SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Institut für Neurophysiologie

Kommissarische Leitung Prof. Dr. rer. nat. Theresia Kraft

Anschrift:

Medizinische Hochschule Hannover

Institut für Neurophysiologie, OE 4230

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

Germany

Gebäude: I3, Block: 3, Ebene: 3 (Lageplan der MHH)

Leitung (kommissarisch):

Professorin Dr. rer. nat. Theresia Kraft

Tel. 0511-532-6396/6397 u. 2734

E-Mail: Kraft.Theresiamh-Hannover.de

Sekretariat:

n. n.

Tel. +49 511 532-2777, Fax. +49 511-2776

E-Mail:

 

Forschungsprofil

 

 

Das Institut für Neurophysiologie verfolgt drei wesentliche Forschungsschwerpunkte.

 

Ein zentrales Forschungsgebiet des Instituts ist die funktionelle Bedeutung von Serotoninrezeptoren bei der Regulation von physiologischen und pathologischen Prozessen in Zentralnervensystem (ZNS) und anderen Organen (z.B. Haut und Niere). Im Mittelpunkt steht dabei die molekulare Analyse komplexer Signalwege, sowie die funktionelle Bedeutung von Protein-Protein Interaktionen für die Regulation verschiedener Signalkaskaden auf Einzelzell-Ebene und innerhalb von Zellverbänden mit dem Ziel die Zusammenhänge zwischen normaler und pathologischer Entwicklung im Rahmen neuronaler Störungen und neurodegenerativer Erkrankungen aufzudecken. Ein wichtiger methodischer Schwerpunkt ist die quantitative molekulare Multifluoreszenz-Mikroskopie und -Spektroskopie. Hierfür wurden von uns neue Messmethoden und analytische Modelle für einige innovative Techniken wie Förster Resonance Energy Transfer (FRET), Einzel-Zell- FRET, Fluorescence Life-Time Imaging (FLIM) und Total internal reflection (TIRF) Mikroskopie entwickelt. Als Modellsysteme werden verschiedene Zelllinien, Primärkulturen, sowie Schnittpräparationen aus knock-out, knock-in und transgenen Mausmutanten verwendet. Hinzu kommen in vivo Studien an genetischen Tiermodellen der Maus und Ratte.

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung physiologischer Prozesse an Epithelzellen der Niere und des Gastrointestinaltrakts. Dabei werden die molekularen Mechanismen der Transport- und Signalvorgänge an biologischen Membranen erforscht, wobei die Familie der CLC Anionenkanäle und Transporter im Mittelpunkt steht.

 

Die Untersuchungen werden auf zellulärer Ebene durchgeführt und basieren auf einer Vielzahl biochemischer, mikroskopischer und elektrophysiologischer Methoden. Ziel der Forschung ist einerseits die Aufklärung molekularer Pathomechanismen von hereditären Erkrankungen (z.B. Bartter-Syndrom), die durch genetische Mutationen in CLC Proteinen verursacht werden, und andererseits das Verständnis der Rolle der CLC-abhängigen endosomalen Ansäuerung für die Aufnahme und Aktivierung bakterieller Toxine.

 

Als dritten Schwerpunkt unserer Forschung haben wir die elektrophysiologische und mikroskopische Charakterisierung von Kardiomyozyten nach Differenzierung aus humanen embryonalen Stammzellen oder induzierten pluripotenten Stammzellen aus Hautfibroblasten etabliert. In intensiver Kooperation mit dem Institut für Molekular- und Zellphysiologie und der MHH-Exzellenzinitiative DFG, Exzellenzcluster REBIRTH untersuchen wir u.a. die Mechanismen, die der Familiären Hypertrophen Kardiomyopathie (FHC) zugrunde liegen. Wir versuchen die Auswirkungen krankheitsverursachender Mutationen im beta-Myosin Motorprotein und den Pathomechanismus der Entwicklung des Krankheitsbildes zu verstehen. In weiteren Projekten unterstützen wir mit unseren mikroskopischen und elektrophysiologischen Methoden die stammzellbasierte Entwicklung künstlicher Herzgewebe durch Charakterisierung des Kardiomyozyten-Phenotyps sowohl in dissoziierten Zellkulturen als auch im künstlichen Gewebe.