicht, dass das Fach stärker die akutmedizinische Kompetenz und das sozialmedizinische Wissen besser abgebildet wird.
Für eine bessere Sichtbarkeit nach innen und außen hat die Mitgliederversammlung der Fachgesellschaft auch beschlossen sich in „Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin“ umzubenennen. Die jährlichen Fachkongresse werden zukünftig „Deutscher Kongress für Physikalische und Rehabilitative Medizin“ heißen und die Fachzeitschrift im Thieme Verlag erhält den Untertitel „Zeitschrift für Physikalische und Rehabilitative Medizin“. Damit wurden die unterschiedlichen Bezeichnungen endlich vereinheitlicht.

Reber-Erste Ergebnisse

 

Bislang liegen nur wenige belastbare Daten zur Rückkehr ins Erwerbsleben (RTW) nach einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) vor. Ziel der im September 2018 abgeschlossenen Studie „Rehabilitation bei Personen mit zeitlich befristeter Erwerbsminderungsrente“ (REBER) war daher unter anderem eine träger- und diagnosenübergreifende Erfassung der weiteren Inanspruchnahme von Rentenleistungen nach der erstmaligen Befristung sowie eine Analyse des RTW. Im Rahmen des Projektes wurden 15.237 Versicherte der DRV Bund, DRV Baden-Württemberg, DRV Mitteldeutschland und DRV Nord befragt, die zwischen 35 und 60 Jahre alt waren und erstmalig eine zeitlich befristete, vom Arbeitsmarkt unabhängige EM-Rente erhielten, deren erste Bewilligung im Befragungszeitpunkt auslief. Teilnehmende der ersten Befragung wurden ein Jahr später erneut befragt. Die Fragebogendaten wurden durch ausgewählte Routinedaten der Versicherten ergänzt.
2.500 Versicherte nahmen an der Erhebung zum zweiten Befragungszeitpunkt teil. Gut zwei Drittel der Teilnehmenden waren weiblich, das Durchschnittsalter betrug 51,9 Jahre (SD = 5,7). Der überwiegende Anteil erhielt eine volle EM-Rente (89,5 %). Gut die Hälfte der Renten wurde aufgrund von psychischen Erkrankungen gewährt. Knapp ein Drittel der Berentungen erfolgten aufgrund von Neubildungen (12,8 %), muskuloskelettalen Erkrankungen (9,7 %) oder Krankheiten des Kreislaufsystems (6,5 %).
Bei lediglich 17 Personen wurde die EM-Rente nach der ersten Befristung nicht weiter gewährt. Knapp 3 % der Befragten erhielten eine andere Rentenart (z.B. Altersrente) bzw. einen anderen Berentungsumfang, in den meisten Fällen wurde die bisherige Rente weitergewährt.
Ein Viertel der Versicherten gab jedoch an, derzeit beruflich tätig zu sein. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 15,0 Stunden (SD = 9,8). Das erhaltene Entgelt überstieg bei 10,6 % der Befragten die Zuverdienstgrenze.  Im Rahmen einer logistischen Regressionsanalyse zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit einer Berufstätigkeit vor allem durch das Vorliegen einer teilweisen Erwerbsminderung (OR = 6,14; 95 % KI: 3,87; 9,73) und einer psychiatrischen Berentungsdiagnose (OR = 1,53; 95 % KI:1,06; 2,19) begünstigt wurde. Ebenso zeigte sich bei besonders günstigen Werten (+ 1 SD) auf den zum ersten Befragungszeitpunkt erfassten Skalen zur Einstellung gegenüber einem RTW sowie der psychischen und körperlichen Summenskala des SF-36 eine um den Faktor 1,2 bis 1,4 höhere Wahrscheinlichkeit einer Berufstätigkeit. Frauen (OR = 0,73; 95 % KI: 0,55; 0,96) sowie Versicherte der DRV Mitteldeutschland (vs. DRV Bund; OR = 0,63; 95 % KI: 0,41; 0,96) und DRV Baden-Württemberg (vs. DRV Bund; OR = 0,60; 95 % KI: 0,37; 0,97) hatten hingegen eine geringere Wahrscheinlichkeit für RTW. Der Erhalt einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation, eine der Berentung vorangegangene Arbeitslosigkeit, Rentenbetrag sowie Alter und Schulbildung der Befragten hatten hingegen keinen signifikanten Einfluss.
Diese Ergebnisse zeigen, dass der Wegfall der Berentung bei einer erstmalig befristeten Erwerbsminderungsrente ein sehr seltenes Ereignis darstellt. Eine Berufstätigkeit trotz weiterhin bestehender Erwerbsminderung ist nicht nur angesichts einer möglichen Entlastung der Versicherungsträger durch Verringerung der Rentenzahlungen, sondern auch der gesellschaftlichen Teilhabe der Betroffenen als erstrebenswert zu bewerten. In den durchgeführten Analysen zeigte sich insbesondere für den Umfang der Erwerbsminderung ein hoher Einfluss für die Chance eines RTW. Insbesondere angesichts der Chronizität vieler Berentungsdiagnosen scheint es daher möglich, dass eine frühere, jedoch nur teilweise Berentung zu einem für den Betroffenen günstigeren Verlauf der Erwerbs- und Teilhabebiographie führen könnte.

