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2007

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Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gehörte zu den zwölf  Institutionen und Unternehmen in Niedersachsen, die beim Landesnetzwerktreffen am 04.12.2007 in Hannover mit dem Grundzertifikat Beruf und Familie ausgezeichnet wurden. Minister Stratmann nahm die Auszeichnung von MHH Präsident Professor Bitter-Suermann entgehen, der auch die Laudatio hielt.

                                                                                                                      BM 04.12.07

Minister Lutz Stratmann, Ministerium f. Wissenschaft und Kultur und Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover
Alle ausgezeichneten Institutionen und Betriebe in Niedersachsen

Grundtechniken der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung am 26.11.2007 und 03.12.2007 nähere Informationen finden Sie hier

 

 

Blick zurück – Blick nach vorn. Ein Jahr lang hatten die Teilnehmerinnen des Mentoringprogramms für Studentinnen und Absolventinnen der MHH von Seminaren, Coachings und Mentoringpartnerschaften für sich profitiert. Am 21.11.2007 kamen sie nun gemeinsam mit ihren Mentorinnen und Mentoren zum Abschluss des Pilotprojekts noch einmal zusammen, um ihre Erfahrungen und Eindrücke Revue passieren zu lassen und sie für die nächste Generation von Mentees fruchtbar zu machen.

 

Der Workshop mit der Trainerin Doris Kutsche, die – was den direkten Einstieg in ein hoch konzentriertes Arbeiten erleichterte – die Gruppe aus vorausgegangenen Veranstaltungen kannte, erwies sich als ausgesprochen ergiebig. Zunächst waren Mentees, Mentorinnen und Mentoren aufgefordert, ihre persönliche Bilanz zu ziehen: Wo hatten sie profitiert, wo hatten sie Erwartetes oder Überraschendes erlebt, das sie für ihren Karriereweg und ihre Berufspraxis gestärkt hatte? Beide Seiten berichteten, dass sie gerade von informellen Treffen, bei denen die Themen in einem ungezwungenen Umfeld erst aus dem Gespräch heraus entstanden waren, profitiert hatten. Die Mentorinnen und Mentoren hatten von den jungen Medizinerinnen außerdem aktuelles Wissen über das Medizinstudium erhalten und beispielsweise gelernt, was sich hinter dem Ausdruck „Hammerexamen“ verbirgt.

 

Im nächsten Schritt ging es darum, die Perspektive auszuweiten und Verallgemeine­rungen zu versuchen: Welchen objektiven Bedingungen sollte ein erfolgreiches Mentoring­programm für MHH-Stundentinnen genügen? Neben viel Bestätigung für das durchgeführte Seminar- und Coachingprogramm und die Anlage des Pilotprojekts insgesamt wurde hier Kritik vorgetragen, die dann auch in konkrete Verbesserungsvorschläge mündete: Als optimales „Einstiegsalter“ für Mentees wurden das 6. und 7. Semester genannt, also deutlich vor der Zerstreuung der Studentinnen auf PJ-Stellen an Krankenhäusern in ganz Deutschland. Hinsichtlich des Matchings regten die Mentees vor der Bildung von Mentoringpartnerschaften eine Art Vorlaufzeit zum intensiven Kennenlernen aller Mentorinnen, Mentoren und Mentees untereinander an. Das fachliche Potenzial aller Mentorinnen und Mentoren stünde auf diese Weise allen Mentees zur Verfügung; außerdem sei ein langsames Kennenlernen auch deshalb hilfreich, weil ein erfolgreiches Mentoringtandem nicht zuletzt auf der Übereinstimmung in der „Chemie“ gegründet sei. Immer wieder wurde auch eine intensive Vernetzung der Mentees untereinander, wie sie im zuende gehenden Programm erst nach und nach zustande kam, als unabdingbarer Faktor für den Erfolg eines Mentoringprogramms genannt.

