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UfaR - Die Bedeutung von Umweltfaktoren in der medizinischen Rehabilitation zur Förderung von Teilhabe

Integrative Rehabilitationsforschung   |   Projekte   |   Publikationen


Projektleitung:

Prof. Dr. Thorsten Meyer

Dr. Anke Menzel-Begemann

Laufzeit:

09/2014-02/2016

Projektförderer:

GfR – Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften NRW

Institutionen:

- Forschungsbereich Integrative Rehabilitations-forschung, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH

- Arbeitsgruppe Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld

Schwerpunkt:

Linkage-Verfahren, Qualitativer Anteil mit Experten/innen-Workshops und Gruppendiskussionen

Wiss. Mitarbeiter/innen:

Vera Kleineke, MPH

Kooperationspartner:

Burkhard Wild, M.A. – Geschäftsstelle Rehabilitations-Forschungsnetzwerk der Deutschen Renten-versicherung Rheinland

Hintergrund und Fragestellung:
Die Förderung der Teilhabe von Rehabilitanden/innen stellt ein zentrales Ziel der medizinischen Rehabilitation dar. Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO sowie das ihr zugrundeliegende biopsychosoziale Modell spielen für die Rehabilitation eine bedeutende Rolle und können als Ausgangspunkt für die Erreichung des Ziels der Teilhabeförderung betrachtet werden. Dem biopsychosozialen Modell ist zu entnehmen, dass Umweltfaktoren in Wechselwirkungen mit dem Gesundheitszustand und der Teilhabe einer Person stehen. Daher liegt es nahe, über den Einbezug von Umweltfaktoren in den Rehabilitationsprozess eine Verbesserung der Teilhabe zu erzielen. Bislang werden Umweltfaktoren allerdings nur in geringem Umfang in rehabilitativen Maßnahmen berücksichtigt. Es fehlt zudem eine systematische Erfassung des Ist-Zustandes bezogen auf Umweltfaktoren in der Rehabilitation.

 

Daraus ergeben sich folgende Forschungsfragen:
• Welche Umweltfaktoren sind für die medizinische Rehabilitation relevant?
• Wie sind diese hinsichtlich ihrer Bedeutung und Umsetzung  vor den gegebenen Bedingungen des deutschen Rehabilitationswesens zu bewerten?


Diese Forschungslücke soll durch das Projekt UfaR geschlossen werden.

 


Methoden:
Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt:


1) Recherche und Sammlung: Identifikation von relevanten Umweltfaktoren aus ICF-Core Sets, dem Klassifikationssystem der Reha-Leistungen sowie aus relevanten Leitlinien.
2) Linkage-Verfahren: Zuordnung der identifizierten Umweltfaktoren zu den „environmental factor codes“ der ICF.
3) Praxis-Bezug: Durchführung von 2 Workshops mit Experten/innen aus dem Rehabilitationsbereich sowie von 8 Gruppendiskussionen mit Mitarbeitern/innen verschiedener Indikationsbereiche mit dem Ziel, die Umsetzbarkeit der identifizierten relevanten Umweltfaktoren zu diskutieren.
Abschließend sollen Handlungsempfehlungen zur Einbeziehung ausgewählter Umweltfaktoren in die medizinische Rehabilitation abgeleitet werden.