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Phagiediagnostik (Untersuchung von Schluckstörungen)


Zur genaueren Diagnostik einer Schluckstörung ist möglicherweise eine endoskopische Untersuchung der oberen Schluckstraße vorgeschlagen worden. Diese Untersuchung soll uns ermöglichen, die für den Patienten effektivste Behandlungsmethode wählen zu können.

Bei der Untersuchung wird ein biegsames optisches Instrument (das Endoskop) durch die Nasenhöhle in den Nasenrachen und weiter in den Schlund vorgeschoben. In speziellen Fällen wird dieses Verfahren kombiniert, dass

• am Mundboden von außen Elektroden zur Ableitung eines Oberflächen-EMG’s aufgeklebt werden
• eine Sonde ebenfalls durch die Nasenhaupthöhle bis in die Speiseröhre eingeschoben wird; dies ermöglicht eine Druckmessung in den verschiedenen Abschnitten der oberen Schluckstraße
• Drucksonden auf die Zunge gelegt werden.

Die Untersuchung selbst kann als unangenehm empfunden werden. Bei Bedarf bzw. falls die Patientin / der Patient es wünschen, erhalten er / sie ein Beruhigungsmittel, außerdem wird die Nase und der Rachen ggf. zusätzlich örtlich mit einem Spray betäubt.
Trotz großer Erfahrung und äußerster Sorgfalt können in seltenen Fällen körperliche Besonderheiten (z.B. einer Spornbildung der Nasenscheidewand) oder technische Probleme (z.B. Störungen des Endoskops) dazu führen, dass die Untersuchung nicht vollständig gelingt oder sogar wesentliche Befunde übersehen werden. Je nach Ausmaß der Erkrankung sind dann eine Wiederholung der Endoskopie oder ein anderes Untersuchungsverfahren erforderlich.
In manchen Fällen können Erkrankungen der oberen Schluckstraße auch durch bildgebende Verfahren wie Kernspintomogramm, Computertomographie oder Röntgendurchleuchtung erkannt werden. Diese Verfahren sind in der Regel weniger unangenehm, weisen jedoch z.T. eine Belastung mit Röntgenstrahlen auf.

Die Endoskopie, so wie skizziert, ist heutzutage ein risikoarmes Routineverfahren. Dennoch kann es trotz größter Sorgfalt in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen, die in Ausnahmefällen auch lebensbedrohlich sein können.

Vor der Spiegelung sollten Medikamente nur in Absprache mit dem Arzt verwendet werden.

Typischerweise ist die Untersuchung ambulant geplant. Deshalb ist es wichtig, dass die Patienten sich abholen lassen.


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