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Medizinische Hochschule Hannover | Carl-Neuberg-Str.1 | 30625 Hannover | Tel.:(+49) 0511-532-0

Klinische Fragestellung

 

Ansprechpartner

 

Prof. Dr. med. J. K. Krauss

 

 

Projekte aus der funktionellen Neurochirurgie umfassen zahlreiche klinische Studien zur tiefen Hirnstimulation (deep brain stimulation, DBS), Basalganglienstörungen (Dystonie, Parkinson) und neuropathischen Schmerzsyndromen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Behandlungsalgorithmen für die multifokale tiefe Hirnstimulationen bei seltenen Bewegungsstörungen. Dafür werden klinisch genutzte Zielregionen aus den Basalganglien und dem Thalamus verwendet, aber auch neue potentielle Zielregionen getestet. Extrazelluläre Einzelzellableitungen mit hochohmigen Elektroden, die für die optimale Positionierung der DBS Elektroden genutzt werden, tragen zur Aufklärung der Physiologie und der Pathophysiologie neuronaler Aktivität bei den verschiedenen Erkrankungen bei.

Da Basalganglienstörungen zunehmend als Imbalance zwischen synchronisierter oszillatorischer Aktivität in verschiedenen Frequenzbändern dargestellt werden, leiten wir zur weiteren Aufklärung dieser Zusammenhänge von den verschiedenen Kontakten der DBS Elektroden lokale Feldpotentiale ab, während diese für die klinische Evaluation des Stimulationserfolges externalisiert sind. Während der Ableitungen werden von den Patienten verschiedene motorische und kognitive Paradigmen bearbeitet. Zudem ist die Klinik für Neurochirurgie an zwei deutschlandweiten Multicenter-Studien zur Evaluation des Effekts der tiefen Hirnstimulation bei der cervicalen und der tardiven Dystonie beteiligt. Nach Implantation der Elektroden in den Globus pallidus wird der Schrittmacher in der postoperativen dreimonatigen Phase für den Patienten und den Arzt geblindet. Somit können unvoreingenommen klinische Effekt der Stimulation beurteilt werden.

In einer weiteren Studie die in Kooperation mit der Klinischen Psychiatrie wird der Effekt der tiefen Hirnstimulation bei Patienten mit Tourette-Syndrom untersucht. Hierbei werden vier Elektroden in den Globus pallidus und den Thalamus implantiert, um die Effekte der DBS beider Zielpunkte zu untersuchen.

 

Ausgewählte Literatur

 

Alam A et al, 2016, J Neural Transm (Vienna), 231-40 (Pubmed)

 

Kooperationen

 

PD Dr. med. C. Blahak

Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Mannheim

 

Prof. Dr. med. HJ. Bäzner

Direktor Neurozentrum – Katharinenhospital, Klinikum Stuttgart

 

Prof. P. Brown

Sobell Department of Motor Neuroscience and Movement Disorders, Institute of Neurology, Oxford, UK

 

Prof.Dr. med. A. Kühn

Klinik für Neurologie, Charité, Campus Virchow Klinikum, Berlin

 

Prof. Dr. med. D. Dressler

Klinik für Neurologie, MHH

 

Dr. med. C. Schrader

Klinik für Neurologie, MHH

 

Prof. Dr. med. K. Müller-Vah

Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, MHH

 

Weitere Informationen

 

Privatsprechstunde (nach Vereinbarung)

Prof. Dr. med. Joachim K. Krauss

Tel.: 0511/ 532-6652/6651

 

IntIs - Interventionelles interdisziplinäres Schmerzboard der MHH

 

Anmeldung:

Tel.: 0511/ 532-6652, Email


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