SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Digitale Pathologie

                                  

Forschungsschwerpunkt Digitale Pathologie

Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Digitale Pathologie ist die Entwicklung innovativer Analyseverfahren für mikroskopische Bilddaten zur Anwendung in der translationalen Biomarkerforschung. „Translationale Forschung“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Bildanalyse auf der Basis experimenteller, präklinischer Ergebnisse entwickelt wird und dann auf die praktische Anwendung in Biopsien von Patienten, zum Beispiel in klinischen Studien, optimiert wird.

Das Ziel ist es dabei, die Grenzen der herkömmlichen Auswertung von diagnostisch relevanten Gewebemarkern durch moderne Verfahren der Analyse digitalisierter mikroskopischer Bildern zu erweitern und für eine bessere und zielgerichtete Therapie von Patienten nutzbar zu machen. In fachübergreifender Zusammenarbeit mit Spezialisten in der Bildanalyse aus anderen Bereichen (wie z.B. Geowissenschaften) und Mathematikern (z.B. systembiologische Ansätze zur mathematischen Modellierung biologischer Prozesse) wird die automatisierte Erkennung von funktionell oder diagnostisch relevanten Objekten in mikroskopischen Bildern in die Auswertung von klinischen Daten und sogenannten „molekulare Profilen“ (z.B. umfassende Untersuchungen der Genexpression oder von DNA – Veränderungen) integriert.

Die konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen konzentrieren sich derzeit auf die Interaktion zwischen Immunzellen und deren Zielstrukturen im Gewebe. Laufende Projekte beschäftigen sich mit der Frage, wie sich immunologische Wechselwirkungen von Immunzellen mit Krebszellen oder mit „körperfremdem“ Gewebe einer Spenderniere nach Organtransplantation mit komplexen Bildverarbeitungsalgorithmen besser charakterisieren lassen. Die digitale Pathologie bietet dabei neue Perspektiven der fachübergreifenden Zusammenarbeit und reicht über die in der Neuropathologie naheliegenden Fragestellungen zu Hirntumoren und Entzündungen des Nervensystems hinaus.

Derzeitige Kooperationen mit klinisch und diagnostisch tätigen Kollegen innerhalb und außerhalb der MHH dienen vor allem der Verbesserung der Diagnostik und Behandlung von nierentransplantierten Patienten, sowie einem besseren Verständnis von entzündlichen Veränderungen bei der Entstehung und Behandlung von Brustkrebs. Die AG Digitale Pathologie ist offen für neue Kooperationen und bietet vielfältige Möglichkeiten der interdisziplinären medizinischen Forschung. So haben z.B. so verschiedene medizinische Bereiche wie Nephrologie und Tumorimmunologie die Gemeinsamkeit, dass in beiden Fällen die quantitative Erfassung von Immunzellen im Kontext des umgebenden Gewebes von besonderer klinischer Relevanz ist.

Die Erfahrung in der präklinischen und klinischen Biomarkerforschung sowie die hier entwickelten Analyseverfahren in der digitalen Pathologie erweitern die diagnostischen Möglichkeiten und unterstützten die Entwicklung neuer Konzepte der von Biomarkern geleiteten zielgerichteten Therapien.

 

 

Leitung:                      Prof. Dr. Friedrich Feuerhake

Mitarbeiter:                Valery Volk  PhD, Marcela Francozo  PhD, Nicole Krönke

 

Offene Stellen:          Forschungspraktika

 

Links:                        http://www.sysim.it/