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Lehre

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Im Modellstudiengang Humanmedizin „HannibaL“ beteiligt sich die MEDIZINISCHE PSYCHOLOGIE an vier Unterrichtsmodulen während der ersten zwei Studienjahre. Außerdem werden einzelne Unterrichtseinheiten in den folgenden Studienjahren und im Masterstudiengang Public Health der MHH gestaltet.

In Vorlesungen, Seminaren und Praktika werden medizinpsychologische Grundlagen zum Lernen, zu Emotionen, Gedächtnis, Motivation, Persönlichkeit, Stress, Entwicklungspsychologie sowie zu wissenschaftlichen Methoden vermittelt und auf die ärztliche Behandlung und Langzeitbetreuung vor allem chronisch kranker Patienten übertragen.

Unsere Lernziele orientieren sich an den im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (2015) (http://www.nklm.de) formulierten Ausbildungszielen: „Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Analyse sowie zur Erhebung und Bewertung von Daten und Fakten der biologischen, physiologischen und psychosozialen Interdependenzen des Menschen in Gesundheit und Krankheit.“ Insbesondere in den Praktika des Moduls 202 stehen praktische Fertigkeiten in der Anwendung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie in der Kommunikation, der Interaktion und der Teamarbeit im Fokus unserer Unterrichtsveranstaltungen.

Detaillierte Informationen zu Curricula, Lehrinhalten, Lernzielen und aktueller Literatur sind im ILIAS-System (https://elearning.mh-hannover.de/ ) der MHH für Studierende hinterlegt.

  •   Propädeutikum (Modul 101)

      

    im Modellstudiengang Humanmedizin „HannibaL“

    Medizinpsychologische Themen im fächerübergreifenden Propädeutikum während des ersten Studienjahres werden in jeder der vier Themenwochen (Niere, Schmerzen (Rücken), Krebserkrankungen und Lunge) an klinischen Beispielen in Vorlesungen, vor allem aber in Seminaren in Kleingruppen mit Patientinnen und Patienten erarbeitet.
    Im Fokus stehen die Themen Anamnese, Erfassung von Schmerz, psychosoziale Belastungen durch chronischen Schmerz, akute und langfristige psychosoziale Folgen von Brustkrebs und Patientenschulungen bei Lungenerkrankungen.
     

    Curriculum

     

     

  •   Grundlagen der Medizinischen Psychologie & Soziologie (Modul 201)

      

    im Modellstudiengang Humanmedizin „HannibaL“

    Dieses Modul wurde gemeinsam mit dem Team der Medizinischen Soziologie der MHH entwickelt.

    Die Vorlesungen und die darauf abgestimmten Seminare finden im 2. Studienjahr im 2. und 3. Tertial über 15 Wochen statt. Das Modul schließt mit einer schriftlichen Prüfung (MCQ) ab.

    Am Beispiel konkreter klinischer Kasuistiken werden folgende Themen exemplarisch aus psychologischer und soziologischer Sicht bearbeitet:

    • Definitionen von Gesundheit und Krankheit sowie die Grundlagen eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells am Beispiel von Verhaltensstörungen in der Kindheit
    • Demographische Entwicklung, Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung und Inanspruchnahmeverhalten sowie deren sozialpolitische Bedeutung für das Gesundheitssystem
    • Eckpunkte des Deutschen Gesundheitssystems im Vergleich zu wohlfahrtsstaatlichen oder privatwirtschaftlichen Systemen
    • Neurobiologische und psychologische Grundlagen der Wahrnehmung, des Lernens, der Emotionen, des Denkens und des Gedächtnisses sowie deren Anwendung im ärztlichen Handeln (z. B. psychologische Interventionen bei Adipositas, Angststörungen, Depression, Demenz, Onkologie, Diabetologie)
    • Wechselwirkungen zwischen Erleben, Verhalten, Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem  (z. B. infolge der Einwirkung von Stressoren; krankheitsbezogener Distress)
    • Psychologische Grundlagen der Motivation und deren Anwendung z. B. bei Beratungen zur Krankheitsprävention, Behandlungsmotivation, Krankheitsbewältigung, Förderung von Selbstmanagement und Adhärenz (z. B. in der Onkologie, Diabetologie, Kardiologie, Nephrologie, Pädiatrie)
    • Entwicklungspsychologische und soziologische Grundlagen über die Lebensspanne; z. B. Risiken für die körperliche und psychische Entwicklung in der Kindheit; soziale Ungleichheit bezogen auf Erkrankungsrisiken; Versorgung multimorbider und/oder dementer Hochbetagter
    • Methoden der psychologischen und soziologischen Grundlagenforschung, der klinischen Forschung, der Epidemiologie, der evidenzbasierten Medizin und der psychologischen Diagnostik.
       

    Curriculum

     

     

  •   Diagostische Methoden (Modul 202)

      

    im Modellstudiengang Humanmedizin „HannibaL“

    Die medizin-psychologischen Unterrichtsanteile in diesem interprofessionellen Modul konzentrieren sich auf theoretische Grundlagen, vor allem aber auf praktische Übungen zur Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten. Hier kommen qualifiziert ausgebildete Simulationspatientinnen und -patienten (Simulationspatientenprogramm der MHH) zum Einsatz, mit denen Anamneseerhebungen und Diagnoseübermittlungen geübt werden.

    Die Vorlesungen und Praktika in Kleingruppen á 10 Studierende finden im 2. Studienjahr statt. Sie erstrecken sich über 15 Wochen im 2. und 3. Tertial und schließen mit einer praktischen OSCE-Prüfung ab. 
     

    Curriculum

     

     

  •   Psychologische Aspekte der Pädiatrie (Wahlfach 233)

      

    im Modellstudiengang Humanmedizin „HannibaL“

    Das Wahlfach „Psychologische Aspekte in der Pädiatrie“ richtet sich an Studierende im 2. Studienjahr, die sich besonders für die Behandlung und Betreuung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher interessieren. Studierende erhalten hier einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte zur Schulung und psychosozialen Langzeitbehandlung von jungen Patienten mit seltenen Stoffwechselstörungen (z. B. PKU), Diabetes und nephrologischen Erkrankungen.

    Außerdem hospitieren sie in verschiedenen pädiatrischen Abteilungen der MHH und am Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult Hannover
     

    Curriculum

     

     

  •   Public Health

      

    Im Masterstudiengang Bevölkerungsmedizin und Gesundheitswesen (Public Health) ist die Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie mit dem Seminar „Public Health-Psychologie“ vertreten, in dem zentrale psychologische Theorien gesunden Verhaltens und Methoden zu dessen Förderung sowie grundlegende verhaltensepidemiologische Modellvorstellungen vermittelt werden (PD Dr. phil. Thomas von Lengerke).