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Asthma Bronchiale bei Schulanfängern

 

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Projektleitung:


Prof. Dr. M. Gappa, Dr. D. B. Bartels, Dr. K. Buser

Laufzeit:

Projektförderer:

 

Institutionen:

Abteilung für Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie, MHH

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

Kooperationen:

Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover (Dr. A. Schammert-Prenzler)

Wiss. Mitarbeiter:

Dr. M. Dreier

Schwerpunkt:

 

 

Die Prävalenz von kindlichem Asthma bronchiale liegt in Deutschland bei 7-9 %. Asthma ist damit eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Anhand der aktuellen Querschnittserhebung im Raum Hannover bei 5-7jährigen Kindern, deren Eltern bei der Schuleingangsuntersuchung befragt werden, soll eine aktuelle Prävalenzschätzung erfolgen und assoziierte Risikofaktoren erhoben werden. Ein longitudinaler Vergleich mit einer entsprechenden Erhebung 10 Jahren zuvor wird Aufschlüsse über den derzeitigen Trend der Asthma-Häufigkeit und mögliche Ursachen geben. Nachdem in den Achtziger und Neunziger Jahren ein Anstieg der Prävalenz beobachtet wurde, liegen zur Zeit unterschiedliche Angaben vor, die entweder eine Stagnation oder eine weitere Zunahme der Prävalenz beschreiben.

 

Es ist bekannt, dass bei einem bedeutsamen Teil der Kinder mit Asthma-Symptomatik die Erkrankung nicht diagnostiziert und daher nicht adäquat behandelt wird. Daher werden im zweiten Teil der Studie bei Kindern mit Hinweisen auf Asthma eine ärztliche Untersuchung sowie eine Untersuchung der Lungenfunktion durchgeführt. Damit kann zum einen der Anteil der bislang nicht diagnostizierten Asthma-Erkrankungen bei Kindern abgeschätzt werden. Zum anderen kann die bisherige Schweregradeinteilung bei kindlichem Asthma, die sich vor allem an der Lungenfunktion orientiert, überprüft werden. Es gibt Hinweise, dass die meisten Kinder mit Asthma bronchiale eine normale Lungenfunktion aufweisen, so dass entsprechend der Leitlinien kein oder nur ein leichtgradiges Asthma diagnostiziert wird. Dies kann zu einer Unterdiagnose von Asthma und zu einer Unterschätzung des Schweregrades führen.

 

An die Studie sind zwei Dissertation im Fach Humanmedizin angegliedert.

Erste Ergebnisse wurden bereits publiziert.