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Innovationsbezogene Technologiebewertung von kardiovaskulären Implantaten

 EBM & HTA  |  Projekte

Ziele

 

Im Rahmen des Kompetenzzentrums für Medizintechnik „Kardiovaskuläre Implantate“ soll die exemplarische Bewertung medizintechnologischen Innovationen, die sich zum Zeitpunkt der Untersuchung noch im früheren Entwicklungsstadium befinden, ermöglicht werden.

 

Ergebnisse

 

Die im Antrag formulierten Ziele konnten vollständig erreicht werden. Die adaptierten Methoden sind für multikriterielle Entscheidung unter Unsicherheit praktikabel und ermöglichen ein frühzeitiges Feedback wichtiger Kriterien- und Parameterausprägungen an Entwickler, Industriepartner und andere Entscheidungsträger. Vorteile des AHP-Verfahrens sind die hohe Akzeptanz bei den befragten Experten und  die Möglichkeit über Sensitivitätsanalysen Variationen der zukünftigen Rahmenbedingungen abzubilden. Die  Modellentwicklung und die Befragung von hochrangigen Experten ist allerdings aufwendig. Aus diesem Grund haben wir parallel eine Gruppe von Public-Health-Experten befragt - mit nahezu identischen Bewertungsergebnissen. Die Einbeziehung dieser Expertengruppe in zukünftige Bewertungen könnte die Anwendung vereinfachen.
Das Needs-Assessment als Dreikomponenten-Instrument zur Bedarfsermittlung konnte in transparenter Weise den objektiven und individuellen Bedarf in Zusammenhang mit dem gebotenen Angebot an vorhandenen Gesundheitsleistung bei chronisch venöser Insuffizienz abbilden. Die Szenario-Technik lieferte in einem noch äußerst frühen Entwicklungsstadium der Technologie anhand von Trendszenarien Aussagen zur Machbarkeit und zu kritischen Störgrößen. Ihre Reichweite ist allerdings bei gesundheitstechnologischen Bewertungen durch ihren methodischen (algorhythmusbedingten) Determinismus zu relativieren.
Bei der Entscheidungsanalytik lag der Fokus besonders in ihrer Adaptation für Anwendungen bei emergenten Technologien. Die Modellierung und ihre Kalkulation gestalteten sich hierdurch aufwendiger. Das Instrument erwies sich in den Sensitivitätsanalysen als robust und geeignet. Die Einholung externer Expertise vor allem für die Bestimmung der Patientenlebensqualität ist methodisch schwer handhabbar und erfordert einen intensiven Austausch mit offenem Zugang zu den Experten. Beides konnte erfolgreich gelöst werden und bestätigt die Anwendbarkeit der entscheidungsanalytischen Modellierung aus gesellschaftlicher Perspektive auch in premarket Technologieentwicklungsphasen.

 

Die im Rahmen dieses Forschungsprojektes entwickelten Modelle lassen sich potentiell auf andere Bereiche der Medizin übertragen.