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ProGeb-Studie

 

 

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein zweijährig befristetes Forschungsprojekt mit dem Titel Prozessorientierte Betreuung und Wohlbefinden von Low-Risk-Gebärenden zugesprochen. 

 

Das Ziel des Forschungsvorhabens bestand darin, die Wirkung geburtshilflicher Interventionen auf den Geburtsverlauf von Gebärenden zu analysieren.

 

Mit einem speziell erarbeiteten Dokumentationsinstrument wurde die Annahme untersucht, dass die Dynamik des Gebärens eher von intrapartal variierenden Faktoren (Behandlungsmaßnahmen und Ereignissen während des Gebärens) und weniger von präexistierenden Faktoren (z.B. Alter, Geburtsort, Kindsgewicht oder Risikostatus) bestimmt wird. Hierfür wurden in unterschiedlich großen geburtshilflichen Abteilungen, in Geburtshäusern und bei Hausgeburten in Niedersachsen Daten erhoben. Durch die zeitbezogene Erhebung der Daten war es möglich, zu prüfen, wie sich die Anwesenheit von Hebammen und ÄrztInnen sowie intrapartale Maßnahmen und Ereignisse sowohl auf den Geburtsverlauf als auch auf das Geburtsergebnis auswirken. Damit wurde eine Analyse des Versorgungsaufwandes im Prozess des Gebärens möglich.

 

Ebenso konnten optimale Interventionszeitpunkte und –sequenzen untersucht werden. Für die Datenauswertung wurde eine speziell entwickelte Software für Längsschnittdaten verwendet.

 

Informieren Sie sich zusätzlich über:

                  

 

Auswertungen

Datensatz

Mitarbeiter/-innen

Durchführung

Publikationen

English summary

Kooperationen

 

  

   Auswertungen

 

Sarah Penz

Die Bachelorarbeit mit dem Titel "Assoziation des Erlebens des Geburtsbeginns mit dem Zeitpunkt der Regionalanalgesie" untersucht den Zusammenhang von Symptomen des Geburtsbeginns auf die zeitliche Anwendung der rückenmarksnahen Regionalanalgesie bei Erstgebärenden. Ziel ist es, vermehrt die Sichtweise der Frau in die Erforschung von Geburtsschmerzen miteinzubeziehen.

 

 

Antje Petersen

Die Dissertationsarbeit „Reihenfolge von Amniotomie, Oxytocin und PDA während des Gebärens und Diskussion geburtsrelevanter Risiken in Hinblick auf die Anwendung von Interventionen“ beschreibt die Reihenfolge der drei im Titel erwähnten Interventionen. Dies erfolgt anhand longitudinaler Methoden wie Kaplan-Meier Schätzungen mit kompetitiven Risiken und Cox-Regressionen zur Analyse der intrapartalen Intervalle bis zu der ersten und zwischen den Interventionen sowie der Muttermundsweite. Weiterhin werden Risikofaktoren für die Durchführung der Interventionen analysiert.
Ziel dieser Arbeit ist, eine Annäherung an die Analyse von Interventionskaskaden.

 

Lea-Marie Köhler

Vergleich von klinischer und außerklinischer Geburtshilfe

 

Agnes Sinzenich

Vergleich des Applikationsverhaltens des geburtshilflichen Periduralanalgesie in niedersächsischen Kliniken

 

   Datensatz

 

 

Nach Überprüfung der Ausschlusskriterien besteht das Studiensample aus 4438 Geburtsverläufen.

 

  Mitarbeiterinnen

 

 

 

Prof. Dr. Mechthild Groß

Leiterin

 

Medizinische Hochschule Hannover                             

Frauenklinik OE 6410

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

Telefon   0511 532 6116  

Gross.Mechthild@mh-hannover.de

 

 

Antje Petersen

Doktorandin

 

 

Medizinische Hochschule Hannover                             

Frauenklinik OE 6410

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

Telefon 0511 532 6985

 

 

 

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  Durchführung            

 

Teilnehmerinnen und Stichprobe

  • In die Untersuchung wurden alle Einlingsschwangeren in Schädellage am Termin (>34 SSW) einbezogen, die eine vaginale Geburt anstrebten.

 

Pilotphase

  • An der Pilotphase, vom 01.02. bis 28.02.2005, nahmen fünf Kliniken und drei Hausgeburtshebammen teil. Nach der Hälfte der Erhebungszeit trafen wir uns mit den Teilnehmerinnen zu einem Erfahrungsaustausch. Dabei ging es neben der Weitergabe von Informationen zum Projekt, vor allem auch um einen persönlichen Kontakt zwischen den teilnehmenden Hebammen untereinander und mit dem Studienteam. Besonders hilfreich waren für uns die Verbesserungsvorschläge bezüglich der Gestaltung der Dokumentationsbögen. Nach dem Ende der Pilotphase wurden die Bögen überarbeitet, neu gedruckt und mit weiterem Informationsmaterial an alle Studienteilnehmer versandt.

