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IV Qual - Integrierte Versorgung aus Sicht von Patienten und Angehörigen

 

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Einführung eines integrierten Versorgungsmodells für die psychiatrische Versorgung. Analyse der Veränderungen auf den Ebenen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität anhand einer qualitativen Studie mit Patienten und Angehörigen (IV-Qual)


Projektleitung:


Prof. Dr. Thorsten Meyer

Laufzeit:

07/2010-10/2011

Projektförderer:

AOK-Bundesverband

Institutionen:

Forschungsbereich Integrative Rehabilitationsforschung, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, MHH;
Arbeitsbereich Versorgungsforschung, Institut für Sozialmedizin, Universität zu Lübeck

Kooperationspartner:

Dr. Matthias Walle, Zentrum für Sozialpsychiatrie und Nervenheilkunde am Ostebogen, Hemmorr, Niedersachsen

Schwerpunkt:

Qualitative Studie (Fokusgruppen in einer Interventions- und einer Kontrollregion)

Wiss. Mitarbeiter/innen:

Dr. Martina Jürgensen (Lübeck), Christiane Patzelt (Dipl.-Pflege- & Gesundheitswiss., Dipl.-Gesundheitswirtin) (Hannover)

 

Während bislang vor allem Kliniken als durchführende Akteure einer Integrierten Versorgung (IV) galten, wurde in Niedersachsen ein anderer Weg beschritten: Das hier mittlerweile etablierte System einer Integrierten Versorgung basiert auf träger- und berufsgruppenübergreifenden regionalen Netzwerken, die eine wohnortnahe Versorgung der Patienten ermöglichen sollen. Ein Beispiel für die Anwendung der IV und dabei wegbereitend ist das Zentrum für Sozialpsychiatrie und Nervenheilkunde am Ostebogen in der Region Hemmoor. Es bietet AOK-Versicherten mit psychischen Erkrankungen in der Region seit 2004 eine integrierte Versorgung an, bei der die gesamte psychiatrische Behandlung einschließlich der Krisenintervention durch eine zentrale Leitstelle koordiniert wird. Eine erste Evaluation dieses IV-Projekts zeigt eine Verringerung stationärer Klinikaufenthalte. Die vorliegende qualitative Studie soll die bisherigen Evaluationsergebnisse durch die explizite Integration der Sichtweisen der Betroffenen (Patienten und ihre Angehörige/primäre Bezugspersonen) ergänzen. Es sollen auf der Grundlage von Fokusgruppen mit schizophren Erkrankten und Angehörigen Unterschiede zwischen der IV und der Standardversorgung identifiziert und herausgearbeitet werden.

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Folgende Fragestellungen wurden in der qualitativen Studie behandelt:

  1. Wie nehmen im IV-Modell eingeschriebene Patienten mit Schizophrenie ihre Versorgungssituation in Bezug auf die psychiatrische Versorgung (Strukturen, Prozesse, Ergebnisse) wahr und wie bewerten diese Patienten ihre Versorgungssituation? Welche Bedarfe sehen die Patienten als gedeckt, nicht gedeckt bzw. ggf. als übermäßig gedeckt an?
  2. Falls die Patienten Erfahrungen mit der psychiatrischen Versorgung vor Einführung der IV aufweisen: welche Veränderungen haben die Patienten wahrgenommen?
  3. Wie sind die entsprechenden Sichtweisen, Bewertungen und Erfahrungen der Angehörigen bzw. primären Bezugspersonen der betroffenen Patienten?
  4. Inwieweit unterscheiden sich diese Sichtweisen, Bewertungen und Erfahrungen im Vergleich zu Patienten mit ähnlichem Krankheitsbild und ihren Angehörigen aus einer Region ohne IV?


Der Projektbericht liegt mittlerweile vor und kann bei Interesse vom Projektleiter bezogen werden. Weitere wissenschaftliche Publikationen zu den Projektergebnissen sind im kommenden Jahr 2012 zu erwarten.

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