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Ist die Elektronenmikroskopie für mein Projekt eine sinnvolle Technik?

Eine sinnvolle Anwendung der Elektronenmikroskopie ergibt sich immer dann wenn eine Fragestellung deswegen nicht beantwortet werden kann, weil die zu untersuchenden Strukturen zu klein sind um im Lichtmikroskop ausreichend genau abgebildet werden zu können. Ist also das im Lichtmikroskop fehlende Auflösungsvermögen der limitierende Faktor, so sollte elektronenmikroskopisch speziell nach eben dieser nicht erkannten Struktur geschaut werden. Für die meisten Fragestellungen im biologisch / medizinischen Bereich ist eine lichtmikroskopische Voruntersuchung des Materials unerlässlich. Sie liefert wichtige Informationen z.B. über die Größe von Zellen, die Beschaffenheit bestimmter Gewebe, oder eine mögliche phänotypische Besonderheit einer Zelllinie oder eines Organismus. Ohne diese Informationen wird eine Untersuchung im EM nur sehr schwer zu sinnvollen Ergebnissen führen.

Alle elektronenmikroskopischen Methoden - egal ob SEM oder TEM – sind generell sehr zeitaufwendig. Es sollte also immer eine konkrete, begründete Fragestellung nach dem Zustand bestimmter Strukturen vorliegen.

 

Einige Beispiele für sinnvolle Anwendungen der Elektronenmikroskopie:

 

„Ich habe eine Zelllinie / eine Mutante, die lichtmikroskopisch Veränderungen im Zellinneren zeigt, die aber nicht genauer erkannt werden können. Sind bestimmte Organellen betroffen?“

 

„Eine Mutante für ein mitochondriales Protein zeigt einen biochemischen / lichtmikroskopischen Phänotyp. Sind die Mitochondrien / Cristae normal ausgebildet?“

 

„Wie adhärieren bestimmte Zellen an Oberflächen?“

 

„Ich möchte die Größe und Form bestimmter Nanopartikel sehen und / oder wissen ob diese mit bestimmten Zellen interagieren“

 

„Wo genau lokalisiert ein bestimmtes Protein, welches ich in der Immunfluoreszenz in bestimmten Regionen sehe?“

 

 

 

 

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