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Exzellenzcluster Hearing4all

 

  • Hearing4all präsentiert Brain-Computer-Interfaces auf der CeBIT 2016, der weltweit größten IT-Messe

    Ein Hörsystem, das sich vom menschlichen Gehirn so steuern lässt, dass es die Aufmerksamkeit völlig unbewusst auf den gewünschten Sprecher lenkt, etwa inmitten einer Stehparty, oder bewusst zwischen Programmen zur Musik- und Sprachverarbeitung  wechselt – das war bisher Science-Fiction. Für die Forscher im Exzellenzcluster Hearing4all in Oldenburg und Hannover ist genau diese Gedankenkontrolle ein klarer Auftrag. Denn ein mit einem Hörsystem gekoppeltes Brain-Computer-Interface (BCI) könnte dem Benutzer die volle (Gedanken-)Kontrolle über die Programmauswahl geben – ohne externe Fernbedienung oder andere umständliche Lösungen. Nichts liegt bei diesem Forschungsziel also näher, als sich bei der weltweit größten IT-Messe, der CeBIT 2016, der Fachwelt in Hannover zu präsentieren. Fünf Tage lang hat sich der Exzellenzcluster am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen der weltweiten Computerelite vorgestellt und gezeigt, wie ein BCI für Hörgeschädigte funktioniert: Konkret werden für eine solche Steuerung die Elektroenzephalogrammsignale (EEG) ausgewertet, um die Hirnantworten auf motorische oder visuelle Reize zu analysieren. Schon jetzt existieren nichtinvasive auditorische BCIs, die sowohl die auditorische Aufmerksamkeit als auch bildgebende EEG-Antworten benutzen. Die Forscher im Exzellenzcluster Hearing4all arbeiten an einem BCI-Gerät, das nahezu in Echtzeit mit dem Hörsystem kommunizieren und von Schwerhörenden im Alltag erfolgreich eingesetzt werden soll.

    Insgesamt war die Präsenz auf der CeBIT - in diesem Jahr zum Themenschwerpunkt Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft - mehr als erfolgreich: Zahllose Fachbesucher und interessierte Laien haben sich von unseren Hörforschern erläutern lassen, wie die Zukunft der Hörsysteme aussieht. Das Umfeld dazu war kongenial, denn die CeBIT hat in diesem Jahr rund 3.300 Aussteller aus 70 Nationen sowie etwa 220.000 Besucher gezählt. Von den Organisatoren hieß es, dass jeder CeBIT-Gast 32 Unternehmen besuchte, gegenüber 26 im Vorjahr. Gute Vorzeichen also für H4A, um auch auf der CeBIT 2017 eine Präsenz ins Auge zu fassen.


    Exzellenzcluster Hearing4all lädt zum 4.internationalen Symposium

    Zum vierten internationalen Symposium unter dem Titel „The Future of Hearing“ lädt der Exzellenzcluster Hearing4all von Donnerstag, 19. November, bis Freitag, 20. November 2015, nach Hannover an die Medizinische Hochschule ein. Zu den hochkarätigen Gastrednern gehören am Donnerstag Prof. Bruce J. Gantz (USA), Prof. Alain Uziel (Frankreich), Prof. M. Charles Liberman (USA), Prof. Erwin Offeciers (Belgien) und Prof. Karolina Smeds (Schweden). Am zweiten Kongresstag sprechen Prof. Ad Snik (Niederlande), Jim Patrick (Australien), Dr. Jonas Obleser (Deutschland) und Prof. Martin Cooke (Spanien). 

     

    Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung. (pdf)


    Neue Veranstaltungsreihe: Medical Product Value Chain

     

    In der Medizintechnik bewegen sich Wissenschaftler zwischen hohen Innovationsraten, strengen Regularien und langsamen Markteinführungen. daher hat die HNO-Klinik der MHH gemeinsam mit dem Exzellenzcluster Hearing4al, BioRegioN, Fraunhofergesellschaft ITEM und BiomeTI e.V.
    eine neue Veranstaltungsreihe eingerichtet, die sich gleichermaßen an Forscher
    wie Firmen richtet. Dabei werden unterschiedliche Facetten
    und Schritte der gesamten Prozesskette beleuchtet sowie deren
    regulatorische Einbindung. Die Ergebnisse der einzelnen
    Veranstaltungen werden abschließend zusammengefasst,
    so dass die Teilnehmer/innen praxisnahe „Take-Home-Informationen“
    erhalten.

    Die Veranstaltungen finden einmal pro Monat statt. Die Termine und Kontaktdaten entnehmen Sie bitte dem Flyer (pdf).


    Der neue Newsletter "Click" ist erschienen

    Vortrag von Prof. Rönnberg aus Schweden

     

    Jerker Rönnberg, Professor der Psychologie, Direktor des "Swedish Institute for Disability Research and Linnaeus Centre HEAD" ist Ende Februar Gast im Deutschen HörZentrum Hannover.  Anlässlich seines Besuchs wird er im Rahmen von Hearing4all am 27. Februar um 17.00 Uhr im Hörsaal M einen Vortrag mit dem Titel "The Ease of Language Understanding (ELU) model: recent advances" halten, zu dem alle herzlich eingeladen sind.

    Abstract des Vortrages:
    Working memory is important for online language processing during conversation. This presentation gives an overview of some recent advances related to a working memory-based language understanding model, the ELU model (Rönnberg et al., 2013). The new ELU model is a meaning prediction system that depends on phonological and semantic interactions in rapid implicit and slower explicit processing mechanisms that both depend on working memory capacity, albeit in different ways. New behavioral and neurocognitive data are presented and some new predictions and clinical implications are outlined.


    2. Internationales Symposium des Exzellenzclusters Hearing4all in Hannover

    Vom 7.-8. November 2013 fand in Hannover das zweite Internationale Kolloquium des Exzellenzclusters Hearing4all statt. Organisator der Veranstaltung war die HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, dessen Direktor Prof. Thomas Lenarz stellvertretender Sprecher des Exzellenzclusters ist.
    Mit dem jährlich im November stattfindenden internationalen Symposium möchte der Exzellenzcluster den Erfahrungs- und Wissensaustausch mit der interessierten Fachwelt sowie mit internationalen Experten der Hörforschung fördern. Entsprechend den drei übergeordneten Forschungsfeldern (FF) des Exzellenzclusters war das Vortragsprogramms in drei thematische Blöcke gegliedert, denen die 7 Task Groups (TG) des Clusters zugeordnet waren.

    Neben sieben 40 minütigen Vorträgen externer, international renommierter Wissenschaftler wurde den Task Groups der jeweiligen Forschungsfelder Raum gegeben, ihre wissenschaftliche Arbeit vorzustellen. Durch eine Posterausstellung mit insgesamt 56 Postern sollte insbesondere auch den vielen Nachwuchswissenschaflern im Cluster eine Möglichkeit geboten werden, ihre Arbeiten vorzustellen.

    Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Thomas Lenarz gab Prof. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters, einen kurzen Abriss über die Struktur des Clusters und die Entwicklung im ersten Jahr des Bestehens. Neben der wissenschaftlichen Arbeit hat sich der Cluster die Nachwuchsförderung auf die Fahnen geschrieben, was sich durch die Einrichtung einer Vielzahl von Junior Professuren, Postdoc- und Doktorandenstellen sowie einer strukturierten Doktorandenausbildung in Form einer Joint Research Akademie manifestiert. Durch ein Translational Research Center (TRC) und Translational Advisory Board wird von Anfang gewährleistet, dass die Grundlagenforschung nicht nur um ihrer selbst willen betrieben wird, sondern sich an den Fragestellungen der (klinischen) Anwendung orientiert. Ferner soll durch das TRC auch die Vermarktung von Technologien in Angriff genommen werden.

