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Hintergrund und Zielsetzung

Gegenwärtige Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sind vor dem Hintergrund der demographischen Transition und damit einhergehenden gesundheitlichen Einschränkungen einer alternden Bevölkerung (chronische Erkrankungen, Multimorbidität) sowie den medizinisch-technischen Entwicklungen bei gleichzeitig immer stärker diskutierten finanziellen Restriktionen zu reflektieren. Die gesundheitsbezogene Versorgung umfasst nicht nur medizinische Versorgung im engeren Sinne, sondern alle von Professionellen im Gesundheitssektor erbrachten Leistungen sowie Angebote außerhalb des Gesundheitssektors und das Engagement von Nicht-Professionellen. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich tradierte Rollenmuster von Professionellen und Nutzern in Richtung auf mehr Partizipation und informierte Entscheidung der Betroffenen verändert. Ebenso hat sich die defizitorientierte Sichtweise des Alterns zu einer differenzierteren und insbesondere ressourcenorientierten Betrachtung gewandelt, damit einher geht ein Wandel der Altersbilder.

Ziel des Programms war die Aufarbeitung und Weiterentwicklung vorliegender theoretischer Konzepte und empirischer Grundlagen, die Analyse der Responsiveness der Anbieter gesundheitsbezogener Versorgung und die Erhebung der Bedürfnisse und Ziele der Nutzer sowie die Entwicklung von Handlungskonzepten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Bei der Betrachtung des Alters wurde im Programm davon ausgegangen, dass Altern ein fließender Prozess ist; eine eindeutige Festlegung, wann Alter beginnt, ist, abgesehen von der sozialpolitischen Definition des Renteneintrittsalters, nicht möglich. Strategien für ein selbstbestimmtes Leben im Alter setzen bereits in den sogenannten mittleren Jahren an.

Das besondere Kennzeichen des Promotionsprogramms lag in einem Forschungsrahmen, der bei allen Vorhaben unterschiedliche Perspektiven verzahnte (s. Abb.). Alle Forschungsthemen wurden in der Umsetzung so bearbeitet, dass die Theorien und Konzepte, die Anbieter- und die Nutzerperspektive jeweils berücksichtigt wurden, wobei die Akzentuierung differieren konnte.

Forschungsfelder im Promotionsprogramm