 

Im letzten Teil des Workshops wurde vor allem darüber diskutiert, welche Erwartungen die jungen Medizinerinnen an die Niedersächsische Ärztekammer haben und welche Unterstützung sie sich von ihr erwarten. Mit allem Nachdruck wurde festgehalten, dass ein Mentoringprogramm wie das soeben selbst durchlaufene unbedingt fortgesetzt werden müsse. Auf jeden Fall sollten immer wieder neue Mentees eine Unterstützung für die eigene Karriereplanung und eine Stärkung der eigenen Potenziale durch ein solches Programm erhalten. – Die Mentees hatten aber noch eine Reihe anderer, sehr konkreter Wünsche: An erster Stelle stand die Forderung, die Ärztekammer solle eine Kindertagesstätte einrichten. Der zentrale Standort am Schiffgraben in Hannover wurde dafür als extrem günstig eingeschätzt. Die Öffnungszeiten müssten natürlich an den Bedürfnissen von Klinikärztinnen und niedergelassenen Ärztinnen ausgerichtet sein. Auch eine Notfallbetreuung für unvorgesehenen Kinderbetreuungsbedarf stand auf der Wunschliste der Mentees. Ein weiteres Thema war die Vertragsgestaltung: Alle Arten flexibler Verträge wurden von den jungen Frauen gewünscht und auch, dass die Möglichkeiten zur flexiblen Vertragsgestaltung umfassend bekannt gemacht würden. Ärztinnen solle damit der Wiedereinstieg in die Patientenversorgung nach einer Familienphase erleichtert werden oder sie sollten die Möglichkeit haben, mit einer Teilstelle in der Medizin verankert zu bleiben, wenn sie sich neben der Arbeit zeitweise auch dem eigenen Nachwuchs intensiv widmen möchten.

Mentees, Mentorinnen und Mentoren wollen ihre vielen Ideen nicht für sich behalten. Sie werden den Kontakt zur Niedersächsischen Ärztekammer suchen, um dort ihre Vorstellung zur Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Medizin und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorzutragen… und natürlich auch, um davon zu berichten, wie sehr sie selbst von dem Programm, das durch die finanzielle Unterstützung der Ärztekammer ermöglicht wurde profitieren konnten.

                                                                                                                      BM 01.12.2007

 

 

 

 

Studentinnen Mentoring Gruppe im Gespräch
Gruppe beim Kaffee
Gruppe beim Arbeiten im Workshop

Orientierungsseminar "Karriereplanung" 2007 für Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung, Oktober 2007, die Auswertung finden Sie hier

Wenn Sie für 2008 Interesse an einem  Seminar Karriereplanung haben, hier finden Sie noch einmal den flyer, oder melden Sie sich doch mal bei uns.

 

Vom 17. bis 19. September 2007 fand in Bad Boll die 19. Jahrestagung der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Deutschland BuKoF statt. In Workshops, Vorträgen und einem Streitgespräch wurde vor allem immer wieder die Frage aufgegriffen, in welchem Verhältnis die Konzepte der Geschlechtergleichstellung einerseits und des Diversity Management andererseits zueinander stehen und wie sich im Zusammenhang damit das Aufgabenfeld der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten weiterentwickelt. Ein zweiter Schwerpunkt der Tagung war das vor gut einem Jahr in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG und seine Umsetzung; unter anderem berichtete Andreas Kirner über den Aufbau der neu eingerichteten Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin und die dort eingehenden Anfragen.

Im Rahmen der BuKoF-Mitgliederversammlung wurden am 18. September die neuen Vorstandsfrauen gewählt bzw. wieder gewählt und Beschlussvorlagen diskutiert und verabschiedet. Zwei für die MHH wichtige Beschlüsse finden Sie als PDF-Datei hier angehängt: zum einen wird die DFG aufgefordert, das Kriterium Geschlecht (sex und gender) als Qualitätskriterium für Forschungsanträge im Bereich der Medizin zu etablieren; zum anderen sollte die DFG nach Ansicht der Frauen und Gleichstellungsbeauftragten einen Teil der Overhead-Mittel, die den Hochschulen im Kontext der Forschungsförderung zur Verfügung gestellt werden, gezielt für Gleichstellungsaufgaben vorsehen. Die weiteren Beschlüsse, Vorträge und Hindergrundmaterialien können auf der Webseite der BuKoF unter http://www.bukof.de/ eingesehen werden.

