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Forschung

 

 

Das zentrale Forschungsthema der Medizinischen Soziologie ist die Rolle sozialer Faktoren beim Eintreten und Verlauf von Krankheiten. Der in der Medizinischen Soziologie verankerte „Forschungsverbund Familiengesundheit“ führt Evaluationsstudien zur Effektivität von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen durch und betreibt Grundlagenforschung zur Mutter- und Kindergesundheit.

 

Im Jahr 2013 begannen Untersuchungen zur Morbiditätskompression. Diese Studien werden mit langzeitlichen Daten der AOK Niedersachsen durchgeführt, um Veränderungen über die Zeit möglichst gut abbilden zu können. In diesem Forschungsprojekt wird der Frage nachgegangen, wie sich die Gesundheit der Bevölkerung vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung entwickelt.

 

Neben sozialstrukturellen Faktoren werden die Auswirkungen chronischer und akuter Belastungen auf Eintritt und Verlauf von Krankheiten untersucht. Die bisherigen Arbeiten beziehen sich auf die gesundheitlichen Konsequenzen lebensverändernder Ereignisse im Alter sowie auf Zusammenhänge zwischen belastenden Ereignissen und Herzinfarkt bzw. Brustkrebs. Dazu gehört im Wesentlichen auch die Reintegration ins Berufsleben während oder nach Abschluss der Therapien. Im Sommer 2016 startet eine durch die Rentenversicherung Bund über drei Jahre geförderte Studie über die Rückkehr zur Erwerbsarbeit nach Brustkrebs.

 

Die Auswirkungen gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Kindesalter auf Lebenschancen im Erwachsenenalter zielen auf die umgekehrte Wirkungsrichtung. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin wurde 2005 eine erste, als Querschnittserhebung angelegte Studie zu dieser Thematik abgeschlossen, die nun durch eine seit 2008 durchgeführte und von der DFG geförderten Verlaufsstudie erweitert wird.