    Absolute Highlights des Symposiums waren sicherlich die Vorträge der sieben externen Referenten.
    •    Christoph Schreiner von der University of California in San Francisco, USA, stellte grundlegende Mechanismen vor, die Einfluss auf die Plastizität im auditorischen Kortex haben. Eine der Schlussfolgerungen ist, das neben technischen Hörhilfen auch ein kognitives Re-Training des zentralen auditorischen Systems von Bedeutung ist.
    •    Barbara Canlon vom Karilinska Institut in Stockholm, Schweden, berichtete über die innere Uhr der Cochlea. Sie konnte an Mäusen nachweisen, dass die Anfälligkeit des Innenohres für ein Lärmtrauma in der Nacht höher ist als am Tag (gemessen an der Verschiebung der ABR-Schwelle 2 Tage nach Lärmtrauma).
    •    Jil Firszt von der Washington University School of Medicine, St. Louis, USA, berichtete über die Implantation in Patienten mit asymmetrischem Hörverlust, die lediglich auf einer Seite von einem Hörgerät profitierten und sich an das unilaterale Hören angepasst hatten. Sie konnte zeigen, dass auch solche Patienten von einem CI profitieren und ein besseres Sprachverständnis erreichen.
    •    Erwin Hochmair von der Universität Innsbruck, Österreich, Pionier der Cochlea-Implantat-Entwicklung und Gründer der Fa. MED-EL gab einen Rückblick auf die Meilensteine der Entwicklung des Cochlea-Implantats.
    •    Karlheinz Brandenburg von der Technischen Universität Illmenau, Deutschland, und Erfinder der MP3-Technik veranschaulichte anhand von Hörbeispielen die große Effektivität der psychoakustischen Codierung und stellte neue Entwicklungtrends vor.
    •    Florian Solzbacher, University of Utah, Salt Lake City, USA, geschäftsführender Vorstand der Firma Blackrock Microsystems stellte seine Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektrodenentwicklung auf dem Gebiet kortikaler und peripherer Anwendungen vor. Neben der Stimulation kommen den Elektroden auch sensorische Funktionen zu. So präsentierte er Systeme, die als sensorische Plattformen für metabolische und Biomarker-Moleküle dienen.
    •    Robert Shannon vom Implant Research House Ear Institute, Los Angeles, USA, berichtete über neue Entwicklungen im Bereich der Auditory-Brainstem-Implantate. Während in der Vergangenheit das Hörempfinden durch die nicht vorhandene tonotope Struktur im Hirnstamm nur sehr stark eingeschränkt wiederhergestellt werden konnte, präsentierte er in seinem Vortrag einen früh implantierten von Geburt an tauben Jungen, der mittlerweile ein hervorragendes Sprachverständnis entwickelt hat.

    Die Cluster-internen Referenten richteten ihre Vorträge unmittelbar an den Themen und Projekten des Exzellenzclusters aus.

    Am Ende dieser hochkarätigen Veranstaltung hatten die Teilnehmer vielfältige Anregungen für die eigene Arbeit mitgenommen. Durch die thematische Breite der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinwegzuschauen, was die Diskussionen stark belebte. Die Mischung von externen und internen Vorträgen fand großen Anklang und scheint für ein Exzellenzcluster ein gutes Rezept zu sein, eine breite Vernetzung von Wissenschaftlern im Cluster zu fördern.

     

    -> Abstractband (pdf)


    Hearing4all lädt zum Internationalen Symposium 2013

    Zum zweiten Mal lädt der junge Exzellenzcluster Hearing4all zu einem internationalen Symposium mit hochkarätigen Rednern ein. Von Donnerstag, 7. November, bis Freitag, 8. November, sprechen unter anderem Prof. Christoph Schreiner aus San Francisco, Prof. Dr. Barbara Canlon (Stockholm), Dr. Jill Firszt (St. Louis), der Cochlea-Implantat-Pionier Prof. Dr. Erwin Hochmair aus Innsbruck sowie Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, Ilmenau, und Prof. Dr. Florian Solzbacher (Salt Lake City).

    Das zweitägige Symposium an der Medizinischen Hochschule Hannover beginnt am Donnerstag, 7. November, um 11 Uhr im International Neuroscience Institute und wird am Freitag, 8. November, ab 9 Uhr fortgesetzt.

    Mehr Infos hier

     

  • Kontakt

     

    Der Exzellenzcluster H4A vereint die Kompetenz der Hörforschung in Oldenburg und Hannover. Sprecher ist Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier (Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg). Prof. Prof. h.c. Dr. Thomas Lenarz (Medizinische Hochschule Hannover), Direktor der HNO-Klinik der MHH, koordiniert die Forschungsarbeiten am Standort Hannover.


