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Pysychometrische Funktionen


In der klinischen Routine wird als „Schwelle“ diejenige Intensität (Reizpegel) verstanden, bei der der Patient das Signal gerade eben hört. Diese Ansicht ist wissenschaftlich allerdings unbefriedigend, da es keinen gut erkennbaren Wert gibt, ab dem das Signal „plötzlich“ für den Patienten hörbar wird. Es gibt vielmehr einen Intensitätsbereich, bei dem der Patient mehr oder weniger sicher ist, ein Signal gehört zu haben. Wenn man diesen Wertebereich genau untersucht und die Anzahl der „Ja, ich habe ein Signal gehört“ - Reaktionen misst, erhält man die individuelle psychometrische Funktion (Abb. 1). Diese psychometrische Funktion gibt an, wie die Wahrscheinlichkeit der positiven Antwort („Ja, ich habe ein Signal gehört“) von der Intensität abhängt.

Die Absolutschwelle ist also kein „fester“ Wert, sondern ein aus mehreren, quasi mehr oder weniger sicheren Angaben in Schwellennähe gemittelter Wert. Es bleibt letztlich dem Untersucher überlassen, wie er die Schwelle definiert, d.h. z.B. welchen Prozentsatz (richtiger) positiver Antworten er als Schwelle definiert.

Zusätzlich muss man bedenken, dass, selbst wenn alle Messbedingungen gleich gehalten werden können, der Patient eventuell in seiner Wahrnehmungsfähigkeit besser (Verbesserung sensorischer Faktoren) oder in seinen Entscheidungen „mutiger“ wird (Veränderung patientenbezogener Faktoren). Solche Faktoren werden die Schwellenbestimmung „unsicherer“ machen.

 


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