Beschluss Nr. C1/2007: Berücksichtigung der Geschlechterperspektive bei der Beweilligung von Drittmitteln für medizinische Forschungsprojekte durch die DFG

Beschluss Nr. C2/2007: Bereitstellung eines Overheadanteils für Gleichstellungsmaßnahmen bei der Beweilligung von Drittmitteln für Forschungsprojekte durch die DFG

 

Die 20. Jahrestagung der BuKoF wird im November 2008 in Bonn stattfinden.

                                                                                                      BM 14.10.2007

 

Am 16. Juni 2007 diskutierten im Hörsaal F der MHH Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende mit Expertinnen und Experten der unterschiedlichsten Fachrichtungen sowie interessierten Gästen über die gesundheitlichen Folgen von militärischer und struktureller Gewalt, wobei ein spezieller Focus auf der Geschlechterthematik lag. Nach der Begrüßung durch MHH-Forschungsdekan Prof. Karl Welte und einer Einführung der Gleichstellungsbeauftragten Dr. Bärbel Miemietz wurde das Thema des Symposiums in zehn hochkarätigen und hochkomprimierten Vorträgen von unterschiedlicher Warte beleuchtet. Im ersten Block standen theoretische Zugänge auf dem Programm: Prof’in Claudia von Werlhof, Frauenforscherin und Politologin an der Universität Innsbruck, interpretierte die Gesellschaft als „Kriegssystem“ geschaffen in 7000 Jahren patriarchaler Ordnung. Prof. Knut Krusewitz suchte nach einem Erklärungsmodell für den Umweltkrieg wie er zum Beispiel mit der Bombardierung chemischer Fabriken im Jugoslawienkrieg stattfand. Die Osnabrücker Frauenforscherin Prof’in Carol Hagemann-White stellte besonders mit dem Blick auf arme Länder Zusammenhänge zwischen den asymmetrischen Geschlechterverhältnissen im Alltag und einer Bereitschaft zu extremer sexualisierter Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen her. Matthias Jochheim, Vertreter von IPPNW, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V., nahm die gesellschaftliche Verantwortung der Medizin in den Blick. – Am Nachmittag schilderte zunächst der ehemalige UN-Diplomat Hans-Christof Graf von Sponeck, welche verheerenden Auswirkungen die UN-Sanktionen und die unzureichenden Hilfslieferungen auf die Gesundheit der irakischen Bevölkerung hatten. Anschließend nahmen Matin Baraki aus afghanisch-historischer Insider-Perspektive und Dr. Norbert Hanhart aus der Perspektive des deutschen Sanitätsoffiziers Stellung zur aktuellen Situation in Afghanistan. Im dritten Vortragsblock präsentierte Dr. Ljiljana Verner bedrückende Daten zu den gesundheitlichen Folgen des Angriffs der NATO-Staaten auf das ehemalige Jugoslawien. Die Studentin Daniela Calvano schilderte engagiert und eindringlich die Arbeit einer IPPNW Gruppe mit Kindern in einem palästinensischen Flüchtlingslager. Abschließend lenkte schließlich Dr. Cornelia Goesmann, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, den Blick zurück auf Deutschland: Sie thematisierte u.a. die erst jetzt offenbar werdenden gesundheitlichen Spätfolgen bei im 2. Weltkrieg traumatisierten Frauen, und sie machte auf die schwierige  Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen aufmerksam, die sich „ohne Papiere“ hier aufhalten, sowie auf die heikle rechtliche Situation von Ärztinnen und Ärzten, die diese Menschen behandeln.

In der Abschlussdiskussion waren sich die Referentinnen und Referenten und das intensiv mitdiskutierende Publikum einig, dass eine Auseinandersetzung mit den hochaktuellen Themen des Symposiums überfällig war. Die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung wurde ebenso gefordert, wie ein verstärktes Engagement der Zivilgesellschaft gegen Kriege.