    Ihre Kontaktmöglichkeiten zu Hearing4all am Standort Hannover:

     

    Koordinator Hannover:

    Prof. Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz
    OE 6500
    Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
    Tel.: 049 511 532 – 6565
    E-Mail: lenarz.thomas@mh-hannover.de

     

     

    Geschäftsstelle Hannover:

    Geschäftsführer
    Dr. rer. nat. Johannes Stein
    OE 6500
    Tel.: 049 511 532 – 9194
    E-Mail: stein.johannes@mh-hannover.de

     

    Sekretariat
    Annika Buchholz
    Tel.: 049 511 532 – 9151
    E-Mail: buchholz.annika@mh-hannover.de

     

    Forschungskoordination
    Dr. rer. nat. Katherina Goris
    OE 6500
    H4A
    Tel.: 049 511 532 – 3809
    goris.katherina@mh-hannover.de

     

    Öffentlichkeitsarbeit
    Daniela Beyer
    OE 6500
    H4A
    Tel.: 049 511 532 – 3016
    beyer.daniela@mh-hannover.de

     

     

    Joint Research Academy:

    Leitung
    Prof. Dr. Andrej Kral
    kral.andrej@mh-hannover.de

    Koordination
    Dr. Christine Baumhoff
    baumhoff.christine@mh-hannover.de

     
    Weitere Informationen finden Sie hier: www.hearing4all.de

    Hintergrund

     

    MHH holt begehrte Exzellenzinitiative nach Hannover

     
    28 Mio Euro Fördergeld für HNO-Klinik und Uni Oldenburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Die Hör-Standorte Hannover und Oldenburg haben den Sprung in die Exzellenzinitiative geschafft: Ihr gemeinsamer Exzellenzclusterantrag „Hearing4all“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat mit 28 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren gefördert. Am Konsortium rund um das Thema Hören sind neben der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universität Oldenburg und der Leibniz Universität Hannover auch die Hörzentren Hannover und Oldenburg, das Kompetenzzentrum HörTech, die Jade Hochschule, die Fraunhofer Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie und das Verbundinstitut für Audio- und Neurotechnologie VIANNA in Hannover beteiligt.

    „Dies ist ein großartiger Tag für die Hörforschung. Wir sind sehr stolz und freuen uns über die Krönung unserer bisherigen gemeinsamen Anstrengungen “, erklärt Professor Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz, Direktor der HNO-Klinik der MHH und Sprecher des Exzellenzclusters für die Beteiligten aus Hannover. „Wir sind froh, dass wir in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative trotz verschärfter Konkurrenz unsere Position noch ausbauen konnten“, sagte der mittlerweile ehemalige MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann. „Damit haben wir unsere Stellung an der Spitze der forschenden hochschulmedizinischen Einrichtungen in Deutschland und Europa festigen können“, betonte er.

    Ziel des interdisziplinären Verbundprojekts ist das „Hören für alle“, denn allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen (darunter mehr als 50% der über 65-Jährigen) unter behandlungsbedürftigem Hörverlust und daher unter erheblichen sozialen und gesellschaftlichen Nachteilen. „Mit verbesserter Diagnostik und abgestimmter Versorgung mit Hörhilfen können wir die Lebenssituation der Betroffenen entscheidend verbessern – sei es im Beruf oder in der Freizeit. So liegt unser Schwerpunkt in Hannover auf grundlegenden revolutionären Methoden der Diagnostik und der Wiederherstellung des Hörvermögens – und das gelingt uns dank der mittlerweile Vielzahl an unterschiedlichen Hörimplantaten. Durch den Exzellenzcluster werden unsere internationale Spitzenstellung auf diesem Gebiet weiter ausbauen“ prophezeit Prof. Lenarz.

    Vorgesehen ist zudem eine enge Kooperation mit allen weltweit führenden Hörimplantat- und Hörgeräte-Herstellern. „Bereits jetzt sind in der Mehrzahl aller Cochlea-Implantate und Hörgeräte unsere technologischen Entwicklungen aus Hannover oder Oldenburg enthalten“ so Prof. Lenarz.

     

    -> Entscheidungen in der Exzellenzinitiative (pdf)

     

    -> Info-Flyer des Exzellenzclusters

     

     

    Beteiligte Einrichtungen

     

    Am Konsortium rund um das Thema Hören sind beteiligt:

    • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
    • Universität Oldenburg
    • Leibniz Universität Hannover
    • Deutsches HörZentrum Hannover der HNO-Klinik an der MHH
    • Hörzentrum Oldenburg
    • Kompetenzzentrum HörTech Oldenburg
    • Jade Hochschule Oldenburg
    • Fraunhofer Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie
    • Verbundinstitut für Audio- und Neurotechnologie VIANNA Hannover

     

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