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Ellen-Schmidt-Programm - Habilitationsförderung für Wissenschaftlerinnen

 

 

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Ellen-Schmidt-Programms.

 


Auf dieser Seite können Sie sich zum Thema Habilitationsförderung für Wissenschaftlerinnen informieren.

Das Habilitationsprogramm wird jährlich ausgeschrieben und ist eine Personalmittelförderung, die dazu dient, an der MHH beschäftigten Wissenschaftlerinnen durch die Freistellung von Routinetätigkeiten den Abschluss der Habilitation zu ermöglichen. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln werden jeweils zwischen vier und sieben Wissenschaftlerinnen gefördert. Mit den durch die Senatskommission für Gleichstellung zur Förderung ausgewählten Frauen werden individuelle, auf ihre berufliche und familiäre Situation zugeschnittene Verträge abgeschlossen und Vereinbarungen getroffen, die die wechselseitigen Verpflichtungen festschreiben. Die Abteilung, in der die geförderte Wissenschaftlerin arbeitet, garantiert ihre Freistellung für den Zeitraum der Förderung und stellt einen Arbeitsplatz zur Verfügung.

Die Namensgeberin

Namensgeberin für das Habilitationsprogramm für Wissenschaftlerinnen an der MHH ist seit 2012 Professorin Dr. Ellen Schmidt. Ellen Schmidt wurde am 1. April 1977 als erste und bisher einzige weibliche Rektorin an der MHH und bundesweit als dritte Wissenschaftlerin in diese Position gewählt.

1924 in Freiburg geboren, begann sie 1943 ihr Medizinstudium, welches durch ihre Tätigkeit als Schwester im Kriegslazarett unterbrochen wurde. Nach dem Krieg studierte sie neben Medizin auch Chemie und promovierte 1950 in Düsseldorf. Von Mainz über Kassel ging sie nach Marburg an die Medizinische Poliklinik. 1965 kam Ellen Schmidt nach Hannover, als ihr Ehemann Werner Schmidt zum Professor für Gastroenterologie an der MHH berufen worden war.

Im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Forschungen standen die Fragen der Enzymspezifität einzelner Organe, speziell der Leber, sodass ihr die Hochschuldozentur für experimentelle Hepatologie 1974 übertragen wurde. Das Forscherehepaar Schmidt gehörte damit mit zu den Begründern der klinischen Enzymforschung und der Entwicklung von Modellen zur Bestimmung von Enzymwerten im Blutserum. Ellen Schmidt wurde 1967 an der MHH habilitiert und 1971 zur apl. Professorin ernannt. Ab 1974 leitete sie das Forschungslabor der Abteilung Gastroenterologie. Zum 31. März 1991 ging Professorin Dr. Ellen Schmidt in den Ruhestand.

Frau Professorin Dr. Ellen Schmidt verstarb am 24. August 2012 im Alter von 88 Jahren.