Die Veranstaltung wurde von Prof. Hans-Anton Adams von der Stabsstelle Interdisziplinäre Notfall- und Katastrophenmedizin, Dr. Ljiljana Verner vom Zentrum Anästhesiologie und der Gleichstellungsbeauftragten in Kooperation mit IPPNW ausgerichtet. Die Beiträge des Symposiums sollen als Sammelband veröffentlicht werden.

Das Programm finden Sie hier

                                                                                                                      BM 19.06.07

Graf v.Sponeck, Prof. Adams, M. Jochheim
Podium: Gesund im Kontext von Gewalt
Hörsaal, Dr. Bärbel Miemietz
Prof´in Carol Hagemann-White
Dr. Cornelia Goesmann
Daniela Calvano

 

Niedersachsen begrüßt es, wenn die Hochschulen im Lande einen familienfreundlichen Ansatz verfolgen und sich der Auditierung als familiengerechte Hochschule durch den Auditrat der Hertie-Stiftung stellen. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann unterstrich dies mit allem Nachdruck, als er am 30. Mai 2007 im Hörsaal H nach der Begrüßung durch MHH Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann das Grußwort zum Workshop Best practice – familiengerechte Hochschulen in Niedersachsen sprach.

Zu dem eintägigen Workshop waren Hochschulleitungen, Führungskräfte aus Wissenschaft und Verwaltung  und Gleichstellungsbeauftragte – vor allem aber nicht nur – aus Niedersachsen zusammengekommen, um sich über familiengerechte Maßnahmen auszutauschen und sich wechselseitig zu unterstützen. Gespannt aufgenommen wurde der Vortrag zum Thema „Elternschaft und Wissenschaftskarriere“, in dem Professorin Dr. Sigrid Metz-Göckel und ihre Mitarbeiterin Christina Möller Untersuchungsergebnisse zu den Gründen für die Kinderlosigkeit bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern präsentierten. Als Haupthindernis für die Gründung einer Familie mit Kindern habe sich eindeutig die Kurzfristigkeit der Arbeitsverträge im Bereich der Wissenschaft herausgestellt, – so das Fazit der Dortmunder Genderforscherinnen. Dieses Ergebnis führte zu einer angeregten Diskussion, in die sich auch Minister Stratmann und MHH-Präsident Bitter-Suermann einschalteten.

Als nächster Punkt stand die Vorstellung der familienfreundlichen Maßnahmen von drei der inzwischen fünf auditierten Hochschulen in Niedersachsen auf dem Programm. Für die MHH hatten Präsidiumsmitglied Dipl.-Ökonom Holger Baumann und Gleichstellungsbeauftragte Dr. Bärbel Miemietz die Präsentation übernommen. Die Kinderbetreuungsmaßnahmen und zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen zur Unterstützung von Eltern standen dabei im Vordergrund; eine wichtige Rolle spielten aber auch die Netzwerke, die zur Unterstützung der Umsetzung der audit-Zielvereinbarungen hochschulintern und –extern gebildet wurden. Themen, die an der MHH noch vertieft werden sollen, sind vor allem die stärkere Einbeziehung von Führungskräften und die Unterstützung von Vätern, die Verantwortung in der Familie übernehmen wollen.

Nach der Mittagspause fanden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in Arbeitsgruppen zusammen und diskutierten über provokante Thesen, z.B. „Ich finde es ungerecht, dass Menschen mit Kindern immer bevorzugt werden“. Später wurden die Ergebnisse der auf Flipcharts stichpunktartig festgehaltenen Diskussionen im Plenum vorgetragen. Am Ende der Veranstaltung stand eine Podiumsdiskussion, bei der der Prozess der Hochschulen hin zu mehr Passfähigkeit für Familien von allen Seiten beleuchtet wurde. – Eine Broschüre zur Dokumentation des Best-Practice-Workshops ist in Vorbereitung.