ICSO-R 2.0 implementation

 

Rehabilitation is one of five health strategies. Regarding rehabilitation service organization, there is no uniform understanding what a (qualified) rehabilitation service is and how it can be described in a standardised way. As this will be important for some purposes, including: (1) the situation analysis of the provision of rehabilitation services in health systems at national or provincial level (Gutenbrunner et al 2018; Gutenbrunner & Nugraha 2018); (2) to develop recommendations for the implementation of rehabilitation services (Gutenbrunner & Nugraha 2017); for quality management in rehabilitation services (Stucki et al. 2017) and to describe the setting in clinical trials that may have a strong influence on rehabilitation outcomes. Currently a group of scientists developed an International Classification of Service Organization in Rehabilitation (ICSO-R). A new ICSO—R 2.0 has been developed (not published, yet). An international project has been proposed for testing ICSOR 2.0. This will be done worldwide in different setting of rehabilitation services. Indonesia will be one of the countries for this project.

Trainingstagebuch zur Sturzprophylaxe – Fit & aktiv bis ins hohe Alter mit Bewegung und Spaß

 

Durch die demographische Entwicklung gewinnen Präventionsangebote für die älterwerdende Bevölkerung zunehmend an Bedeutung.
In Deutschland stürzen zurzeit 30% aller über 65-jährigen und 40% der über 75-jährigen mindestens einmal pro Jahr. Die Hälfte derjenigen, die einen Sturz erlebt haben, geben daraufhin eine Sturzangst an.
In der Klinik für Rehabilitationsmedizin haben sich seit über 7 Jahren Kurse für Senioren zur Sturzprophylaxe etabliert.
Nach dem Motto „Fit & aktiv bis ins hoch Alter mit Bewegung und Spaß“ finden Sturzprophylaxe-Kurse 1x wöchentlich über 3 Monate in unserer Klinik statt. Diese Kurse sind als Präventionskurse nach §20 SGB V anerkannt. Das bedeutet, dass die Teilnehmer bei 80%iger Kursteilnahme bis zu 80% der Kurskosten von Ihrer Krankenkasse erstattet bekommen.
Mit Hilfe dieses Kurses soll der Alltag sicherer werden – durch Verbesserung von Gleichgewicht, Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination.
In den Übungsstunden werden unter anderem die Wahrnehmung und Orientierung sowie das Reaktions- und Erinnerungsvermögen gefördert. Musik, Tanz und Spiele wecken die Bewegungsfreude. Die Motivation wird gefördert und das Wohlgefühl gesteigert. Ziel ist auch, durch Gleichgewichtstraining den sicheren Gang zu fördern, Sturzrisiken im eigenen Wohnumfeld zu erkennen und – im Falle des Falles – wieder vom Boden aufstehen zu können.
Im Kurs erhalten die Teilnehmer ein Trainingstagebuch mit Übungen für das Heimtraining und können darin ihr persönliches Training gleichzeitig dokumentieren.
Auch die Eingangs-und Abschlusstests sind dort zu notieren. So erkennen sie gleich am Anfang, wo ihr Problem liegt, können die passenden Übungen aus dem Übungsangebot  auswählen und nach drei Trainingsmonaten sehen, ob sich etwas verändert hat.
Das Kurskonzept wurde von unserem multiprofessionellen Team von Physio- und Ergotherapeuten entwickelt. Das Trainingstagebuch von Gabi Lura, Physiotherapeutin B.Sc. in unserer Klink geschrieben. Es ist selbsterklärend auch ohne Kursbesuch in Absprache mit Therapeuten nutzbar. Erschienen ist es im Buchner-Verlag, von wo es auch bezogen werden kann. (https://www.buchner.de/shop/trainingstagebuch-sturzprophylaxe-02024.html)

NKLM und Gegenstandskatalog

 

