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Pflege von Angehörigen

Die Pflege von Angehörigen ist eine kraft- und zeitraubende Aufgabe, die von immer mehr Menschen übernommen wird - häufig zusätzlich zu weiteren familiären und beruflichen Herausforderungen.

 

Die MHH möchte Ihre Beschäftigten bei diesen Herausforderungen unterstützen. Dazu finden Sie auf dieser Seite viele nützliche Tipps und Informationen rund um das Thema "Pflege von Angehörigen". Wir stellen Ihnen Material für den Notfall, aber auch für die langfristige Organisation einer Pflege zur Verfügung. Sollten Sie Fragen haben oder wünschen Sie eine persönliche Beratung, kontaktieren Sie uns!

  Checkliste im akuten Pflegefall

Was ist im Notfall zu erledigen?

 

Es geschieht plötzlich und unerwartet - ein Familienmitglied erleidet einen gesundheitlichen Zusammenbruch und ist bis auf weiteres ein Pflegefall. Was nun? Wer ist zu informieren? Was muss ich tun? Für diesen Ernstfall soll die folgende Checkliste für den akuten Pflegefall eine Hilfestellung sein. Sie finden hier kurze Erstinfomationen auf einer Seite zusammengefasst.

 

 

 

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  Leitfaden für pflegende Angehörige

Tipps für MHH-Beschäftigte mit Pflegeverantwortung

 

Unser Leitfaden für pflegende Angehörige soll eine Hilfestellung für Beschäftigte der MHH sein, die neben ihrer Erwerbstätigkeit Angehörige pflegen. Die Broschüre wurde überarbeitet und ist seit Dezember 2015 in der aktualisierten Fassung erhältlich.

 

Wir senden Ihnen auch gerne ein Exemplar zu.

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  Beratungen intern

Beratungsangebot des Gleichstellungsbüros

 

Was tun, wenn Angehörige pflegebedürftig werden? Erstinformationen zu diesem Thema können Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch im Gleichstellungsbüro erhalten.

 

Unsere Kontaktdaten erhalten Sie hier.

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  Rechtliches

Pflegezeitgesetz

 

Das Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz) ist am 1. Juli 2008 als Artikel 3 des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes in Kraft getreten. Ziel der Pflegezeit ist es, den Arbeitnehmer/inne/n zu ermöglichen, sich für eine begrenzte Zeitdauer ohne Entgeltfortzahlung von der Arbeit freistellen zu lassen oder in Teilzeit zu arbeiten, um pflegebedürftige Angehörige zu betreuen und zu versorgen. Das Arbeitsverhältnis ist durch die Pflegezeit nicht gefährdet, da für die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer ein Sonderkündigungsrecht besteht. Die maximale Pflegezeit beträgt sechs Monate. Zur Kompensation von Verdiensteinbußen besteht Anspruch auf ein zinsloses Darlehen (Quellen: BMFSFJ und "Wege zur Pflege" )

 

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Familienpflegezeitgesetz

 

Die 10 wichtigsten Fragen & Antworten zur Familienpflegezeit beantwortet die Informationsbroschüre für Beschäftigte, Arbeitgeber/innen können sich in der Broschüre für Unternehmen informieren.

 

Das Familienpflegezeitgesetz setzt für Arbeitgeber/innen einen Anreiz, durch einen Entgeltvorschuss das Einkommen von Beschäftigten aufzustocken, die wegen der Pflege einer/s nahen Angehörigen für einen Zeitraum von maximal 24 Monaten ihre Arbeitszeit auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren. Dadurch wird das Einkommen nur halb so stark reduziert wie die Arbeitszeit. Wenn beispielsweise Vollzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit von 40 auf 20 Wochenstunden verringern, um Angehörige zu pflegen, erhalten sie ein Gehalt von 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens.

 

Zum Ausgleich müssen sie nach Beendigung der Familienpflegezeit wie­der voll arbeiten, bekommen dann aber zunächst weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts - so lange, bis die durch den Vorschuss vorab vergütete Arbeitszeit nachge­arbeitet ist. Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber kann den Vorschuss durch ein Bundesdarlehen des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zinslos finanzieren.Das Ausfallrisiko, das durch Tod oder Erwerbsunfähigkeit der Pflegeperson entstehen kann, ist durch eine vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zertifizierte Familienpflegezeitversicherung abzudecken. Auch hier besteht die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen zu beantragen, um Verdiensteinbußen auszugleichen. (Quellen: BMFSFJ und "Wege zur Pflege")

 

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Die Pflegestärkungsgesetze

Die Bundesregierung verabschiedete mit dem am 01.01.2015 in Kraft getretenen Pflegestärkungsgesetz I den ersten Teil von zwei geplanten Gesetzen. Das erste Pflegestärkungsgesetz vergrößert den Leistungsumfang für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Es gibt nun u.a. mehr Pflegegeld und höhere Sätze für Kurzzeit- und Verhinderungspflege, sowie für den behindertengerechten Wohnungsumbau. Auch unterschiedliche Leistungsarten in der Pflege sind nun flexibler miteinander kombinierbar. Ausführlichere Informationen gibt es in der folgenden Broschüre: Pflegestärkungsgesetze

 

