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Neurotraumatologie

 

Neurotraumatologische Erkrankungsbilder ergeben sich aus Unfällen, die sich unvorhergesehen ereignen und zu unterschiedlichen Problemen führen. Langläufig wird vom „Schädel-Hirn-Trauma“ (SHT) gesprochen. Neben den knöchernen Verletzungen des Schädels geht es vor allem um die Verletzungsfolgen der Nervenstrukturen des Gehirns.

 

Je nach Art und Schwere der einwirkenden Kräfte wird zwischen einer Schädelprellung oder einer Gehirnerschütterung, der Commotio und mittelschweren bzw. schweren Schädel-Hirn-Traumen unterschieden. Zur Diagnostik dient eine Punktetabelle, die Glasgow-Coma-Skala, die der Notarzt bereits am Unfallort anwendet. Bei Verletzung mehrerer Organsysteme und bei Knochenbrüchen ist eine interdisziplinäre Behandlung erforderlich.

 

Der Unterschied zwischen einer sog. gedeckten und einer offenen Schädel-Hirn-Verletzung besteht in der Intaktheit der harten Hirnhaut, der Dura, in der das Gehirn wie in einem Wasserbett eingebettet ist, dem Nervenwasser, auch Liquor genannt. Zu den offenen Verletzung gehören neben den frontobasalen Verletzung, bei denen Nervenwasser aus der Nase tropft, prinzipiell auch die perforierenden Verletzung, wie einer Schussverletzung. Primäres Ziel einer operativen Behandlung ist in diesen Fällen ein dichter Verschluss.

 

Die moderne Trauma-Behandlung will sog. sekundäre Hirnschäden vermeiden. Insbesondere raumfordernde Blutungen aus verletzten Gefäßen und ausgeprägte Hirnschwellungen führen zu einer Erhöhung des Hirndruckes. Bei Raumforderungen erfolgt eine operative Entlastung mit Eröffnung des Schädels. Bei einigen Verletzten werden im Kopf Hirndruckmesssonden implantiert, die die Durchblutungssituation im Gehirn darstellen.

 

Bei erheblichen Unfällen wird der Patient in der zentralen Notaufnahme übernommen und eine ganzheitliche Bildgebung mittels Computertomographie durchgeführt. Die Patienten werden bei Bedarf auf die Intensivstation verlegt und in schweren Fällen in ein künstliches Koma versetzt. Zur Verlaufsbeurteilung steht neben bildgebenden Verfahren eine Vielzahl von apparativen Möglichkeiten zur Verfügung. Der Fortgang der Heilung wird in interdisziplinären Konferenzen besprochen.

 

Bei Genesung wird der Patient über die Normalstation nach Hause entlassen. Ansonsten werden bei weiterer Behandlungspflicht ein Rehabilitationsverfahren und die Verlegung in eine dafür ausgerichtete Spezialklinik eingeleitet.

weitere Informationen

 

Privatsprechstunde (nach Vereinbarung)

Prof. Dr. med. Joachim K. Krauss

Tel.: 0511/ 532-6652/6651

 

Anmeldung Poliklinik

Frau Pienkny

Tel.: 0511/ 532-3102


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