Es ist unbestritten, dass der Bedarf an Rehabilitation kontinuierlich ansteigt und dass die Rehabilitation in allen Versorgungsbereichen des Gesundheitssystems eine wichtige Rolle spielt. Dies gilt sowohl für die Behandlung schwer betroffener Patienten/innen im Krankenhaus als auch für die Anschlussrehabilitation nach akuten Erkrankungen und Verletzungen und die wohnortnahe rehabilitative Langzeitversorgung. Um dieser Notwendigkeit gerecht zu werden, ist es unabdingbar, dass jede Ärztin und jeder Arzt Grundkenntnisse in der Rehabilitation besitzen sollte. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Rehabilitation in den Konzepten und Gegenstandskatalogen für die Ärzteausbildung fest verankert ist. Dies war im Konzept des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM; Deutsche Fakultätentag) als auch bei der Entwicklung des neuen Gegenstandskatalogs (Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen, IMPP) für das Medizinstudium nicht der Fall. Durch gezielte Interventionen und gut begründete Argumentationen ist es in beiden Bereichen, die Rehabilitation besser zu verankern. So wurde bei der Erarbeitung des Gegenstandskatalogs eine neue Dimension „Prävention und Rehabilitation“ aufgenommen, und im Entwurf für einen Neue Prüfungsordnung des Deutsche Fakultätentags ein eigenständiges Prüfungsfaches „Rehabilitationsmedizin“ eingefügt. Dies sind wichtige Meilensteine in der Verbesserung des ärztlichen Wissens zur Rehabilitation, aber auch ein wichtiger Auftrag an das Gebiet der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin eine fachlich hochwertige akademische Ausbildung an allen Medizinischen Fakultäten sicher zu stellen.
(s. auch Steffens S, Gutenbrunner C. Notwendigkeit der Integration der Kernkompetenzen von Rehabilitation und Behinderung in den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM). Rehabilitation 2018; 57: 226-228)

ReWalk System erstmalig im Einsatz

 

 

Seit Dezember 2018 wird bei einer Privatpatientin unserer Klinik erstmals ein Exoskelett der Firma ReWalk zur Physiotherapie eingesetzt. Nach einer Schulung (teilweise zusammen mit der Patientin) haben vier unserer Physiotherapeut*innen ein Zertifikat erhalten, das sie befähigt mit dem System zu arbeiten. Begleitet wird die Patientin von einem Promotionsstudenten des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover, der über die Mensch-Maschine-Interaktion forscht.
Die Klinik für Rehabilitationsmedizin möchte sich zukünftig intensiver mit Assistive Technology auseinandersetzen und diese nach und nach mit in die Versorgung integrieren.

 

 

Die Global Rehabilitation Alliance

 

Im Mai 2018 gegründet, hat die Global Rehabilitation Alliance (GRA) jetzt ihre inhaltliche Arbeit aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um den Aufbau einer Organisationsstruktur, sondern auch um die Entwicklung einer politischen Agenda. Mitglieder der Organisation sind mittlerweile 15 weltweit im Bereich der Rehabilitation aktive Organisationen wie die International Society of Physical and Rehabilitation Medicine (ISPRM), der World Federation of Physical Therapists (WFPT), die World Federation of Occupational Therapist (WFOT), die International Society of Neurorehabilitation (ISNR), die International Society of Spinal Cord Injury (ISCoS), die International Society of Prosthetics and Orthotics (ISPO) und andere. Im Sinne des Aufrufs der WHO „Rehabilitation 2030“ diskutiert der Vorstand derzeit über zwei strategische Linien. Die eine zielt auf eine WHO-Deklaration zur Rehabilitation und die andere auf eine UN-Resolution. Dabei kommt es darauf an, die Notwendigkeit einer qualifizierten Rehabilitation im Gesundheitswesen deutlich zu machen, aber auch um die Bedeutung der Rehabilitation für eine inklusive Gesellschaft zu betonen.
Neben der Entwicklung politischer Strategien geht es aber auch darum, die Idee und die Grundsätze dieses Zusammenschlusses großer Organisationen bekannt zu machen und zu diskutieren. Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner, der Präsident der Global Rehabilitation Alliance ist, hat dies im zweiten Halbjahr sehr aktiv getan, u.a. beim Jahreskongress der ISCoS in Sydney, der Asian-Oceanian Society of PRM in Auckland und bei der World Federation of Internal Medicine in Kapstadt. Bei allen diesen Kongressen hat er eingeladene Key note lecture zum Thema der Weiterentwicklung der Rehabilitation gehalten.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ Selbstübungen für CMD Patienten

 


