SitemapImpressumDatenschutzerklärungdeutschenglish
MHH Logo

Preise und Auszeichnungen

Prof'in Meike Stiesch, Dr. Thorben König, Dr. Bärbel Miemietz (v.l.)

Am 3. September 2010 wurde zum ersten Mal der "Dissertationspreis für geschlechtersensible Medizin" an der MHH vergeben.

 

Nachstehend die Laudatio von Professorin Meike Stiesch, Leiterin der MHH-Klinik für Zahnärztliche Prothetik und biomedizinische Werkstoffkunde und Vorsitzende der Senatskommission für Gleichstellung:

 

"Ich freue mich sehr, dass wir  heute-  zum ersten Mal in der Geschichte der  MHH – einen Dissertationspreis für geschlechtersensible Medizin verleihen können. Der Preis konnte dank einer Spende eingerichtet werden und ist mit 5000 EUR dotiert. Eine solche Initiative kann sicherlich einen Beitrag dazu leisten, die Forschung in diese Richtung auch in der Zukunft weiter zu unterstützen.

 

In die Auswahl für den Dissertationspreis wurden Arbeiten einbezogen, die medizinische Themen im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern theoretisch und methodisch konsequent aufgearbeitet haben. Die  Auswahl erfolgte von der MHH Senatskommission für Gleichstellung in Verbindung mit dem Kompetenzzentrum für geschlechtersensible Medizin an der MHH.

 

Der Preis wird in diesem Jahr verliehen an Herrn Dr. Thorben König, geboren am 17.2.1981 in Hamburg. Herr König hat an der MHH Humanmedizin studiert und im November 2007 seine Approbation als Arzt erhalten. Seitdem ist er in der Klinik für Kardiologie und Angiologie der MHH Hannover tätig. Herr König war zudem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. 

 

Die mit dem Dissertationspreis ausgezeichnete Arbeit von Herrn Dr. König hat den Titel: „Einfluss der Androgendefizienz auf die kardiale Elektrophysiologie der Maus“, befasst sich also mit geschlechterspezifischen Unterschieden bei kardialen Erkrankungen, die er in einem von ihm etablierten Mausmodell untersucht. 

 

Von großer Bedeutung in dieser Dissertation sind insbesondere die Ergebnisse bezüglich des Einflusses von Geschlechtshormonen auf Befunde im Elektrokardiogramm. Seine Ergebnisse zeigen, dass Frauen ein größeres Risiko für eine bestimmte lebensbedrohliche Arrythmie aufweisen als Männer. Die vorgelegte Arbeit stellt somit einen wichtigen Schritt für das Verständnis geschlechterspezifischer Unterschiede bei kardialen Erkrankungen dar und gibt damit wertvolle Hinweise im Hinblick auf die Risikoeinschätzung sowie auf die Prophylaxe und Therapie dieser Erkrankungen.   

 

Herr König hat seine Bewerbung um den Preis folgendermaßen überschrieben „Ungleich behandeln um gleiches zu erreichen“ ein gutes Motto für die geschlechterspezifische Medizin, die darauf abzielt, bei weiblichen und männlichen Patienten trotz möglicherweise unterschiedlicher Ausgangsvoraussetzungen ein vergleichbar gutes Therapieergebnis zu erzielen.    

 

Herr König, ich danke Ihnen für diesen wesentlichen Beitrag zur geschlechtersensibeln Forschung, gratuliere Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft als Arzt und Forscher - hoffentlich weiter auf diesem Forschungsgebiet -  alles Gute."

 

Prof'in Dr. Meike Stiesch