SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo
Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Neuropsychiatrische Erkrankungen

Tiefe Hirnstimulation bei Tiermodellen für neuropsychiatrische Erkrankungen

 

Ansprechpartner

 

Prof. Dr. K. Schwabe

Prof. Dr. med. J. K. Krauss

 

Einzelfallstudien weisen darauf hin, dass die DBS auch bei neuropsychiatrischen Erkrankungen erfolgversprechend ist. Die Präpulsinhibition (PPI) der akustisch induzierten Schreckreaktion ist ein Maß für einen automatischen Mechanismus der Reaktionsunterdrückung im Gehirn („Sensorimotor gating“), die bei einigen neuropsychiatrischen Erkrankungen, wie der Schizophrenie und dem Tourette Syndrom, vermindert ist. Tierexperimentell induzierte PPI-Defizite gelten als valide Modelle für die Untersuchung dieser Erkrankungen. Wir untersuchen die Effekte der DBS in ausgewählten Regionen assoziativer und limbischer neuronaler Netzwerke auf pharmakologisch oder zuchtinduzierte PPI-Defizite, sowie auf weitere mit diesen Defiziten verbundene kognitive und emotionale Störungen.Bei der anästhesierten Ratte untersuchen wir im Rahmen von Finalversuchen die funktionellen Auswirkungen der DBS mit elektrophysiologischen (extrazelluläre Einzelzellableitungen) und immunhistologischen (Expression von c-fos) Methoden. Weiterhin testen wir an der wachen, freibeweglichen Ratte die Effekte der DBS in verschiedenen bereits klinisch genutzten, sowie potentiell neuen Zielregionen auf einfache und komplexe motorische Leistungen, sowie auf Levodopa-induzierte Dyskinesien. Dabei erfassen wir die lokalen Feldpotentiale über zusätzlich chronisch implantierte Elektroden in relevanten neuronalen Netzwerken, um Veränderungen der neuronalen Aktivität während dieser motorischen Aktivitäten, sowie die Auswirkungen der tiefen Hirnstimulation zu untersuchen.

Von Parkinsonpatienten und ihren Angehörigen werden kognitive und emotionale Veränderungen oft als besonders unangenehm wahrgenommen. Daher untersuchen wir beim 6-OHDA Parkinsonmodell der Ratte auch die kognitiven und emotionalen Veränderungen, sowie die Effekte der DBS mit und ohne dopaminerge Medikation zur Behandlung der motorischen Störungen.

Da neuropsychiatrische Störungen vermutlich mit einer gestörten Informationsverarbeitung innerhalb assoziativer und limbischer neuronaler Netzwerke einhergehen und die DBS mit dieser gestörten Netzwerkfunktion interagiert, leiten wir während aller Verhaltenstestungen lokale Feldpotentiale über zusätzlich chronisch implantierte Elektroden ab. Diese Untersuchungen tragen dazu bei, die pathophysiologischen Mechanismen von kognitiven und emotionalen Veränderungen zu verstehen und die neurochirurgischen Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.

 

Projektförderung

 

2008 ESSFN Research Grant, Götz Lütjens

Hochschulinterne Forschungsförderung, HiLF 2008, Kerstin Schwabe

 

Weitere Informationen

 

Prof. Dr. med. Joachim K. Krauss

Tel.: 0511 532 6652/6651, Email

 

Prof. Dr. Kerstin Schwabe

Tel.: 0511 532 2862, Email


PFLEGE-STELLENTICKER

Werden Sie Teil des Pflege-Teams der MHH. Mehr Infos in unserem Stellenticker. Wir freuen uns auf ...

[mehr]