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Cochlea-Implantation

An wen richtet sich das Versorgungsangebot?

Grundsätzlich wird die Cochlea-Implantation für alle Erwachsenen empfohlen, die trotz Hörgerät kein ausreichendes Sprachverstehen haben – also hochgradig schwerhörig oder gehörlos sind.

Insbesondere bei Kindern ist eine rechtzeitige Versorgung sehr wichtig, um die sogenannte „Hörbahnreifung“ auszuformen. Dies bedeutet, dass eine Implantation bei gehörlos geborenen Kindern (im Neugeborenen-Hörscreening erkannt) bereits um den 6. Lebensmonat vorgenommen werden sollte. Mit einer so rechtzeitigen Versorgung sind dem Kind alle Bildungschancen gegeben.



Unser Angebot im Überblick

Bei diesem sektorenübergreifenden Versorgungsangebot erfolgt zuerst eine Diagnostik/Voruntersuchung zur Cochlea-Implantation.

Hierbei wird eine komplette audiologische und radiologische Untersuchung vorgenommen. Aufgrund der langjährigen interdisziplinären Expertise der MHH bietet die Indikationsstellung somit eine sichere Behandlungsbasis.

Die stationär durchgeführte Implantation beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung des operativen Eingriffs sowie die postoperative medizinische und technische Nachsorge inklusive der Koordination der ambulanten Weiterbehandlung.



Die Erstanpassungsphase ist notwendig für das Erreichen des Behandlungserfolges. Hierfür ist es notwendig und aus unserer langjährigen Erfahrung mit einem hohen Maß an Qualität verbunden, dass der erwachsene Patient sich bei einem stationären Aufenthalt von Montag bis Freitag einer intensiven Einstellung, Feinanpassung und Hörübungen unterzieht. Es hat sich deutlich bewährt, um ein hohes Maß an Hör- und Sprachverstehen bereits nach wenigen Tagen zu erreichen, dass eine intensive Phase der Therapie über mehrere Tage durchgeführt wird.

Bei Kindern verhält es sich, gemäß der natürlichen Hörbahnreifung etwas anders. Die Basiseinstellung dauert hier länger. Bei Kindern wird ebenfalls in einer konzentrierten, teilweise über Tage stattfindenden, Feinanpassung und pädagogischen Qualitätskontrolle die Therapiefortführung, insbesondere im pädagogischen Bereich, vorbereitet. Die Feinanpassung nimmt zum Teil mehrere Monate in Anspruch. Für Kinder ist somit ein engmaschiges Therapieprogramm über mehrere Jahre und für Erwachsene eine erweiterte Nachsorge (ambulante Tagesbesuche) vorgesehen. Diese Nachsorge garantieren wir allen Patienten lebenslang, so dass eine lückenlose Versorgung ermöglicht wird.

In unserer Fachabteilung wird für Kinder eine angepasste Therapie bei minimaler Termindichte angeboten, um intensiver auf diese eingehen und Reaktionen besser beobachten zu können. Diese Nachsorge dient der Aufrechterhaltung und weiteren Verbesserung der Hörergebnisse mit dem neu eingesetzten Cochlea-Implantat und kann qualitätsgesichert nur in einem entsprechenden Hörzentrum anhand der kontinuierlichen ärztlichen und technischen Betreuung gewährleistet werden.

Um eine heimatnahe Versorgung, bei gleichzeitiger MHH-Qualitätskontrolle sicherzustellen, entwickeln wir eine sog. Fernanpassung (remote-care) für unsere Patienten, die bereits in mehreren Städten deutschlandweit genutzt werden kann.


Ihre Vorteile!

  • Bei Kindern wird bei einer rechtzeitigen Implantation eine gute Hörbahnreifung erreicht und sie können ohne wesentliche Einschränkungen sogenannte Regeleinrichtungen von Kindergärten und Schulen besuchen.
  • Durch optimierte integrative Zusammenarbeit und mehr Transparenz des gesamten Behandlungsablaufes ist eine hohe Qualität der Versorgung gegeben.
  • Um Informationsverluste zu vermeiden, wurden die Kommunikationswege zwischen den Leistungserbringern und den Patienten effektiver gestaltet.
  • Gegebenenfalls können die Indikationsprüfung für die Möglichkeit einer Cochlea Implantation und Teile der Nachsorge bei einem unserer Kooperationspartner vor Ort per Telemedizin an Ihrem Wohnort erfolgen (sog. remote-care).
  • Verkürzung der Gesamtbehandlungsdauer.
  • Vermeidung von langwierigen Rehabilitationsaufenthalten.



Unsere Spezialisten für Sie

In Deutschland werden jährlich etwa 4.500 Patienten mit einem Cochlea-Implantat (CI) versorgt. In unserer Fachabteilung erhalten jährlich mindestens 500 hochgradig schwerhörige oder gehörlose Menschen ein Implantat.

Im Jahr 1984 haben CI-Pioniere an der MHH weltweit das erste klinisch anwendbare Implantat eingesetzt und seither insgesamt mehr als 9.000 Cochlea-Implantationen durchgeführt (Stand: 2018). Hinzu kommen etwa 100 teilimplantierbare Hörsysteme pro Jahr, welche die Behandlung einer mittelgradigen Schwerhörigkeit unterstützen.

Damit verfügen wir weltweit über die größte Erfahrung bei der Implantation von Hörsystemen.



Wie können Sie teilnehmen?

Diese speziellen Leistungen sind ein zusätzliches, besonderes Behandlungsangebot Ihrer Krankenkassen. Um diese Vorteile in Anspruch nehmen zu können, bitten wir Sie, sich frühzeitig mit Ihrem behandelnden Arzt in der MHH und/oder Ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Diese beraten und informieren Sie sehr gerne, auch über die Teilnahmebedingungen.

Unseren Ansprechpartner in der Klinik erreichen Sie unter Tel. (0511) 532-6603.



Hier erhalten Sie mehr Informationen

Bitte folgen Sie dem Link der MHH Deutsches HörZentrum Hannover hier.

Unsere Vertragspartner: