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Bestandsaufnahme der Rolle von Ambulanzen der Hochschulkliniken in Forschung, Lehre und Versorgung an ausgewählten Standorten (Hochschulambulanzenstudie)

 

Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik    Projekte    Lehre    Publikationen


Projektleitung:


Prof. Dr. Dr. K. Lauterbach, Dr. M. Lüngen, Prof. Dr. F.W. Schwartz, Dr. C. Krauth,
Prof. Dr. H. Schmitz, Dr. P. Potthoff

Laufzeit:

2001-2003

Projektförderer:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Institutionen:

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Kooperationspartner:

Universität Köln, GEBERA, NFO Infratest Health

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. PH Iris Brandes, Dr. A. Gerhardus, Dr. S. Stock, T. Steinbache, B. Klostermann, S. Dunst, U. Müller

Schwerpunkt:

Gesundheitsökonomische Evaluation

Hintergrund und Ziele: Seit einiger Zeit findet eine intensive Diskussion um eine leistungsorientierte und aufwandsgerechte Zuordnung der begrenzten finanziellen Mittel im Bereich der Hochschulmedizin statt. Insbesondere für die Hochschulambulanzen sind jedoch aufgrund der vorliegenden Datenlage keine umfassenden und eindeutigen Aussagen über das Leistungsspektrum oder die Kostensituation möglich. Im Rahmen der vorgestellten Studie wurde erstmals eine Bestandsaufnahme über die Rolle der Hochschulambulanzen in Versorgung, Forschung und Lehre an ausgewählten Standorten erstellt.
Methode: Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurden auf Basis eines einheitlichen Untersuchungsdesigns in verschiedenen Ambulanzen an ausgewählten Standorten prospektive und retrospektive Erhebungen durchgeführt.


Ergebnisse: Das wichtigste Ergebnis der Studie lautet, dass Hochschulambulanzen weitaus intensiver in das regionale und überregionale Versorgungsgeschehen integriert sind, als dies derzeit vom gesetzlichen Auftrag vorgesehen ist. Die gesetzlichen Aufgaben der Forschung und Lehre machen demgegenüber nur einen eher geringen Anteil der Leistungen aus. Die Komplexität und der Umfang der Versorgungsleistungen werden durch die Vergütung nicht adäquat abgebildet. Es muss vermutet werden, dass der Versorgungsbereich durch Forschung und Lehre subventioniert wird.

 
Diskussion: Die Ambulanzen wiesen teilweise sehr unterschiedliche organisatorische und strukturelle Gegebenheiten auf. Die Ergebnisse unterstützen diesen Aspekt und sind daher nur unter Vorbehalt auf andere Fachbereiche oder Standorte übertragbar.


Ausblick: Die gesundheitspolitischen Implikationen der Studie sind erheblich. Es ist absehbar, dass die gegenwärtige gesetzliche Grundlage insbesondere der Hochschulambulanzen der Überarbeitung bedarf. Eine Fokussierung der Ambulanzen auf einzelne Versorgungs- und Forschungsschwerpunkte wird im Hinblick auf die Einwerbung finanzieller Mittel Vorteile erbringen.