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Team Hämatoonkogenetik

 

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„Knochenmarkzellen, so genannte hämatopoietische Stammzellen, bilden reife Blutzellen. Wenn sie diese Fähigkeit verlieren, ist der gesamte Blutbildungsprozess gestört. Die Folge sind unterschiedliche Krankheitsbilder. Die AG Chromosomale Instabilität untersucht, welche Veränderungen hämatopoietischer Stammzellen zu einer chromosomalen Instabilität und damit zu einer äußerst aggressiven Form einer akuten Leukämie führen.“ 

(Prof. Dr. med. Gudrun Göhring, Ltd. Oberärztin, Teamleitung)

 

 
Mitarbeiter/innen:
 

 

Dr. rer. nat. Kathrin Thomay, PhD, Post-Doc, Fortbildung zur Fachhumangenetikerin (GfH)

 

Yvonne Behrens: M.Sc., cand. Dr. rer. nat.

 

Juliane Ebersold (BTA)

 

Andrea Schienke (VMTA)

 

Maike Hagedorn (VMTA)

 

  • Unser Forschungsziel

     

    Unser Ziel ist, diese Mechanismen der Entstehung chromosomaler Instabilität im MDS bzw. in hämatologischen Stammzellen näher aufzuklären. Als mögliche Ursachen für CIN und die Entstehung komplexer Aberrationen beim MDS mit Deletion in 5q konnten wir u.a. eine exzessive Telomerverkürzung, alterierte DNA-Reparatur sowie TP53 Mutationen beschreiben. Diese Zusammenhänge der Entstehung von CIN werden von uns näher untersucht. Weiterhin kann die Frage nach der chromosomalen Instabilität und dem Auswachsen aberranter Klone am besten in vivo beantwortet werden, da nur im Knochenmark ein natürlicher Selektionsdruck gegeben ist. Daher arbeiten wir u.a. auch an humanisierten Xenotransplantationsmodellen (NSG-Mäuse).

     

     

    Einfluß kritisch kurzer Telomere auf die chromosomale Instabilität

     

    Die komplexen Karyotypen werden neben der klassischen Bänderungsanalyse mit weiterführenden Methoden wie z.B. der multicolor Fluoreszenz in-situ Hybridisierung (mFISH) untersucht. Die Telomerlängenmessung wird mit der sogenannten Telomer/Zentromer-Fluoreszenz in-situ Hybridisierung (T/C-FISH) in Kombination mit R-Bandenanalyse sowie mittels quantitativer realtimePCR durchgeführt.

     

    Karyotypaufklärung durch mFISH bei einem Patienten mit MDS und komplex aberrantem Karyotyp

    Telomerlängenbestimmung mittels T/C-FISH bei einem Patienten mit MDS

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    Einfluß defekter DNA-Reparatur auf chromosomale Instabilität

     

    Die DNA-Reparatur wird anhand von γH2AX-Foci in der Immunfluoreszenz (IF) untersucht. Während der Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen wird das Histon H2AX durch das ATM-Gen phoshoryliert und zu  γH2AX umgewandelt. Diese Form des Histons wird mittels Fluoreszenzfarbstoff sichtbar gemacht. Jedes Floureszenzsignal entspricht einem DNA-Doppelstrangbruch. Somit kann die DNA-Reparaturkapazität über die Anzahl der γH2AX-Foci gemessen werden.

     

     

    Abb. A+B: Quantifizierung der DNA-Reparatur durch γH2AX-Foci in IF.

    Zelllinie F36P vor (a) und nach (b) Behandlung mit Mitomycin C (MMC)

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  • Unsere Forschungsschwerpunkte

     

    Die Aufklärung des Einflusses chromosomaler Instabilität (CIN) auf die maligne Transformation hämatopoetischer Stammzellen (HSZ) ist unser  Forschungsschwerpunkt.

     

    Dabei konzentrieren wir uns primär auf das myelodysplastische Syndrom (MDS) mit Deletion in 5q, einer heterogenen klonalen Erkrankung HSZ.