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Familien-LOM

 

 

Das Familien-LOM ist eine besondere Form der leistungsorientierten Mittelvergabe für Kliniken und Institute an der MHH, die Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen nach der Geburt weiter beschäftigen und ihnen die Rückkehr innerhalb eines Jahres an ihren Arbeitsplatz ermöglichen. Darin erfolgreiche Institute erhalten 12.000 Euro

 

Die Vergabekriterien für das Familien-LOM sind:

  • Die Ärztin oder Wissenschaftlerin ist innerhalb eines Jahres, gerechnet vom Geburtstermin des Kindes, an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt.
  • Ein erkennbarer Wiedereinstieg liegt vor.
  • Die Ärztin oder Wissenschaftlerin ist zum Vergabezeitpunkt der Mittel und deutlich über den Rückkehrtermin hinaus noch an der MHH beschäftigt.

 

Die Mittelverwendung

 

Das Familien-LOM muss entweder für die direkte Förderung der Ärztin bzw. Wissenschaftlerin oder für die allgemeine Förderung von Familienfreundlichkeit und Gleichstellung in der Klinik/im Institut eingesetzt werden. Hierbei können und sollen die Kliniken und Institute kreativ sein.

 

Zur Entstehung des Familien-LOM

 

Die erste Leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) für Forschung wurde an der MHH 2005 eingeführt. Sie integrierte von Beginn an eine besondere Fördermaßnahme für Nachwuchswissenschaftlerinnen, indem die wissenschaftlichen Leistungen von Frauen mit dem Faktor 1,5 in die Berechnungen aufgenommen wurden. Die Institute bzw. Kliniken der MHH und die Arbeitsgruppe, die LOM erwirtschaften, haben auf diese Weise einen direkten finanziellen Gewinn durch die Arbeit von Wissenschaftlerinnen. Dadurch entsteht ein besonderer Anreiz, Frauen zu fördern und zu halten. Außerdem werden die wissenschaftlichen Leistungen von Frauen sichtbarer. Der Frauenfaktor im Forschungs-LOM hat als innovative und erfolgreiche Frauenfördermaßnahme nicht nur hochschulintern, sondern auch bundesweit einen guten Ruf

 

Als die MHH im Rahmen des von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projektes "Familie in der Hochschule" eine neue Maßnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf konzipierte und einen finanziellen Anreiz für Kliniken, die Mütter beschäftigen, schaffen wollte, lag es daher nahe, den LOM-Begriff aufzugreifen, und das Familien-LOM war geboren. In der Anfangsphase wurde das Familien-LOM von der Robert-Bosch-Stiftung co-finanziert. Diese Förderung lief 2010 aus und das Präsidium der MHH entschloss sich dazu, das Projekt künftig voll aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

 

2010 wurde die MHH für das Familien-LOM vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft mit der Hochschulperle ausgezeichnet. Seither hat sich das Familien-LOM an der MHH immer weiter etabliert.

 

Abläufe

 

Damit eine Abteilung Familien-LOM erhält, muss kein Antrag gestellt werden. Zweimal im Jahr fordert das Gleichstellungsbüro beim Personalmanagement die Daten von allen Ärztinnen - und seit 2015 auch - Wissenschaftlerinnen an, die bis zum Stichtag 1. Januar bzw. 1. Juli innerhalb eines Jahres nach der Geburt ihres Kindes an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind. Anschließend erfolgt eine ergänzende Recherche in den Kliniken bzw. Instituten.

 

Wenn alle benötigten Daten vorliegen, übermittelt die Gleichstellungsbeauftragte die Ergebnisse an den Präsidenten der MHH, der dann die Abteilungsleitungen schriftlich über die Mittelvergabe informiert und die Mittelzuweisungen veranlasst.

 

Hier sind einige Beispiele für eine zweckgemäße Verwendung:

 

  • Gendersensibilisierungstrainings für Führungskräfte
  • Einrichtung eines Home-Office-Arbeitsplatzes für die zurückgekehrte Kollegin
  • Finanzierung von Kongress- oder Forschungsreisen für die zurückgekehrte Kollegin oder anderer Kolleginnen
  • Finanzierung der Erarbeitung eines familienfreundlichen Schichtplans
  • Finanzierung von Kinderbetreuung
  • Coachings für Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen in der Klinik/im Institut
  • Finanzierung von technischen Hilfsmitteln oder einer Assistenzkraft zur Unterstützung der zurückgekehrten Ärztin/Wissenschaftlerin

 

Der Verwendungsnachweis

 

Im Gleichstellungsplan 2013-2016 wurde festgelegt, dass die zweckentsprechende Verwendung des Familien-LOM ein Jahr nach der Auszahlung durch die Institute oder Kliniken nachgewiesen werden muss.

 

Für den Verwendungsnachweis sind Belege und eine kurze Begründung erforderlich, die nachvollziehbar machen, inwieweit die Ausgabe entweder der Familienfreundlichkeit oder der Gleichstellung im Institut bzw. in der Klinik dient. Diese Unterlagen sollen entweder per Mail oder Hauspost an die Gleichstellungsbeauftragte gesendet werden und dienen zur Vorlage bei der Kommission für Gleichstellung und beim Präsidenten der MHH.

 

Kontakt

Andrea Kroß
Gleichstellung OE 0013
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

 

Telefon: 0511 532-6502
Fax: 0511 532-3441
E-Mail: familienauditmh-Hannover.de