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Kinderschutzambulanz







Willkommen auf den Seiten der Kinderschutzambulanz
des Instituts für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover








Projekt Kinderschutz - Bessere Strukturen für den Kinderschutz in Niedersachsen


Das Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover bietet mit dem „Projekt Kinderschutz“ niedergelassenen und klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten – unabhängig von einer Strafanzeige – eine fachlich fundierte Beratung und qualifizierte medizinische Diagnostik bei vermuteter Kindesmisshandlung und bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch. Ziel des Projektes ist es, die Früherkennung bei Misshandlungs- und Missbrauchsverdachtsfällen zu verbessern sowie Kompetenz und Expertenwissen schnell, niederschwellig und unkompliziert bereitzustellen.


Kinderschutzambulanz

Mit der Kinderschutzambulanz bietet die Rechtsmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und ihrer Außenstelle in Oldenburg in den Räumen der Institute zentrale Anlaufstellen mit festen kompetenten Ansprechpartnern, um niedergelassenen und klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten bei einer möglichen Diagnose von Kindesmisshandlung und –missbrauch kostenlose Beratung und Unterstützung zu geben und eine schnelle beweissichernde, gerichtsverwertbare Dokumentation, Begutachtung und Interpretation von Verletzungen und Spurensicherung zu ermöglichen. Die Untersuchung erfolgt nach telefonischer Anmeldung und formloser schriftlicher Anfrage in ruhiger, kindgerechter Atmosphäre durch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte. Die Untersuchungsergebnisse sowie gegebenenfalls Empfehlungen zu weiteren Maßnahmen werden der Ärztin/ dem Arzt in einem kurzen schriftlichen Befund mitgeteilt.


Hotline

Darüber hinaus ist für eine zeitnahe Alarmierung und fachliche Unterstützung unter der Telefonnummer 0511 532 5533 eine telefonische Beratung zu den Geschäftszeiten (Mo – Do von 08:00 – 16:00 Uhr, Fr von 08:00 – 14:00 Uhr) im Sinne einer „Hotline Kinderschutz“ eingerichtet.


Online-Konsil

Als weiterer Baustein der Projektbildung werden rechtsmedizinische Telekonsile angeboten. Dies soll den niedergelassenen und klinisch tätigen Ärzten die Inanspruchnahme rechtsmedizinischen Expertenwissens erleichtern. Bei unklaren Befunden kann durch die  behandelnden Ärzte digitales Bildmaterial angefertigt und die entsprechenden Aufnahmen telemetrisch über das System ‚Cryptshare‘ an das Institut für Rechtsmedizin übersandt werden (http://cryptshare.mh-hannover.de). Nach Vergabe und telefonischer Übermittlung eines persönlichen Passwortes werden die schriftlichen und fotografischen Befunde rechtsmedizinisch (mit)beurteilt und weitere Maßnahmen besprochen. Bitte versenden Sie keine unverschlüsselten Emails! Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Telekonsile bieten im Flächenland Niedersachsen die Möglichkeit einer ortsunabhängigen, zeitsparenden, standardisierten und effektiven Einschätzung sowie Hilfestellung bei der Diagnostik körperlicher und sexueller Gewalt im Kindesalter.


Neben der telefonischen Beratung, den klinisch-forensischen Untersuchungen in der Kinderschutzambulanz und den Telekonsilen, kann im Bedarfsfall konsiliarisch auch eine wohnortnahe rechtsmedizinische Begutachtung durchgeführt werden. Weitere Projektbausteine sind Fortbildungs- und Aufklärungsveranstaltungen mit dem Ziel einer Sensibilisierung zur verbesserten Früherkennung von Formen körperlicher und sexueller Gewalt.

Damit öffnet sich die rechtsmedizinische Kompetenz betroffenen und interessierten Kreisen in weiterem Ausmaß. Eine schnelle kompetente Diagnostik dient bei nicht bestätigtem Verdacht auch der Entlastung von fälschlicherweise Beschuldigten und bedeutet bei begründetem Verdacht eine schnellere Gefahrenabwehr. Dadurch können weitere zuständige Institutionen begründete Schutz- und Hilfsmaßnahmen oder Empfehlungen im Rahmen des bestmöglichen Opferschutzes zum Schutz vor weiteren Verletzungen ergreifen. So bietet das "Projekt Kinderschutz" kompetente Ansprechpartner zum Schutz der Kinder, zur Wahrung der Elternrechte und bei der Wahrheitsfindung.

Die Kinderschutzambulanz wird durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert sowie von der Wilhelm Hirte Stiftung Hannover unterstützt. Ferner war zur Verwirklichung des Projektes die freundliche Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der MHH e.V. erforderlich und hilfreich.




Kontakt:
Prof. Dr. med. Anette Solveig Debertin, MBA
Dr. med. Melanie Todt
Frau Gabi Lüning, Sekretariat
- Projekt Kinderschutz -
Institut für Rechtsmedizin
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
 
Telefon: 0511 532 5533
Fax: 0511 532 5635
Mo – Do von 08:00 – 16:00 Uhr, Fr von 08:00 – 14:00 Uhr
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rechtsmedizin.kinderschutzmh-hannover.de

 

 

 

Das Team der Kinderschutzambulanz –
Dr. med. M. Todt (l), G. Lüning (m) und Prof. Dr. med. A.S. Debertin (r) mit der ermunternden Handpuppe ‘Trixie’