 

Am 27. September 2007 werden sich an der MHH Vertreterinnen und Vertreter aller auditierten Hochschulen in Deutschland zu einem Erfahrungsaustausch treffen. Das Treffen wird besonders das Thema „Führungsverhalten“ in den Blick nehmen.

                                                                                                                      BM 18.06.07

Prof´in Sigrid Metz Göckel, Christina Möller
Ute Reinhold-Wolter, MHH Personalleitung
Podiumsgäste, v. links: Katrin Kahlert, Vizepräsidentin TU Clausthal, Dr. Ines Schwarz, Dr. Daniela de Ridder, Prof´in Nicole Simon, Dr. Nils Schneider, Dr. Bärbel Miemietz

BEST PRACTICE - Familienfreundlichkeit an niedersächsischen Hochschulen

 

 

Am 30. Mai 2007 fand in der MHH mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ein Workshop statt für Hochschulleitungen, Führungskräfte aus Wissenschaft und Verwaltung und Gleichstellungsbeauftragte der niedersächsischen Hochschulen. Die interessanten Vorträge und Diskussionen zu familienfreundlichen Arbeitsbedingungen im wissenschaftlichen Bereich sind in einer Broschüre dokumentiert, die Sie hier herunter laden können.

Die MHH ist mit Ihren Maßnahmen im Rahmen des audit familiengerechte hochschule in den Medien präsent:

In der HAZ vom 29. Mai 2007 war eine Seite nahezu komplett der MHH und dem audit gewidmet. Den Text finden Sie hier.

In der Zeitschrift Die Ärztin des deutschen Ärztinnenbundes wurden in Heft 2 (2007) die Ergebnisse der MHH-Umfrage zum Kinderbetreuungsbedarf vorgestellt. Den Artikel finden sie hier.

Bei der Plakataktion unter dem Titel „Balance Familie – Beruf“, die seit Februar an verschiedenen Standorten Niedersachsens gezeigt wird, ist die MHH mit ihren familienfreundlichen Maßnahmen als beispielhaftes Unternehmen aufgenommen. Das Plakat finden Sie hier.

                                                                                                                      BM 19.06.07

 

 

Am 6. Mai 2007 traf sich im Senatssaal unter der Leitung der Auditorin Dagmar Klinge-Hagenauer eine große und hochrangig besetzte Runde von MHH Angehörigen, darunter die Präsidiumsmitglieder Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann und Dipl.-Ökonom Holger Baumann, zu einem ganztägigen Workshop, um Ziele und Maßnahmen für die Re-Auditierung der MHH als familiengerechte Hochschule zu erarbeiten. Behandelt wurden alle acht vom Auditrat der Hertie-Stiftung vorgegebenen Felder: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Personalentwicklung, Führungskompetenz, Informations- und Kommunikationspolitik, Service für Familien sowie Studium und weitere wissenschaftliche Qualifizierung. Wie nicht anders zu erwarten, kam es rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie zu besonders intensiven Diskussionen und zu vielen Vorschlägen für zukünftige Maßnahmen. Aber auch zu Personalentwicklung, Führungskompetenz und einer familienfreundlicheren Organisation des Studiums wurde heftig diskutiert und es wurden neue Ideen zusammengetragen.

 

Im Anschluss an den Re-Auditierungs-Workshop wurde in Kooperation mit der Auditorin ein Zielvereinbarungsdokument ausformuliert. Vorausgegangen war dem Workshop bereits eine intensive Vorbereitungsphase, in der zum einen die Berichterstattung zur Umsetzung der Ziele und Maßnahmen, zu denen sich die MHH bei der Grund-Zertifizierung 2005 verpflichtet hatte, aufbereitet werden musste und zum anderen ein aktuelles Dokument zu erstellen war, das Auskunft über die Hochschule insgesamt und ihr familienbezogenes Engagement im Besonderen gab. Wir sind nun gespannt, wie der Auditrat, dem die MHH Dokumente inzwischen vorliegen, die Umsetzung der familiengerechten Maßnahmen an der MHH und die neuen Ziele bewerten wird.

