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Institut für Neurophysiologie

  • Leitung Prof. Dr. Christian Wahl-Schott

     

     

    Anschrift:

     

    Medizinische Hochschule Hannover

    Institut für Neurophysiologie, OE 4230

    Carl-Neuberg-Str. 1

    30625 Hannover

    Germany

     

    Tel. +49 511 532 5544

    Gebäude: J3, Block: 3, Ebene: 3, Raum: 3080

    Lageplan der MHH

     

     

    Sekretariat:

     

    Ruth Thiemann-Herrel

    Tel. +49 511 532 5543, Fax. +49 511 532 2776

    E-Mail: Herrel.Ruthmh-hannover.de

Forschungsprofil

 

Der Forschungsschwerpunkt des Instituts für Neurophysiologie besteht in Arbeiten zur Aufklärung von physiologischen Funktionen von Ionenkanälen und Rezeptoren sowie deren makromolekularen regulatorischen Signalgebungsnetzwerken. Das Ziel, der am Institut durchgeführten Arbeiten, ist ein besseres Verständnis von zentralen Fragestellungen der Neurophysiologie sowie der Herz- und Gefäßphysiologie.  

Die von uns untersuchten Ionenkanäle spielen eine essentielle Rolle für den kontrollierten Ionenfluss über Zellmembranen und damit für zentrale biologische Funktionen, wie die Muskelkontraktion, Hormonsekretion, Neurotransmitterfreisetzung, Detektion von sensorischen Reizen sowie deren Weiterleitung und Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem. In nicht erregbaren Zellen steuern sie über lokalisierte Ionentransienten zelluläre Schlüsselprozesse wie die Genexpression, die Proliferation sowie intrazelluläre vesikuläre Transportprozesse. Die untersuchten Ionenkanäle sind damit für die globale zelluläre Homöostase grundlegend wichtig. Dementsprechend führen funktionsrelevante Veränderungen der von uns untersuchten Kanäle und deren Regulation zu einer Vielzahl von Erkrankungen. Zu diesen gehören häufige Volkskrankheiten wie Atherosklerose und zahlreiche Herzerkrankungen, Hyperlipoproteinämie und nichtalkoholische Fettleberhepatitis sowie verschiedene Formen der Epilepsie. Hinzu kommen seltenere Erkrankungen, wie die angeborene stationäre Nachtblindheit und das Ebola-Fieber. Ziel unserer Arbeiten ist die Aufklärung von Entstehungsmechanismen dieser Erkrankungen, insbesondere von Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems bei Fehlfunktion bzw. Fehlen bestimmter Ionenkanäle. Schließlich stellen die von uns untersuchten Ionenkanäle außerordentlich interessante Drug Targets dar, für die wir neue Agonisten oder Antagonisten suchen und entwickeln. 

Die von uns untersuchten Rezeptoren gehören überwiegend zur Klasse der Serotoninrezeptoren. Uns interessiert hierbei insbesondere die Rolle dieser Rezeptoren für physiologische und pathologische Prozesse im Zentralnervensystem (ZNS) und in spezifischen Organen wie z.B. der Haut, dem Herz, der Niere und dem Immunsystem. Im Mittelpunkt steht dabei die molekulare Analyse komplexer Signalwege, sowie die funktionelle Bedeutung von Protein-Protein Interaktionen für die Regulation verschiedener Signalkaskaden auf Einzelzell-Ebene und innerhalb von Zellverbänden. Unser  Ziel ist die Zusammenhänge zwischen normaler und pathologischer Entwicklung im Rahmen neuronaler Störungen und neurodegenerativer Erkrankungen aufzudecken.  

Wichtige methodische Schwerpunkte sind elektrophysiologische Verfahren, die wir von der subzellulären Ebene einzelner Organellen (endo-lysosomale Vesikel, Mitochondrien), der Einzelzellebene (isolierte Neurone, Kardiomyozyten), der Ebene von Gewebeverbänden (akute Hirnschnittpräparationen, Sinusknotenexplantate, atriale Präparationen), der Organebene bis zur in vivo Ebene (EKG oder EEG Telemetrie im Tiermodell) einsetzen um physiologische Funktionen und Krankheitsmechanismen umfassend zu charakterisieren. Weiterhin setzen wir für unsere Arbeiten modernste Mikroskopieverfahren ein, wie die quantitative molekulare Multifluoreszenz-Mikroskopie und -Spektroskopie. Hierfür wurden von uns neue Messmethoden und analytische Modelle für einige innovative Techniken, wie Förster Resonance Energy Transfer (FRET), Einzel-Zell-FRET, Fluorescence Life-Time Imaging (FLIM) und Total internal reflection (TIRF) Mikroskopie entwickelt. Darüber hinaus stellt die intravitale Bildgebung mittels der Multiphotonenmikroskopie ein wesentliches Werkzeug zur Bearbeitung der wissenschaftlichen Fragestellung dar. 

© Neurophysiologie

Alle Angaben ohne Gewähr!   V.i.S.d.P. Prof. Dr. Christian Wahl-Schott

Letzte Änderung 07.06.2019