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Perinatale Neuroepidemiologie

 

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Insa Hoffmann, Dr. med.

Projektbeschreibung

 

Trotz des immensen medizinischen Fortschrittes mit deutlich gestiegenen Überlebenschancen sind zu früh geborene Kinder noch immer einem hohen Risiko für Hirnschäden und daraus resultierenden neurologischen Defiziten ausgesetzt. Pathogenetisch scheint ein subklinisches Entzündungsgeschehen im mütterlichen Uterus eine systemische Inflammationsantwort mit exzessiver Zytokinproduktion innerhalb des fetalen Kreislaufs auslösen zu können. Diese Inflammationsantwort kann dabei sowohl zur Frühgeburt an sich als auch zu weiterer Organschädigung beitragen [1, 2]. Die exakten zugrundeliegenden Pathomechanismen sind allerdings bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

Neuregulin-1 (NRG1) wird derzeit als potentieller endogen verfügbarer Neuroprotektor diskutiert [3]. Dabei handelt es sich um ein Mitglied einer großen Familie von Wachstumsfaktoren, deren gemeinsames Merkmal eine dem EGF-Rezeptor ähnliche Domäne ist. Diese stellt gleichzeitig die Bindungsstelle zu den spezifischen Rezeptoren, den ErbB-Rezeptoren dar. Die Interaktion von NRGs und ErbB-Rezeptoren spielt eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl von Entwicklungs- und Differenzierungsprozessen verschiedener Organsysteme. Im Tiermodell sind sowohl NRG- als auch ErbB4-Rezeptor-defiziente Feten nicht lebensfähig, sondern versterben noch während der Embryogenese aufgrund von Fehlentwicklungen des Herzens [4].

Das aktuelle Projekt zielt nun darauf hinaus, die potenziellen neuroprotektiven Funktionen von NRG1 insbesondere in einem Szenario inflammationsinduzierter neonataler Hirnschäden tiefergehend zu untersuchen. Dazu verwenden wir ein etabliertes Tiermodel LPS-induzierter Hirnschädigung [5, 6] in Wildtyp- und ErbB4-transgenen Mäusen [7]. Wir spekulieren, dass generell das Ausmaß des induzierten Hirnschadens durch NRG1 gemildert, durch die ErbB4-Rezeptor-Deletion jedoch verstärkt wird.

 

Literatur

 

 

1. Romero, R., et al., The role of inflammation and infection in preterm birth. Semin Reprod Med, 2007. 25(1): p. 21-39.

 

2. Dammann, O. and A. Leviton, Infection remote from the brain, neonatal white matter damage, and cerebral palsy in the preterm infant. Semin Pediatr Neurol, 1998. 5(3): p. 190-201.

 

3. Dammann, O., et al., Neuregulin-1: A Potential Endogenous Protector in Perinatal Brain White Matter Damage. Neonatology, 2007. 93(3): p. 182-187.

 

4. Meyer, D. and C. Birchmeier, Multiple essential functions of neuregulin in development. Nature, 1995. 378(6555): p. 386-90.

 

5. Elovitz, M.A., et al., A new model for inflammation-induced preterm birth: the role of platelet-activating factor and Toll-like receptor-4. Am J Pathol, 2003. 163(5): p. 2103-11.

 

6. Wang, X., et al., Lipopolysaccharide-induced inflammation and perinatal brain injury. Semin Fetal Neonatal Med, 2006. 11(5): p. 343-53.

 

7. Tidcombe, H., et al., Neural and mammary gland defects in ErbB4 knockout mice genetically rescued from embryonic lethality. Proc Natl Acad Sci U S A, 2003. 100(14): p. 8281-6.

 

Publikationen

 

1. Hoffmann, I. et al., Developmental and Genetic Influence on LPS-induced Neuregulin-1ß production (Abstract: Pediatric Academic Societies´ Annual Meeting 2007)

 

2. Hoffmann, I. et al., Neuregulin-1, the fetal endothelium, and brain damage in preterm newborns. Brain Behav Immun. 2010 Jul;24(5): p. 784-91.

 

Betreuung

 

Christiane Dammann

 

Olaf Dammann

 

Kontakt

 

Dr. med. Insa Hoffmann

Tel.: 0176/ 1532 6112 (mobil)

17-6112 (MHH intern)

Fax.: 0511/ 532 6827

Email: Hoffmann.Insa@mh-hannover.de

V.i.S.d.P: Olaf Dammann, aktualisiert am: 09.05.2007