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Was sind wesentliche Unterschiede der Elektronenmikroskopie zur Lichtmikroskopie?

Der wichtigste Unterscheid ist die jeweils zur Abbildung verwendete Strahlung. Das für das menschliche Auge sichtbare Licht besitzt Wellenlängen von einigen hundert Nanometern – der Elektronenstrahl hingegen nur einige Tausendstel eines Nanometers. Dadurch ergibt sich im EM ein besseres Auflösungsvermögen als im LM. Die Abbildung ist somit „schärfer" – das bedeutet dass auch sehr kleine, nur wenige Nanometer voneinander entfernte Strukturen noch als solche abgebildet und erkannt werden können. Im LM würden diese entweder gar nicht, oder nur als einzelner, verschwommener Punkt erscheinen.

Ein Elektronenstrahl kann sich, anders als ein sichtbarer Lichtstrahl, nur im Hochvakuum ausbreiten. Hieraus ergibt sich eine große Herausforderung an die Probenpräparation: Anders als bei der LM, wo frische, auch lebende Präparate betrachtet werden können, müssen für die EM alle Objekte entwässert werden. Es kann somit (bis auf eine Ausnahme, siehe unten) leider kein lebendes Material betrachtet werden!

Ein elektronenoptisches Bild liefert im Gegensatz zum LM keine Farbinformationen, sondern nur unterschiedliche Graustufen. Farbig dargestellte EM Bilder sind immer nachkoloriert!

 

 

 

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