 

Hauptphase

  • Für die Studie wurden alle geburtshilflichen Abteilungen in Niedersachsen sowie alle Geburtshäuser und Hausgeburtshebammen angeschrieben. In den Kliniken erhielten die Abteilungsleiter und die leitende Hebamme ein entsprechendes Schreiben. An der Hauptphase nahmen 47 Kliniken, 14 Geburtshäuser und 35 Hausgeburtshebammen teil. Die Haupterhebungsphase begann am 1.4.2005 und dauerte in den Kliniken bis zum 30.9.2005, die außerklinisch tätigen Hebammen erfassten Geburtsverläufe (wegen der geringeren Geburtenzahlen) bis zum 31.3.2006.

 

Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen

  • Da die Kliniken über etablierte Kontakte zum Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ, www.zq-aekn.de), einer Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen, verfügen, wurden die geburtshilflichen Einrichtungen von hier aus angeschrieben. Die Adressen der außerklinisch tätigen Hebammen wurden in Gesundheitsämtern, Hebammenpraxen und Geburtshäusern erfragr.
  • Das Datenmanagement wurden im ZQ durchgeführt. Die Daten werden dahingehend anonymisiert, dass zu keinem Zeitpunkt des Projektes anhand der erfassten Items eine Identifikation der Schwangeren/des Kindes ohne großen Aufwand und Hinzuziehung weiterer Datenquellen möglich ist. Ferner werden im Rahmen des Datenmanagements die organisatorischen und technischen Regelungen zur Datensicherheit und Datensicherung im ZQ umgesetzt.

 

Teilprojekt 1: Hebammenschulen

  • Ein Teilprojekt der ProGeb-Studie gestaltete sich in Zusammenarbeit mit einigen niedersächsischen Hebammenschulen. Wir freuten uns ganz besonders über die Bereitschaft der Hebammenschülerinnen dieser Schulen in den angeschlossenen Ausbildungseinrichtungen eine retrospektive Vollerhebung aller in Frage kommenden Geburten anzustreben. So wurde der Datensatz um 2794 Geburtsverläufe erweitert

 

Teilprojekt 2: Geburtshilfliche Abteilungen

  • 41 Kliniken nahmen an der prospektiven Erfassung von Geburtsverläufen teil. Im weiteren Verlauf erfolgten zahlreiche Plausibilitätskontrollen, um die zum Ziel gesetzte hohe Anforderung an die Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten zu erfüllen. Nach Bereinigung der Daten ergab sich ein prospektives Sample von 1170 Fällen.

 

Teilprojekt 3: Außerklinische Geburtshilfe

  • Die Erhebung von außerklinischen Geburtsverläufen erstreckte sich über einen Zeitraum von einem Jahr. In dieser Zeit wurden 490 Geburten dokumentiert. Nach dem gleichen Vorgehen wie bei den prospektiv dokumentierten Klinikgeburten wurden 475 Fälle in die weiteren Analysen einbezogen.

 

 

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  Publizierte Paper der ProGeb-Studie

 

Köhler LM Petersen A Vaske B Gross MM. Vergleich von klinischer und außerklinischer Geburtshilfe in Niedersachsen. Z Geburtshilfe Neonatol 2011; 215 (S1): E10

 

Petersen A Penz SM Brendel K Gross MM. Erleben des Geburtsbeginns und Regionalanalgesie. Z Geburtshilfe Neonatol 2011; 215 (S1): E11

 

Petersen A Ayerle GM Frömke C Hecker H Gross MM. The timing of interventions during labour: descriptive results of a longitudinal study. Midwifery 2010, doi:10.1016/j.midw.2010.10.017


Gross MM Burian RA Froemke C Hecker H Schippert C Hillemanns P. Onset of labour: Women’s experiences and midwives’ assessment in relation to first stage duration. Arch Gynecol Obstet 2009; 280: 899-905
       
Ayerle GM Hecker H Frömke C Hillemanns P Groß MM. Zusammenhänge zwischen Anwesenheit der Hebamme, Interventionen und dem Outcome der Geburt. Z Geburtshilfe Neonatol 2008; 212: 176-182

Gross MM Schwarz C Burian RA Keirse MJNC Hecker H. Midwifery teams differ in their opinions regarding study participation. Birth Issues 2007; 15: 77- 82

 

 Publizierte Poster zur ProGeb-Studie:

 

Petersen A Poetter U Hillemanns P Gross MM. Modelling the cascade of interventions. J Perinat Med. 2009; 37 (S1): 655–721. ISSN (Online) 1619-3997, ISSN (Print) 0300-5577, DOI: 10.1515/JPME.2009.655, /October/2009

Petersen A Poetter U Hillemanns P Gross MM. Are there any factors predicting amniotomy as the first intervention during labor? J Perinat Med. 2009; 37 (S1): 655–721. ISSN (Online) 1619-3997, ISSN (Print) 0300-5577, DOI: 10.1515/JPME.2009.655, /October/2009