Das Pflegestärkungsgesetz II soll den Pflegebegriff neu definieren und die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzen. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit soll künftig nicht mehr zwischen körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen unterschieden werden. Ausschlaggebend wird dann der Grad der Selbstständigkeit sein: was kann jemand noch alleine und wo benötigt er oder sie Unterstützung?  Das Pflegestärkungsgesetz tritt zum 01.01.2017 in Kraft. Personen, die bereits eine Pflegestufe erhalten haben, müssen nicht selbst tätig werden, um einen Pflegegrad zugewiesen zu bekommen. Menschen mit körperlichen Einschränkungen werden automatisch von der bisherigen Pflegestufe in den nächsthöheren Pflegegrad eingeordnet - beispielsweise von der Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 2.  Menschen mit Demenzerkrankungen werden zwei Pflegegrade höher im Vergleich zur vorherigen Pflegestufe zuerkannt. (Quelle: BMG)

Betreuungsrecht / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht

 

Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, wichtige Fragen nicht mehr selbst beantworten zu können. Für diesen Fall sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Angehörigen oder Ihrem Angehörigen Regelungen im Betreuungsfall, zur Patient/inn/enverfügung und zur Vorsorgevollmacht treffen und von einer Notarin oder einem Notar aufsetzen. Tipps, Formulare und Textbausteine können Sie auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums finden.

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  Veranstaltungen intern

Stammtisch für pflegende Angehörige

 

Das Gleichstellungsbüro bietet seit Januar 2016 einen regelmäßigen Stammtisch für Beschäftigte und Studierende der MHH an, die familiäre Pflegeaufgaben übernommen haben.

Das nächste Treffen findet am 27. September 2017 von 16.00 bis 17.30 Uhr statt. (Raum 3240/ SO - Konferenzraum im TPFZ)

Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie! Eine Anmeldung ist für unsere Organisation hilfreich. Sie können aber gern auch spontan vorbei kommen. Es besteht außerdem die Gelegenheit, sich die überarbeitete Informationsbroschüre für pflegende Angehörige des Gleichstellungsbüros anzuschauen und mitzunehmen.

Fortbildung "Pflege von Angehörigen"

 

Das Gleichstellungsbüro der MHH bietet seit 2010 halbjährlich eine Fortbildung zum Thema "Pflege von Angehörigen" an. In dieser Veranstaltung erfahren Sie

  • vom Personalmanagement der MHH, welche Optionen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bestehen,
  • von der Gesetzlichen Krankenkasse, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen können,
  • von der Deutschen Rentenversicherung, wie Sie die Pflege einer/eines Angehörigen in Ihrem eigenen Rentenkonto gutschreiben lassen können und
  • welche Besonderheiten bei der Pflege einer/eines Angehörigen mit Demenz auftreten können.

Informationen zu den Terminen finden Sie im Qualifizierungsprogramm der MHH oder hier. Bitte melden Sie sich über die WeiterbildungsAkademie oder wenn Sie Student/in sind, direkt im Gleichstellungsbüro an. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

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Termine

 

Für jede Veranstaltung "Pflege von Angehörigen" stehen 20 Plätze zur Verfügung. Der nächste Termin findet am 02. November 2017 von 13.00 bis 18.00 Uhr statt. Bitte melden Sie sich über die WeiterbildungsAkademie an.

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  Veranstaltungen extern

Angebote in der Stadt Hannover

 

Aktuelle Veranstaltungen für Senioren, Pflegebedürftige und deren Angehörige in der Stadt und Region Hannover erhalten Sie auf der Internetseite der Seniorenberatung Hannover.

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  Wissenswertes / Artikel

Pflege-Report der DAK für 2015

Die Deutsche Angestelltenkrankenkasse hat nun ihren Pflege-Report für das Jahr 2015 veröffentlicht. Dieser Report legt den Schwerpunkt auf die aktuelle Situation in der häuslichen Pflege. Folgende Fragen werden im Report beantwortet:

  • Wer übernimmt die Pflege?
  • Wer wird gepflegt?
  • Wie geht es den pflegenden Angehörigen?

Entlastung für die Seele – Ein Ratgeber für pflegende Angehörige

 

Der von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) gemeinsam entwickelte Ratgeber "Entlastung für die Seele - Ein Ratgeber für Pflegende Angehörige" gibt den pflegenden Angehörigen einen umfassenden Überblick über die Ursache von möglichen Beschwerden und zeigt Auswege auf.

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Das Pflegetagebuch

 

Mit dem Pflegetagebuch können Sie sich einen Überblick über den täglichen Zeitaufwand für pflegerische und hauswirtschaftliche Unterstützung Ihrer Angehörigen oder Ihres Angehörigen verschaffen. Diese Dokumentation ist ein gutes Hilfsinstrument z.B. für die Einstufung in eine Pflegestufe. Das Pflegetagebuch sollte über zwei Wochen geführt werden. Im Internet finden Sie dazu verschiedene Vorlagen und Broschüren. Wir stellen Ihnen hier einen einfach Vordruck für ein Pflegetagebuch von Friedhelm Henke zur Verfügung. (Quelle: www.carelounge.de)

 

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  Links / Adressen

  Kontakt / Ansprechpersonen

 

Medizinische Hochschule Hannover

Gleichstellungsbüro, OE 0013

Gebäude K27, Ebene 01, Räume 1070 bis 1110

 

Dr. Bärbel Miemietz, Gleichstellungsbeauftragte

Tel: 0511 532-6501, E-Mail: gleichstellungmh-hannover.de

 

Andrea Kroß, Mitarbeiterin Arbeitsschwerpunkt pflegende Angehörige

Tel: 0511 532-6502, E-Mail: familienauditmh-hannover.de

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