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Diverse Thoraxdeformitäten

 

 

  • Erkrankung:

       

    Außer der Trichter- und Kielbrust gibt es eine große Bandbreite anderer Verformungen (Deformitäten) der Brustwand. Hierzu gehört z.B. das Poland-Syndrom, bei dem u. a. eine Hälfte des Brustkorbs unvollständig ausgebildet sein kann. Für diese Patienten bieten wir ein interdisziplinäres Therapiekonzept an. Gemeinsam mit den MHH-Kliniken für Herz- und Thorax- sowie plastische und rekonstruktive Chirurgie können wir für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept entwerfen. Es gibt die Möglichkeit, die fehlenden oder unvollständig ausgebildeten Rippen durch Implantate aus Titan zu rekonstruieren und die fehlende Muskulatur mit körpereigenen Muskeln zu ersetzen. Durch diese Korrekturen, die wir während einer Sitzung interdisziplinär durchführen, kann eine kosmetische und funktionelle Verbesserung des Befundes erzielt werden. 

        

      

     Rippenfrakturen

            

    Die Behandlung isolierter oder mehrfacher Rippenfrakturen bis hin zum instabilen Brustkorb (instabile Thoraces) sind nach wie vor Gegenstand kontroverser Diskussionen. Da es bislang kein geeigneter Systeme zur Stabilisierung gebrochener Rippen gibt, werden die meisten Patienten heute konservativ behandelt. Bei ausgedehnten Befunden bedeutet das einen längeren Aufenthalt auf der Intensivstation mit künstlicher Beatmung und Platzierung von Thoraxdrainagen*. Weniger dramatische Verletzungen bedürfen einer intensiven Schmerzbehandlung und beinhalten ein hohes Risiko, eine Lungenentzündung zu entwickeln, wenn der Patient in einer Schonhaltung seine Lungen nicht ausreichend belüftet.
    Auch für diese Patienten bieten wir ein altersübergreifendes (Kinder und Erwachsene jeden Alters) interdisziplinäres Behandlungskonzept an. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass im Einzelfall die chirurgische Stabilisierung der Rippenfrakturen die genannten Nachteile der konservativen Behandlung erheblich reduzieren kann. Dazu verwenden wir ein erst kürzlich entwickeltes Stabilisierungssystem, das mit einem vergleichbar geringen chirurgischen Aufwand eingesetzt wird und später nicht zwangsläufig wieder entfernt werden muss.

      

    Wir informieren gerne über diese modernen Formen der Behandlung von Rippenfrakturen.

         
    * Thoraxdrainage: Dabei werden der Brustkorb und das Rippenfell (Pleura parietalis) durch einen Zwischenrippenraum (Intercostalraum) eröffnet, ein Drainageschlauch eingeführt und schließlich ein kontrollierter Sog angelegt, um den Pleuraspalt zu drainieren.

       

       

     Tumore der Brustwand

            

    Primäre oder sekundäre Tumore der Brustwand erfordern gelegentlich eine ausgedehnte Entfernung von mehreren Rippen und des umgebenden Gewebes. Hier stellt die Rekonstruktion der Thoraxwand eine besondere Herausforderung da. Denn große Defekte bieten der darunterliegenden Lunge keinen Schutz und begünstigen sogar deren Verschiebung von in den Zwischenrippenraum (Herniation=Brustwandbruch). Außerdem kann der Verlust von mehreren Rippen die Entwicklung einer Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose) begünstigen. Leider gibt es bisher kein System, mit dem Defekte der Brustkorbwand überbrückt bzw. geschlossen werden können. Wie bei der Stabilisierung von Rippenfrakturen bieten wir auch hier den Einsatz eines erst kürzlich entwickelten Stabilisierungssystems an, über das wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch informieren.

       

  • Sie möchten ein Kind mit einer solchen Fragestellung bei uns vorstellen:

     

     Der Ablauf:

       
    Alle Patienten, bei denen ein operativer Eingriff vorgesehen ist, stellen sich in unserer Ambulanz vor.

       

    Ein Termin für eine beratende Vorbesprechung kann unter folgender Telefonnummer vereinbart werden:

       

     

       

    Anmeldung:    0511 / 532 9043

          

    Anfragen:        kinderchirurgiemh-hannover.de

                

          

        

    Primärer ärztlicher Ansprechpartner ist hierfür

        

       

    Prof. Dr. med. Claus Petersen (Leitender Oberarzt)

      

       

             

       

           Zusätzlich erreichen Sie den „Service-Point Kinderchirurgie“

         

       

    von Montag bis Donnerstag             von 8:00 bis 16:00 Uhr

      

          Freitags                                        von 8:00 bis 14:00 Uhr

      

       
    telefonisch:     0176 / 1 532 6784