BM 16.05.08

 

 

 

 

 

 

Auf dem Kongress „Gender in der Forschung – Innovation durch Chancengleichheit“ setzten sich am 18./19.04.2007 in Berlin Politiker/innen, Leitungen von wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderorganisationen, Wissenschaftler/innen und Gleichstellungsbeauftragte damit auseinander, wie der Anteil von Frauen in Führungspositionen der Wissenschaft gesteigert und die Geschlechterperspektive in den Inhalten der Forschung stärker verankert werden kann. Bundesministerin Dr. Annette Schavan kündigte neue Förderinstrumente für Wissenschaftlerinnen nach dem Auslaufen des HWP an. Gedacht sei an die Bereitstellung von Mitteln für Professuren, die im Vorgriff auf zu erwartende Neubesetzungen für fünf Jahre gewährt werden könnten. Als Beispiel für geschlechterspezifische Forschungsthemen nannte Ministerin Schavan an erster Stelle die Gesundheitsforschung, bei der die Integration der Geschlechterperspektive Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen vermeiden helfe und dazu beitrage, das Gesundheitssystem bezahlbar zu machen. Dr. Zoran Stančić, Vertreter der EU-Kommission, stellte heraus, dass gender balance in der Forschung einen Konkurrenzvorteil bedeute, und beklagte „male centered culture“ und „same gender preference“ als wesentliche Hindernisse für die angemessene Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Wissenschaft. Vernetzung, u.a. durch die European Platform of Women Scientists sei eine der Strategien der EU, Frauen in der Wissenschaft an die Spitze zu bringen. Prof’in Dr. Susanne Baer, Leiterin des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der HUB, nannte normative, ökonomische und qualitative Gründe für die Gleichstellung. Behindert werde die Gleichstellung durch Vorurteile im akademischen Bereich, dem Vielfalt/diversity fremd sei, obwohl sie offensichtliche Vorteile bringe. Frau Baer wandte sich gegen die Illusion einer geschlechtsneutralen Wissenschaft und hob hervor, dass Innovation und Exzellenz gerade angesichts des demografischen Wandels nicht ohne Frauen zu erreichen seien. In der Podiumsdiskussion stellte DFG-Präsident Prof. Dr. Matthias Kleiner Überlegungen dazu an, wie die DFG geschlechterspezifische Forschung in Zukunft verstärkt fördern könne. Es sei auch über die Integration der Geschlechterperspektive in die Fachwissenschaften nachzudenken. HRK-Präsidentin Prof’in Dr. Margret Wintermantel und der Vorsitzende des Wissenschaftsrats Prof. Dr. Peter Strohschneider verwiesen auf die Empfehlungen ihrer Organisationen zur Steigerung des Frauenanteils in der Forschung, Prof. Dr. Ernst Theodor Rietschel, Präsident der Leibniz Gemeinschaft, überraschte das Publikum damit, dass in seiner Organisation konkrete Zielvorgaben existieren.

Am zweiten Veranstaltungstag nahm die Medizin breiten Raum ein. Professorin Dr. Londa Schiebinger, Wissenschaftshistorikerin an der Stanford Universität, berichtete über die umfangreichen Förderprogramme von NSF und NIH, die in den USA aufgelegt wurden, um die Geschlechterperspektive in die Forschungsinhalte zu integrieren und die Wissenschaftskultur zu verändern. Gerade in der Medizin, die Frauen lange Zeit nicht in ihre Studien einbezogen, die Ergebnisse aber auf Frauen angewandt habe, habe es dadurch einen großen Wissenszuwachs gegeben. In jedem einzelnen Fachgebiet müssten Werkzeuge für die geschlechterspezifische Forschung sorgfältig erarbeitet und das Thema von Anfang an in das Curriculum integriert werden. Prof’in Dr. Vera Regitz-Zagrosek, Leiterin des Zentrums für Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité Universitätsmedizin gab einen Einblick in die Arbeit des Zentrums und unterstrich nachdrücklich den Bedarf an mehr geschlechterspezifischer Forschung in der Medizin.