Petersen A Poetter U Hillemanns P Gross MM. Predisposing factors for oxytocin augmentation as the first intervention during labor. J Perinat Med. 2009; 37 (S1): 655–721. ISSN (Online) 1619-3997, ISSN (Print) 0300-5577, DOI: 10.1515/JPME.2009.655, /October/2009

Petersen A Poetter U Hillemanns P Gross MM. Epidural analgesia as the first intervention during labor is associated with a risk profile in pregnant women. J Perinat Med. 2009; 37 (S1): 655–721. ISSN (Online) 1619-3997, ISSN (Print) 0300-5577, DOI: 10.1515/JPME.2009.655, /October/2009

Petersen A Drobnič Hillemanns P Gross MM. Der Interventionskaskade auf der Spur - Wie lange dauern die Intervalle zwischen Geburtsbeginn, intrapartalen Interventionen und der Geburt? Z Geburtshilfe Neonatol 2009; 213: S9

Gross MM Hecker H Frömke C Hillemanns P. The timing of amniotomy, oxytocin and epidural and its association to labor duration and mode of birth. Am J Obstet Gynecol 2007; 197: 101

Gross MM Hecker H Frömke C Ayerle G Hillemanns P. Dynamische Zusammenhänge zwischen präexistenten und intrapartalen Faktoren und dem Geburtsverlauf in Eröffnungs- und Austreibung bei Erstgebärenden – Ergebnisse der niedersächsischen ProGeb-Studie. Z Geburtshilfe Neonatol 2007; 211: 118

Nowotzek A Hecker H Hillemanns P Groß MM. Vergleich zwischen geburtshilflich-anästhesiologischen Klinikprofilen in Niedersachsen und anästhesiologischen Angaben in der ProGeb-Studie. Geburtsh Frauenheilkd 2007; 68: 906

Ayerle G Hecker H Frömke C Gross MM. Associations between midwife presence during labour, intrapartum interventions, and outcomes. 4th World Congress on Developmental Origins of Health & Disease (DOHaD) 2006, Utrecht, 13.-16.09.2006 Early Human Development 2006; 82: 532

Burian RA Frömke C Schippert C Groß MM (für das ProGeb-Team). Welche präexistierenden Faktoren bestimmen die Dauer der Eröffnungsphase? 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Berlin 19.-22.09.2006 Geburtsh Frauenheilkd 2006; 66: 107

Frömke C Groß MM Hecker H. Darstellung von zeitkonstanten und zeitabhängigen Interventionen auf den Geburtsverlauf in Übergangsmodellen. 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Leipzig, 10.-14.09.2006. Löffler M, Winter A (Hrsg.). GMDS e.V., Programm- und Abstractband, Leipzig: Jütte-Messedruck Leipzig GmbH, 2006, S. 357

Groß MM Frömke C Schippert C Wenzlaff P Hecker H Hillemanns P (für das ProGeb-Team). Intrapartale Einflussfaktoren des Gebärens in einer niedersächsischen Kohortenstudie (ProGeb-Studie). 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Berlin 19.-22.09.2006 Geburtsh Frauenheilkd 2006; 66: 187

Gross MM Schwarz CH Hecker H. Recruiting midwives for a multicentre cohort study. XX. European Congress of Perinatal and Neonatal Medicine, Prag, 24.-27.05.2006. J Matern Fetal Neonatal Med 2006; 19: 143

Groß MM Wenzlaff P Haeseler G Hecker H Schneider M. Geburtshilflich-anästhesiologische Klinikprofile in Niedersachsen. 22. Deutscher Kongress für Perinatale Medizin, Berlin 01.-03.12.2005 Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209: S104

Groß MM Stahl K Wenzlaff P Rätz S Hecker H. Wie lange dauern Geburtsverläufe? 22. Deutscher Kongress für Perinatale Medizin, Berlin 01.-03.12.2005  Z Geburtshilfe Neonatol 2005; 209: S87

Übersichtsarbeit:
Köhler LM Groß MM. Außerklinische Geburt – eine gefährliche Sache? HebammenForum 2010; (10): 830-835 (nicht peer reviewed)

 

  English summary

 

 

Grant of the German Research Council: Process-centred care and wellbeing during low-risk-childbirth

 

This proposal aims to investigate the effects of obstetric interventions on the course of labour and on maternal wellbeing during labour in low-risk women. With an instrument that is to be designed especially for this purpose complemented with data from the women themselves we aim to examine the hypothesis that the dynamics of labour are determined more by intrapartum variables than by pre-existent factors, such as parity, place of birth, or infant birthweight.

The first phase of the project will be devoted to the collection of accurately timed intrapartum data from a number of hospitals, birth centres and home births in the state of Lower Saxony. These will be analysed longitudinally taking into account both potential interactions between various factors and classical obstetric outcome parameters. Specially designed software for longitudinal data will be utilized to analyse the multiple episode data.

  

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   Kooperationen          

    

Universität Bamberg

Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften