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Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Informationen zum Klinik-Neubau

Die neue MHH entsteht am Stadtfelddamm

Neu bauen – und dann vorn an der Karl-Wiechert-Allee? Wie soll das denn gehen, wie sollen die Leute denn von der Haltestelle über die Baustelle ins Bettenhaus oder an ihre Arbeitsplätze kommen? Neu bauen –und dann hinten hinterm Stadtfelddamm? Da ist doch später der Weg von der Stadtbahnlinie zur Klinik viel zu weit! Die MHH-Beschäftigten haben in jüngster Zeit viel über das Thema Klinik-Neubau diskutiert. Alle sind froh, dass endlich etwas passiert, dass das Land Niedersachsen die Weichen auf Neubau gestellt hat. Und seit dem 1. April haben nun auch alle Gewissheit, wo die neue Klinik entstehen soll.

An dem Tag verkündete die Landesregierung bei einem Pressegespräch die Standortentscheidung für den Klinik-Neubau: Das Universitätskrankenhaus der Zukunft soll am Stadtfelddamm entstehen. Dort steht ein Baufeld von rund 16 Hektar zur Verfügung, auf dem im Zuge der umfassenden baulichen Neuentwicklung der MHH die zentralen Gebäude der Krankenversorgung errichtet werden sollen.

 

„Neubau kann zügig angegangen werden“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil betonte bei der Verkündung: „Das ist eine exzellente Nachricht für Patienten, Beschäftigte und insgesamt für den Medizinstandort Niedersachsen.“ Das Land wolle auch künftig die Versorgung schwerstkranker Menschen in Hannover sowie die medizinische Forschung auf höchstem Niveau sicherstellen. „Dafür sind sehr hohe Investitionen in die Hochschulklinik unverzichtbar. Deshalb hat das Land ein Sondervermögen eingerichtet, mit dem – nach der wichtigen Standortentscheidung – nun der Neubau der MHH zügig angegangen werden kann.“

 

„Ein optimales Krankenhaus“

Die Entscheidung basiert auf fachspezifischen Gutachten, die sich mit den beiden potenziellen Standortvarianten Stadtfelddamm und Karl-Wiechert Allee auseinandergesetzt haben. „Mit der Entscheidung für den Stadtfelddamm sind wir im Hinblick auf den Neubau der MHH einen wichtigen Schritt vorangekommen. Auf der dort zur Verfügung stehenden Fläche kann ohne räumliche Einschränkungen ein sowohl in baulich-funktionaler als auch in wirtschaftlicher Hinsicht optimales Krankenhaus geplant und errichtet werden“, sagte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Der Anfang April noch amtierende Oberbürgermeister Hannovers, Stefan Schostok, ergänzte: „Die MHH ist ein enormer Wirtschaftsfaktor und innovativer Impulsgeber für die Stadt Hannover. Daher freut es mich sehr, dass es nun mit der baulichen Entwicklung vorangehen kann. Wir hoffen auf eine kooperative gemeinsame Entwicklung des Quartiers und der Infrastruktur.“

 

Bauzeit ist wesentlich kürzer

Zu den ausschlaggebenden Kriterien für den Stadtfelddamm zählte unter anderem eine deutlich kürzere Bauzeit für die dringend benötigten Neubauten im Vergleich zur Variante Karl-Wiechert-Allee. Die Neubauten am Stadtfelddamm sollen abschnittsweise errichtet werden und eine geschlossene Einheit bilden. Ferner entstehen durch die Nutzung der zur Verfügung stehenden Freifläche weniger Kosten für Interims- oder Ersatzbauten. Ministerpräsident Weil beziffertedie Kosten auf geschätzte 1,5 Milliarde Euro.

Dank der räumlichen Trennung von bisher genutzten Campus und der Baustelle westlich davon können zudem Einschränkungen des medizinischen Betriebs vermieden und damit die Beeinträchtigungen für Patientinnen und Patienten, Beschäftigte, Studierende und Gäste minimiert werden, waren sich der Ministerpräsident, der Minister und MHH-Präsident Professor Dr. Michael P. Manns einig.

 

Auf dem Weg zum Health Science Campus

„Wir alle in der MHH sind froh, dass am Stadtfelddamm neu gebaut wird“, betonte denn auch Professor Manns bei der Vorstellung der Entscheidung. „Ein ganz wichtiger Vorteil wird sein, dass die Großbaustelle am Westrand des MHH-Geländes keinen negativen Einfluss auf den laufenden klinischen Betrieb haben wird.“ Doch der  Chef der mehr als 10.000 MHH-Beschäftigten denkt schon weiter: „Mit dem Klinik-Neubau westlich des derzeitigen Campus‘ bekommen wir die Möglichkeit einer Neuorientierung unserer Universitätsmedizin hin zu einem Health Science Campus – die Chance, baulich, aber auch inhaltlich eine der modernsten Universitätskliniken Europas zu entwickeln“, sagte Professor Manns.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Neubau (Stand: Juni 2019)

  • Warum ist ein Neubau nötig?

    Das 250 Meter lange, elfgeschossige Bettenhaus der MHH wurde 1971 in Betrieb genommen und ist mittlerweile sehr in die Jahre gekommen. Eine Sanierung wäre aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll, da der Sanierungsbedarf bei über 80 Prozent liegt. Hinzu kommt, dass die Raumgrößen, Geschosshöhen und Zuschnitte nicht mehr den Anforderungen entsprechen, die die moderne Medizin an die Infrastruktur stellt.

  • Warum wird am Stadtfelddamm neu gebaut?

    Die jetzt geplante Standortvariante westlich des Stadtfelddamms birgt viele Vorteile. Die Bauzeit ist wesentlich kürzer: Statt der geschätzten 17 Jahre wie an der Karl-Wiechert-Allee (KWA) sehen die Planungen dort zehn Jahre vor. An der KWA hätten die notwenigen Baufelder jeweils erst nach Ersatzneubau und Abriss der Bestandsbebauung wie Parkhaus und Verwaltungsgebäude zur Verfügung gestanden, die Neubauten der Universitätsmedizin wären in einem aufwändigen Kaskadenmodell realisiert worden. Es wäre zu einer stark gestaffelten Bautätigkeit, komplizierten Rochaden verschiedener medizinischer Funktionen mit Interimszuständen, zu schwierigen Verknüpfungen mit Bestand, Umbaunotwendigkeiten und erhöhten Betriebsaufwendungen gekommen. Zudem hätten die beengten Platzverhältnisse auf dem Campus bei laufendem Betrieb zu Gefährdungen, Einschränkungen und Verzögerungen geführt.

  • Wann ist Baustart?

    Avisiert ist ein Baustart im Jahr 2022, wenn bis dahin alle Planungen abgeschlossen sind.

  • Wie hoch werden derzeit die Kosten geschätzt?

    Bei der Präsentation zur Standortentscheidung am 1. April 2019 bezifferte Ministerpräsident Stephan Weil die Kosten auf geschätzte 1,5 Milliarden Euro.

  • Wie wird der Neubau finanziert?

    Die MHH ist ein Betrieb des Landes Niedersachsen. Das Land Niedersachsen hat ein Sondervermögen eingerichtet, in dem bisher mehr als eine Milliarde Euro angespart sind. Allerdings soll aus dem Sondervermögen auch der Klinik-Neubau der Universitätsmedizin Göttingen beglichen werden.

  • Wie sieht der Neubau am Stadtfelddamm aus?

    Wie genau der Neubau aussehen wird, weiß derzeit noch niemand. Die auf den Plänen eingezeichneten Umrisse der Neubauten entsprechen aber dem Platzbedarf den mehrere Gutachten für den Neubau ermittelt haben. Dabei wurden prognostizierte Veränderungen in der Medizin beachtet. Der Klinikneubau soll neun Prozent mehr Betten haben als heute, nämlich 1.604 Betten. Die Zahl der Intensivplätze soll deutlich steigen – von derzeit 8,8 Prozent auf dann 15,7 Prozent. Realisiert werden soll das auf einer um 20.000 Quadratmeter größeren Fläche von insgesamt 178.000 Quadratmetern.

  • Wieso weiß man, welche Nutzfläche nötig sein wird?

    Um auf der Basis der klinischen Leistungszahlen den Flächenbedarf zu ermitteln, wurden gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern Standardmodule für die wichtigsten Kernfunktionen des Klinikums definiert. Ziel der Standardmodule ist es, aus den Kernräumen funktionierende Einheiten mit etwa Leitstelle, Wartezonen, aber auch Nebenräumen wie Toiletten oder für logistische Abläufe zu bilden. Bestandteil aller Standardmodule sind auch spezifische Räumlichkeiten für die patientennahe Lehre und Forschung. Aus den Standardmodulen wiederrum wurden funktional zusammengehörende Cluster entwickelt und auf eine sinnhafte und gut betreibbare Grundfläche projiziert.

  • Wie wird der Neubau strukturiert sein?

    Modulare Planungsstruktur heißt das Stichwort dazu: Der Grundaufbau ist gekennzeichnet durch eine flexible, modulare Struktur, die sich aus einem Grundraster von zum Beispiel 8,10 bis 8,40 Meter ergibt. Diese Rasterung ermöglicht Raumstrukturen, die sich an einem Vielfachen von 8 Quadratmetern orientieren. Somit stehen Räume z.B. von 16, 24, 32 und 64 Quadratmetern zur Verfügung, die fast allen Bedürfnissen eines modernen Krankenhausbetriebs gerecht werden. Zukünftige Nutzungsänderungen sind damit ohne große Umbaumaßnahmen umsetzbar. Das Design im Neubau lässt eine größtmögliche Flexibilität zu.

  • Muss der Klinikneubau komplett fertiggestellt sein, um ihn in Betrieb zu nehmen?

    Nein, nach den derzeitigen Planungen  sind drei Abschnitte geplant. Im ersten Abschnitt werden die Kinderklinik als Mutter-Kind-Zentrum, ein Zentrum für Notfallmedizin, ein Herz-Lungen-Zentrum und der erste Teil eines Kopf-Zentrums verwirklicht. In diesem Abschnitt würden damit 78.055 Quadratmeter Fläche gebaut mit 928 Betten und 32 OP-Sälen. Im zweiten Abschnitt sollen auf einer Fläche von 70.060 Quadratmetern 676 Betten stehen und 17 OP-Säle verwirklicht werden. Nutzer wären das Zentrum für Viszeralmedizin, das Onkologische Zentrum und die übrigen medizinischen Bereiche der MHH.

  • Kann am Stadtfelddamm überhaupt ein Hubschrauber landen?

    Der Flugplatz für Hubschrauber kann problemlos auf dem Neubaugelände realisiert werden, einschlägige gesetzliche Vorgaben werden erfüllt. Die An- und Abflugsektoren können so gewählt werden, dass optimale Ausrichtungen im Hinblick auf Hindernisse oder die Ausbreitung von Fluglärm  vorliegen.

  • Wie wird der Neubau an die bestehenden, neueren Gebäude auf dem MHH-Campus angeschlossen?

    Eine Tunnelanbindung unter dem Stadtfelddamm hindurch an die bestehenden Gebäude auf dem Campus ist technisch realisierbar.

  • Was wird aus den alten Gebäuden?

    Die Gebäude mit einem hohen Sanierungsstau, allen voran das Bettenhaus (K6) oder der parallel gebaute Untersuchungs-, Behandlungs- und Forschungsbau (K5) werden zurückgebaut. Aus der Carl-Neuberg-Straße soll ein grüner Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität und der Campus zusätzlich mit zahlreichen Grünflächen gestaltet und strukturiert werden. Diese Maßnahmen sollen die mit dem Neubau einhergehende Bodenversiegelung kompensieren.

  • Was wird aus dem Campus?

    Mit dem Klinik-Neubau westlich des Stadtfelddamms besteht für den MHH-Campus eine einmalige Chance. Das Gelände soll zu einem Gesundheits- und Wissenschaftscampus entwickelt werden. Das Land, die Stadt und die MHH erhoffen sich damit Kristallisationspunkte für die Ansiedlung von weiteren medizinisch-technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu setzen. Viele sehen darin die größte Entwicklungschance in der 54-jährigen Geschichte der MHH. Für Niedersachsen, Hannover und den Stadtteil könnten sich daraus völlig neue Optionen ergeben.

  • Wie erreicht man diesen Campus und die neue Klinik mit dem Auto?

    Das Verkehrsgutachten empfiehlt, Patientinnen und Patienten sowie Gäste über intelligente Verkehrsleitsysteme zu vier neuen Parkhäusern zu lenken. Es hält zudem den Ausbau des Stadtfelddamms für zwingend notwendig. Über die Rudolf-Pichlmayr-Straße und den Stadtfelddamm sollte der Großteil des Individualverkehrs, der auch derzeit schon aus Norden kommt, zur Klinik hin führen. Zudem könnte man damit die derzeit parallele Führung von Rettungstransporten und Individualverkehr entzerren.

  • Wie wird der Neubau an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeschlossen?

    Die fußläufigen Verbindungen zur derzeitigen Stadtbahnhaltestelle „Medizinische Hochschule“ oder der Bushaltestelle „Misburger Straße“ sind mit einer Entfernung von mehr als 1.000 Metern zu lang. Kurzfristig müsste die Linienführung – etwa der Buslinie 137 – in den Stadtfelddamm erfolgen. Der Umstieg von der Stadtbahn in den Bus soll möglichst ohne Zeitverlust erfolgen, indem sich die Buslinie an die Zehn-Minuten-Taktung der Stadtbahnlinie  anpasst. Gleich mehrere Punkte sprechen aber dafür, eine weitere Anbindung an das Stadtbahnnetz aus Richtung Norden ins Auge zu fassen: Die jetzige Stadtbahnlinie 4 ist an ihrer Kapazitätsgrenze; die meisten Patientinnen, Patienten, Besucherinnen und Besucher kommen aus Richtung Norden. Daher erscheint eine Anbindung an die Linie der Podbielskistraße sinnvoll. Das Land Niedersachsen, die MHH, die Stadt und die Region Hannover arbeiten gemeinsam darauf hin, dass ein erweiterter MHH-Gesundheits- und Wissenschaftscampus einen Stadtbahnanschluss erhält.

  • Wie soll der Baustellenverkehr geführt werden?

    Der Baustellenverkehr muss über den bis dahin ausgebauten Stadtfelddamm geführt werden. Eine Nutzung der Carl-Neuberg-Straße würde zum einen in Spitzenzeiten zu einem Verkehrschaos führen, zum anderen käme es zu Problemen mit Rettungswagen, die die Notaufnahme anfahren.

  • Was ist mit geschützten Tier- und Pflanzenarten, die es in der Kleingartenanlage geben könnte?

    Das von der MHH in Auftrag gegebene Artenschutzgutachten hat ergeben, dass für Brutvögel keine artenschutz-rechtlichen Konflikte gemäß Bundesnaturschutzgesetz zu erwarten sind. Mögliche Fledermausquartiere und weitere Brutplätze gefährdeter Vogelarten im Baumbestand und in Gebäuden müssen im Zuge einer weiteren Planung ermittelt und artenschutzrechtlich berücksichtigt werden. Diese stehen der Beplanung nicht grundsätzlich entgegen, da geeignete vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen wie etwa das Aufhängen von Fledermauskästen oder der Erhalt von Baumbeständen möglich und umzusetzen sind.

  • Was passiert mit den Kleingärten, die es auf der Baufläche jetzt gibt?

    Die Planer der MHH haben bereits im Jahr 1969 vorausgedacht und das jetzt ins Auge gefasste Areal am Stadtfelddamm als Sondergebiet für die Erweiterung der MHH ausgewiesen. Damit ist seit 50 Jahren klar, dass die dortigen Kleingärten und die von der Stadt verpachteten Grabelandparzellen nur auf Zeit Bestand haben werden. Das Land Niedersachsen, die Stadt Hannover und der Bezirksverband der Kleingärtner suchen gemeinsam nach einvernehmlichen Lösungen. Der Bezirksverband will leerstehende Gärten in anderen Kolonien vermitteln. Ausweichflächen, um die gesamte Gartenkolonie „umzusiedeln“ gibt es laut der Stadt Hannover aber nicht. Und: Da die Gärten im Bebauungsplan nie als Dauerkleingärten ausgewiesen wurden, besteht auch kein Anspruch auf Ersatzlandgestellung gemäß §14 Bundeskleingartengesetz.

  • Welche Kleingärten- oder Grabelandkolonien müssen für den Neubau weichen?

    Betroffen sind die Grabelandkolonien Hoffmannsruh, Luttermanns Land und Nußriedegraben sowie der Kleingartenverein Kleeblatt.

  • Wann erfolgt die Kündigung?

    Die Kündigungen für die Kleingärten erfolgen zum 30. November 2020, die Kündigungen für die Grabelandflächen bereits zum 31. Oktober 2019. Dann müssen die Gärten geräumt sein.

  • Gibt es einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung?

    Die Pächterinnen und Pächter der betroffenen Kleingärten haben laut Kleingartengesetz einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung.  Das Land arbeitet eng zusammen mit dem Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V., um zu raschen und einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Für die Grabelandpächter dagegen besteht dieser Anspruch nicht; sie erhalten eine Entschädigung wegen „Ernteausfalls“, wenn die Kündigung nicht zum Ablauf eines Pachtjahres erfolgt.

  • Wie hoch werden diese Entschädigungen sein?

    Die Höhe der Entschädigungen richtet sich nach der Bewertungsrichtlinie der Stadt Hannover und wird von unabhängigen, geschulten Wertermittlern bestimmt und in einem detaillierten Schätzprotokoll dokumentiert. Der Wert bemisst sich auf Grundlage der geltenden Bewertungshöchstgrenzen und ergibt sich etwa aus der Anzahl und Qualität des vorhandenen Bewuchses und der baulichen Anlagen, soweit diese zulässig sind. Das Land Niedersachsen wird - sobald es die Grundstücke von der Stadt Hannover erworben hat - als Eigentümer der Pachtflächen die Wertermittler beauftragen.

  • Was ist, wenn die Entschädigung die Investitionen nicht abdeckt?

    Die Bewertungsrichtlinie ist pauschaliert und unabhängig von den tatsächlichen Investitionen. Sie obliegt Bewertungshöchstgrenzen und dem Sachwertverfahren gemäß Wertermittlungsverordnung zum Baugesetzbuch. Es wird von den Normalherstellungskosten ausgegangen. Arbeitsleistungen werden nicht berücksichtigt, ausgenommen für Lauben und Zäune. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kosten für die Errichtung des Gartens und der Laube so niedrig wie möglich gehalten werden, indem mit sparsamsten Mitteln und in Selbst- und Nachbarhilfe gearbeitet wird. Dies folgt dem obersten Grundsatz der Wertermittlung: der Beibehaltung des sozialen Charakters des Kleingartenwesens.

  • Gibt es einen Anspruch auf Ersatzgärten?

    Nein, es gibt keinen Rechtsanspruch auf  eine Ersatzlandgestellung gemäß §14 Bundeskleingartengesetz. Die betroffenen Gärten sind im Bebauungsplan nicht als Dauerkleingärten festgesetzt, sondern bereits seit 1969 als Sondergebiet für die Erweiterung der MHH ausgewiesen. Damit gelten sie nicht als Dauerkleingärten.

  • Stellt die Stadt Hannover Ersatzgärten oder Grabeländer in der näheren Umgebung zur Verfügung oder der Bezirksverband Hannover der Kleingärtner?

    Auch die Stadt und der Bezirksverband Hannover der Kleingärtner sind an einvernehmlichen Lösungen gelegen. Derzeit gibt es in Hannover einige freie Kleingärten, auch in umliegenden Kolonien. In der näheren Umgebung stehen derzeit sieben Gemüseländer und stadtweit weitere 20 Gemüseländer als Ersatz zur Verfügung. Informationen zu freien Kleingärten gibt es beim Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V., E-Mail infobzvhannover.de.

  • Wer ist für die Pächterinnen und Pächter von Grabeland oder Kleingärten Ansprechpartner beim Land Niedersachsen?

    Bei Fragen können sich Betroffene wenden an das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), Waterloostraße 4, 30169 Hannover.

    • Für Kleingärtner ist Ansprechpartner Bernd Heikes, Referat BL 42/Landesliegenschaftsfonds (LFN), E-Mail: bernd.heikes@nlbl.niedersachsen.de, Telefon (0511) 101-3549.  
    • Für Grabelandpächter ist Ansprechpartner Sven Gora, Referat BL 42/Landesliegenschaftsfonds (LFN), E-Mail: sven.gora@nlbl.niedersachsen.de, Telefon (0511) 101-3543.

So sehen die bisherigen Planungen aus

Neubau am Stadtfelddamm:
In einer ersten Etappe sollen westlich des Stadtfelddamms die Kinderklinik als Mutter-Kind-Zentrum, ein Zentrum für Notfallmedizin, ein  Herz-Lungen-Zentrum und der erste Teil eines Kopf-Zentrums  verwirklicht werden (oben, türkisblau gezeichnet). Die Form des tatsächlichen Baukörpers steht aber noch nicht fest. Dann zieht der erste Teil des Klinikums von seinem bisherigen Standort (unten in der Übersichtsgrafik hellblau) um. Weitere Bauetappen sind geplant (oben links, gestrichelt eingezeichnet). Der freiwerdende Bereich am dem alten Campus soll für eine Neuentwicklung hin zu einem Health Science-Campus genutzt werden.

Informationen zum Neubau

Die MHH hat Anwohnerinnen und Anwohner, betroffene Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sowie die interessierte Öffentlichkeit zu ersten Informationsveranstaltungen eingeladen. Wollen auch Sie an derartigen Veranstaltungen teilnehmen, dann schicken Sie uns eine Mail mit Ihrem Namen, Ihrer Mail-Adresse und Ihren Interessen. Auch für weitere Fragen rund um das Neubau-Projekt können Sie diese Mailadresse nutzen:

neubaumh-hannover.de

Kleine Geschichte des Neubaus

 

Oktober 2016: Ministerpräsident Stephan Weil kündigt in einem Zeitungsinterview an, den baulichen Mängeln an der MHH und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit einem Milliardenprojekt zu begegnen. Man müsse eine Lösung „ohne Flickschusterei“ finden. Eine Lenkungsgruppe soll kreative wie praktikable Lösungen finden. Ihr gehören Vertreter des Wissenschafts- und des Finanzministeriums, der Oberfinanzdirektion sowie der beiden universitätsmedizinischen Einrichtungen an.

 

Februar 2017: Das Präsidium der MHH bekennt sich in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erstmals öffentlich zu einem Neubau.

 

April 2017: Die rot-grüne Landesregierung bringt ein sogenanntes Sondervermögen auf den Weg, aus dem die Klinik-Neubauten der MHH und der Universitätsmedizin Göttingen finanziert werden sollen. In einer ersten Tranche fließen 600 Millionen Euro in das Sondervermögen –Haushaltsüberschüsse aus dem Vorjahr.


September 2017:
Ein Gutachten der MMI Schweiz AG kommt zu dem Ergebnisdass ein Neubau einer Sanierung im Bestand vorzuziehen ist. Für den Neubau schlägt das Gutachten zwei Standorte vor, die auf ihre Eignung geprüft werden sollten: entweder an der Karl-Wiechert Allee, wo jetzt noch das Parkdeck und Verwaltungsgebäude stehen, oder westlich des Stadtfelddamms, wo jetzt noch Kleingärten sind.

 

September 2017: Das Wissenschaftsministerium richtet einen Wissenschaftlichen Beirat Universitätsmedizin Niedersachsen ein, um die geplanten Baumaßnahmen an der MHH und der UMG wissenschaftlich begleiten zu lassen. Dem Beirat gehören Professor Dr. Hans-Jochen Heinze (Vorsitz), Irmtraut Gürkan, Professor Dr. Jürgen Schölmerich, Professor Dr. Karl Max Einhäupl, Professorin Dr. Gabriele Schackert und Professor Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus an.

 

März 2018: Der Wissenschaftliche Beirat Universitätsmedizin Niedersachsen spricht sich für einen MHH-Neubau westlich des Stadtfelddamms aus, wenn die bautechnischen Überprüfungen positiv verliefen. Es sei nicht sinnvoll, eine neue MHH zwischen das derzeitige Bettenhaus und die Karl-Wiechert-Allee zu quetschen, sagt der Vorsitzende Professor Dr. Hans-Jochen Heinze.

 

April 2018: Die Landesregierung beschließt, aus dem Haushaltsüberschuss 2017 weitere 300 Millionen Euro dem Sondervermögen zuzuführen.

 

Juni 2018: Das Wissenschaftsministerium richtet einen Baubeirat ein, der die Bauvorhaben baufachlich begleiten soll. Den Vorsitz übernimmt Dipl.-Ing. Olaf Hasselmann, der von 1998 bis 2010 Aufsichtsrat der Hochtief AG und von 2002 bis 2010 zudem Vizepräsident des Verbandes der Bauindustrie Niedersachsen/Bremen war. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Dieter Jacob, Prof. Dr.-Ing Katharina Klemt-Albert, Dipl.-Ing. Lars Leppers, Dipl.-Kauffr. Barbara Schulte, Dipl.-Ing. Edzard Schultz und Prof. Dr.-Ing. Rainer Wanninger.

 

April 2019: Das Landeskabinett hat sich für den Standort des MHH-Klinik-Neubaus westlich des Stadtfelddamms entschieden.

 

April 2019: Die Neubauvorhaben an MHH und UMG sollen zentral gesteuert werden. Das betont Wissenschaftsminister Björn Thümler gegenüber den Mitgliedern des Ausschusses für Finanzen und Haushalt der Landesregierung. Mit beiden hochschulmedizinischen Einrichtungen sei eine Vereinbarung getroffen worden. Demnach wird zur Wahrnehmung der Interessen des Landes eine Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen (DBHN) GmbH gegründet, einer 100-prozentingen Landestochter. Die operative Umsetzung der Bauprojekte übernehmen zwei an den Hochschulstandorten ansässige, rechtlich  und organisatorisch selbstständige Baugesellschaften. Sie werden mehrheitlich von den jeweiligen Hochschulen gehalten.

 

 

Mai 2019: Der Rat der Stadt Hannover stimmt am 28. Mai 2019 der Veräußerung des Areals am Stadtfelddamm an das Land Niedersachsen zu.

 

 

Juni 2019: Am 3. Juni wird der notarielle Gründungsakt der neuen landeseigenen Dachgesellschaft vollzogen, wie Wissenschaftsminister Björn Thümler mitteilt. Geschäftsführer wird Burkhard Landré. Als bisheriger Direktor der „PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH“, hat er das Land bei der Vorbereitung des Großprojektes beraten und ist mit den Strukturen vertraut. Baubeginn soll im Jahr 2022 sein.


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