In der Klinik für Rehabilitationsmedizin werden seit über 2 Jahrzehnten Patienten mit Kopf-Kiefer-Gesichtsschmerzen bzw. craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) behandelt.
Im multiprofessionellen Team werden Diagnostik und therapeutische Interventionen optimal auf den jeweiligen Patienten abgestimmt.
Der Behandlungserfolg hängt nachgewiesenermaßen zu einem nicht zu unterschätzendem Anteil vom Eigenengagement des Patienten ab selbst zu üben.
Daher haben wir in unserer Klinik eine Broschüre mit Selbstübungen für CMD-Patienten „Hilfe zur Selbsthilfe“, von Gabi Lura, Physiotherapeutin Bc. geschrieben herausgegeben. Sie ist über Kontakt: Christoph. Egen, Telefon 4117 gegen eine geringe Schutzgebühr von 3 € zu beziehen.

GerSCI (German Spinal Cord Injury Survey) – Erste Ergebnisse der Befragung zur Lebens- und Versorgungssituation von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland

 

Im International Spinal Cord Injury Survey (InSCI) ist Deutschland in Rahmen des German Spinal Cord Injury Survey (GerSCI) vertreten. Es wurden erstmalig Informationen zur Lebens- und Versorgungsituation von Menschen mit Querschnittlähmung in Deutschland erhoben, die bisher nicht vorlagen, jedoch essentiell für eine bedarfsgerechte Versorgung sind:
Diese Studie ist Teil des International Spinal Cord Injury (InSCI) Community Survey. InSCI liefert die epidemiologischen Nachweise für das Learning-Health-System für Rückenmarksverletzungen (LHS-SCI). InSCI und das LHS-SCI setzen sich für die Umsetzung der Empfehlungen der International Perspectives on SCI ein (IPSCI):
Die 28 teilnehmenden Länder verwendeten für die Befragung einen standardisierten Fragebogen. Die deutsche Population erhielt ca. 20 % zusätzlicher Fragen, die auf das deutsche Gesundheits- und Rehabilitationssystem abgestimmt waren. Deutschlandweit erklärten sich 8 spezialisierte Kliniken für Querschnittlähmung bereit an der Studie teilzunehmen. Mit Ihrer Hilfe konnten 5.598 Menschen mit Querschnittlähmung abgeschrieben werden.
Der Fragebogenrücklauf lag bei 30,9 %, so dass 1.479 Fragebögen in die Analysen eingeschlossen werden konnten. Die demographischen Daten zeigten ein Durchschnittsalter von 55,3 Jahren (SD=14,6) von einer zu drei Vierteln männlichen Population. Die durchschnittliche Dauer der Querschnittlähmung lag bei 13,9 Jahren (SD=12,1). Die Läsionshöhe war zu 51,2 % eine Paraplegie. Der Läsionsgrad war zu 66,3 % inkomplett. Ca. drei Viertel der Befragten hatten eine traumatische Verletzungsursache, wobei männliche Teilnehmer zu 80 % eine traumatische Verletzungsursache aufwiesen. Über die Hälfte der Befragten war verheiratet oder in einer festen Partnerschaft. Über einen Ausbildungsabschluss verfügten 69,4 % der Teilnehmenden, während 21,2 % einen Hochschulabschluss aufwiesen. Knapp drei Viertel der Befragten waren im erwerbsfähigen Alter und 42,5 % gingen zum Befragungszeitpunkt einer bezahlten Beschäftigung nach. Mehr als die Hälfte derjenigen Befragten ohne eine bezahlte Tätigkeit hatte den Wunsch zu arbeiten. In den Bereichen Aktivität und Teilhabe äußerten die Befragten, dass es für sie sehr problematisch sei Hilfe für andere zu leisten, intime Beziehungen zu führen und / oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. In puncto Gesundheitsdienstleister waren Hausärztinnen und Hausärzte gefolgt von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten die wichtigsten und am häufigsten konsultierten Berufsgruppen.
Zu den am häufigsten genannten gesundheitlichen Problemen gehörten Störungen der Sexualität und Schmerz. Obwohl mehr als die Hälfte der Befragten über eine Störung der Sexualität berichteten, konsultierten diesbezüglich lediglich 11,7 % eine Ärztin oder einen Arzt.
Umweltbarrieren, wie die fehlende oder unzureichende Zugänglichkeit von Wohnungen von Freunden und Familie sowie öffentlichen Plätzen als auch ungünstige klimatische Bedingungen machten das Leben von Menschen mit Querschnittlähmung schwieriger.
Im Januar 2019 wird der komplette Projektbericht im Repositorium der MHH-Bibliothek veröffentlicht. Weitere Publikationen der nationalen und internationalen Projektteams sind im Laufe des Jahres geplant.