Die Dokumente der Veranstaltung stehen auf den Seiten des CEWS unter http://www.cews.org/konferenz-Innovation im Internet zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr hatten wieder Schülerinnen und Schüler am "Zukunftstag" die Gelegenheit, die MHH kennen zulernen. Vom Gleichstellungsbüro wurden Plätze in den Bereichen Pressestelle, Rechenzentrum, Forschungswerkstätten und Bibliothek vermittelt. Die Gäste haben Sich an der Hochschule sichtllich wohl gefühlt und wollen die MHH für den nächsten Zukunftstag weiter empfehlen. Die genauen Umfrageergebnisse finden Sie hier

Vatersein an der MHH - workshop für Väter

Im ersten Teil am 23. Februar 2007 von 13 bis 17 Uhr geht es um erfolgreiche Kommunikationsstrategien, im zweiten Teil am 27. April 2007 von 13 bis 17 Uhr um gelungenes Zeitmanagement.

Am 13.02.07 eröffnete die Niedersächsische Frauenministerin Mechthild

Ross-Luttmann in den Räumen der Region Hannover die Wanderausstellung

"Balance-Familie-Beruf". Auch die MHH wird auf einem der Plakate mit

ihren vorbildlichen Aktivitäten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und

Beruf vorgestellt. Näheres zu der Ausstellung und den Orten, an denen sie

demnächst zu sehen ist, erfahren Sie hier:

http://www.balance-familie-beruf.de/                                                                           

Am 29.01.2007 findet von 15 (s.t.!) bis 17 Uhr in Hörsaal M der MHH ein

Workshop statt, in dem die Ergebnisse der Umfrage zu Medizin und

Geschlecht an der MHH vorgestellt werden und über die Erfahrungen mit der Integration von geschlechterspezifischer Lehre an der Charité und am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein berichtet wird.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.

Am 29. Januar 2007 fand in Hörsaal G der MHH ein Austausch über die Integration von geschlechterspezifischen Inhalten in die medizinische Lehre statt. Nachdem Studiendekan Professor Dr. Hermann Haller die Gäste begrüßt und auf die wachsende Bedeutung des Themas auch gerade im Zusammenhang mit dem Modellstudiengang Hannibal hingewiesen hatte, wurden drei verschiedene Ansätze präsentiert: Zunächst stellte MHH Gleichstellungsbeauftragte Dr. Bärbel Miemietz die Ergebnisse einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr vor: Zwei Drittel der befragten Wissenschaftlerinnen der MHH hatten angegeben, dass in ihren Fächern geschlechterspezifische Fragestellungen relevant für die Lehre seien, aber nur ein Drittel, dass sie in den Lernzielen bereits berücksichtigt würden. Anschließend zeigte Professorin Dr. Marianne Schrader aus Lübeck, wie es an ihrer Hochschule gelungen ist, geschlechterspezifische Lehre in die Praxis umzusetzen. Sie konnte dabei nicht nur von spannende Inhalte berichten, sondern auch auf die hervorragenden Evaluationsergebnisse der Lehrveranstaltung verweisen. Ein Auszug aus den Folien von Professorin Schrader findet sich hier. Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Dr. Judith Fuchs das Konzept des GiM, des Zentrums für Geschlechterforschung an der Charité Berlin und stellte das Konzept einer aktuellen Lehrveranstaltung vor. Das GiM ist eines der am weitesten entwickelten Zentren für geschlechtspezifische Medizin in Deutschland, organisiert als virtuelles Zentrum um den Lehrstuhl für kardiologische Geschlechterforschung herum. Die neue Lehrveranstaltung an der Charité thematisiert nicht nur geschlechterspezifische medizinische Inhalte, sondern auch die Situation von Frauen in der Medizin.

Das Thema geschlechterspezifische Lehre wird im Gleichstellungsbüro der MHH weiterverfolgt; insbesondere am Aufbau eines Netzwerkes für alle am Thema Interessierten wird in nächster Zeit gearbeitet.

 

                                                                                                          BM 19.02.07