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Institut für Allgemeinmedizin - ProPall

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ProPall

Proaktive Palliativversorgung älterer Patienten in der letzten Lebensphase

Hintergrund

  

Die Versorgung älterer Menschen in der letzten Lebensphase rückt zunehmend in das Bewusstsein der Gesellschaft und wird weiter an Bedeutung gewinnen. Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 rund 88% der in Deutschland versterbenden Menschen älter als 75 Jahren sein werden [1].

  
Viele dieser Menschen können von einer guten Palliativversorgung profitieren, mit dem Ziel die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern oder zu erhalten [2, 3]. Eine wichtige Zielgruppe für die Weiterentwicklung der Palliativversorgung sind deshalb ältere gebrechliche Menschen mit chronischen Erkrankungen in der letzten Lebensphase [4].

Ziele

Methodik

 

 

Übergeordnete Zielsetzung des Projekts ist die Verbesserung der Palliativversorgung in der Primärversorgung durch niedergelassene Hausärzte im Verbund mit den an der Versorgung beteiligten Gesundheitsdiensten.

 

 

Teilziele von ProPall sind:

         

  die Analyse der Handlungslogiken,
    Entscheidungsprozesse und Einflussgrößen, die
    der Einleitung der allgemeinen Palliativversorgung
    in der Hausarztpraxis zugrunde liegen,

  

  die Entwicklung und Erprobung eines
    Interventionskonzepts zur Förderung einer
    proaktiven Palliativversorgung für ältere
    Patienten in der letzten Lebensphase für die
    hausärztliche Versorgungspraxis und

  

  die Evaluation des Konzepts zur Intervention

    hinsichtlich der Praktikabilität im

    Versorgungsalltag und der Verbesserung der
    Versorgungsqualität älterer Patienten in der
    letzten Lebensphase aus Sicht ihrer Angehörigen

    u.a.

  

Das Vorhaben knüpft dabei an die in der qualitativen Longitudinalstudie “End of life care for frail older patients in family practice (ELFOP)” gewonnenen Erkenntnisse an (BMBF Förderkennzeichen: 01GY1120 [4, 5]).

 

  

Patientenbeirat

  

Um eine hinreichenden Berücksichtigung der Patienten- bzw. Nutzerperspektive sicher zu stellen, ist eine beratende Begleitung des Projekts durch einen Patientenbeirat vorgesehen. Für die Mitwirkung an dem Patientenbeirat werden interessierte ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder des Seniorenbeirates der Region und Mitglieder regionaler Patienten- und Angehörigenselbsthilfegruppen angesprochen.

 

  

Literatur

  

1. Simon ST, Gomes B, Koeskeroglu P et al. Population, mortality and place of death in Germany (1950–2050) – Implications for end-of-life-care in the future. Public Health. 2012; 126: 937-946 (PubMed)

  
2. WHO. Definition of Palliative Care. 2002, www.who.int/cancer/palliative/definition/en/

  

3. Temel JS, Greer JA, Muzikansky A et al. Early palliative care for patients with metastatic non-small cell lung cancer. N Engl J Med. 2010; 363: 733-742 (PubMed)

  
4. Klindtworth K, Geiger K, Pleschberger S et al. Leben und Sterben mit Gebrechlichkeit. Qualitative Interviews mit älteren Menschen im häuslichen Umfeld. Z Gerontol Geriatr. 2017; 50(2): 151-158

  
5. Geiger G, Schneider N, Bleidorn J et al. Caring for frail older people in the last phase of life – the general practitioners’ view. BMC Palliative Care. 2016; 15: 52 (PubMed)

 

  

Projektförderung

  

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Förderung von Forschung in der Palliativversorgung“  finanziert (Förderkennzeichen 01GY1710).

Das Forschungsvorhaben ProPall ist eine Interventionsstudie mit einem Prä-Post-Design. In den einzelnen Projektphasen kommen qualitative und quantitative Verfahren der Versorgungsforschung zum Einsatz (Mixed Methods Design).

  

Das Forschungsvorhaben erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt 36 Monaten und gliedert sich in drei Hauptphasen.

  

  

Hauptphasen von ProPall sind:

  

(1) Die vorgeschaltete Ist-Analyse der
     Versorgungspraxis stützt sich auf:

  

  leitfadenorientierte Interviews mit Hausärzten,

    deren Praxismitgliedern und Schlüsselpersonen

    der für die Versorgung älterer Menschen zentralen

    Gesundheitsdienste

  

  Analyse von anonymisierten Routinedaten zum

    Patientenprofil der beteiligten Hausarztpraxen und

    ausgewählter Indikatoren (Hospitalisierung,

    Sterbeort, etc.) des Versorgungsgeschehens in

    der letzten Lebensphase sowie

  

  leitfadenorientierte Interviews mit Angehörigen

    verstorbener Patientinnen/Patienten der

    beteiligten Hausarztpraxen.

 

(2) Die Entwicklung/Anpassung und Erprobung des

     Interventionskonzepts umfasst:

  

  eine Einführungsveranstaltung für die beteiligten

    Hausärzte und Mitglieder ihres Praxisteams

  

  multidisziplinäre und einrichtungsübergreifende

    Workshops zur Entwicklung bzw. Anpassung eines

    gestuften Interventionskonzepts

  

  die Erprobung und Anpassung des

    Interventionskonzepts in den beteiligten

    Hausarztpraxen über einen Zeitraum von ca. 12

    Monaten

  

  die Begleitung der Erprobungsphase durch drei

    Workshops mit den beteiligten Hausärzten und

    Mitgliedern ihres Praxisteams sowie regelmäßige

    Praxisbesuche durch Mitglieder des Projektteams

    zur Reflexion der Umsetzungserfahrungen im

    Praxisteam.

  

(3) Evaluation der Intervention erfolgt auf der

     Grundlage:

  

  der zusammenfassenden Analyse der

    Anwendungserfahrungen

  

  der vergleichenden Analyse ausgewählter

    Qualitätsindikatoren der Versorgung am

    Lebensende (s.o.) und

  

  von Interviews mit Angehörigen verstorbener

    Patienten der beteiligten Hausarztpraxen.

  

 

 

 

 

  

  

  

 

ProPall – Kontakt

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Anschrift:

  

Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Allgemeinmedizin
Direktor: Prof. Dr. med. Nils Schneider
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover

  

  

ProPall – Projektteam

  

Institutsleitung: Prof. Dr. med. Nils Schneider, MPH

  
Projektleitung: Dr. PH Gabriele Müller-Mundt

  
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Silke Falter, M.Sc.; Fabian Tetzlaff, M.Sc.

  

  

ProPall – Projektbüro

  

Fon +49 511 532-8091

Fax +49 511 532-161088
  propalliativmh-hannover.de 

  

Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns über Ihre Nachricht. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

Das Team von ProPall: Fabian Tetzlaff, Dr. Gabriele Müller-Mundt und Silke Falter (v.l.n.r.)

Wichtige Links

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Direktor: Prof. Dr. med. Nils Schneider

  

Medizinische Hochschule Hannover
OE 5440
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

  

Fon +49 511 532-2744
Fax +49 511 532-4176

  

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