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2006

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Am 5. und 6. Dezember 2006 trafen sich elf Mitarbeiterinnen aus der zentralen und dezentralen Verwaltung zum Orientierungsseminar Karriereplanung im Konferenzraum in der Ladenstraße der MHH. Gemeinsam mit der Trainerin Dr. Anja Frohnen hatten die Frauen zwei Tage lang Gelegenheit, ihre aktuelle berufliche Situation zu reflektieren und Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten. Vor dem Hintergrund ständig steigender Arbeitsbelastung und nicht durchweg reibungsfreier Kontakte mit Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten wurden unter anderem Techniken, sich selbst zu entlasten, sich Unterstützung zu suchen und die Arbeitsmotivation zu stärken, thematisiert. Zum Programm gehörte auch die exemplarische Vorstellung der beruflichen Werdegänge von zwei eingeladenen MHH-Mitarbeiterinnen. Die Veranstaltung wurde von der Gleichstellungsbeauftragten ausgerichtet und gemeinsam mit der Stabsstelle Personalentwicklung organisiert. Die Abschlussbefragung belegt, dass das Seminar für die Teilnehmerinnen ausgesprochen gewinnbringend war; die Ergebnisse der Befragung finden sich hier.

                                                                                                                                              BM 14.12.2006

Auch Männer haben ein Vereinbarkeitsproblem!

 

1. Dezember 2006, 9.30 Uhr und 11 bis 16.30 Uhr, Konferenzraum im TPFZ

Vortrag und workshop für Männer, die Väter sind oder es werden wollen

KARRIERE- UND BERUFUNGSTRAINING FÜR MEDIZINERINNEN UND ZAHNMEDIZINERINNEN

 

Vom 10. - 12. November 2006 führen die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bereiches Humanmedizin der Stiftung Universität Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ein Karriere- und Berufungstraining durch.

 

Nähere Informationen dazu sowie über das Bewerbungsverfahren finden Sie

hier (Ausschreibung, pdf). 

 

BEWERBUNGSSCHLUSS ist der 15. September 2006!

Karriere- und Berufungstraining vom 10. bis 12. November 2006 in Goslar

 

Bereits zum zweiten Mal hatten hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen der MHH Gelegenheit, gemeinsam mit Kolleginnen von der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen ihre praktischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse rund um das Berufungsgeschehen zu erweitern. Die Gleichstellungsbeauftragten der beteiligten Hochschulen hatten zu einem dreitägigen Workshop eingeladen, der mit finanzieller Förderung des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums ausgerichtet wurde.

Rechtsanwalt Dr. Dirk Böhmann, Jurist beim DHV und direkter Ansprechpartner zum Beispiel bei Vertragsverhandlungen, informierte zum Auftakt des Workshops über die rechtlichen Aspekte von Berufungsverfahren und die Fallstricke, die nach der Ruferteilung auf dem Weg zu einem tragfähigen Anstellungsvertrag noch zu überwinden sind. Im weiteren Verlauf konnten die Teilnehmerinnen unterstützt von zwei kompetenten Trainerinnen selbst aktiv werden: intensiv geübt wurde in Rollenspielen das Halten des Berufungsvortrags und die Befragung in der Berufungskommission. Ergänzend gab es umfangreiche Informationen z.B. zu Bewerbungsunterlagen, Lehrkonzepten und hilfreichen Büchern und Internetseiten. Durch den abgelegenen Tagungsort und das schlechte Wetter begünstigt konnten die Teilnehmerinnen die Netzwerkbildung und das wechselseitige informelle Coaching abends in entspannter Atmosphäre fortsetzen. Die Kurzbefragung der Teilnehmerinnen finden sie hier

                                                                                                                      BM 15.11.2006

Dr. Böhmann Hochschulverband
Gruppenfoto
Teilnehmerinnen
Dr. Hoffmann MHH

Wir behandeln Jungen und Mädchen gleich - klar, oder?

 

Melitta Walter berichtete im Rahmen des audit familiengerechte hochschule in ihrem Vortrag am 2. November 2006 in der MHH von ihren Beobachtungen des Umgangs der Erzieher/innen mit Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten. Als Antwort auf die Erkenntnis, dass mädchen- und jungentypische Verhaltensweisen beim jeweiligen Geschlecht auch heute noch mehr gefördert als aufgeweicht werden, hat die Fachberaterin für geschlechtergerechte Pädagogik gemeinsam mit den Erzieher/innen vor Ort Projekte zur Thematik entwickelt und erfolgreich durchgeführt. So gab es beispielsweise Projekte, in denen die Jungen mit den Mädchen eine Fußballmannschaft aufbauen und trainieren mussten oder die Mädchen den Jungen Seilspringen beibrachten. Sie plädierte dafür, allen Kindern sowohl drinnen als auch draußen viel mehr Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, die typischen Puppenecken aus den Gruppenräumen zu verbannen und stattdessen lebensnahe Spielwelten zu integrieren. Lebhafte Sprachspiele und Vorleseprojekte mit Schülern, die Jungen vorlesen und damit bei ihnen das Interesse am Lesenlernen wecken und erhalten, waren weitere Beispiele wie geschlechtergerechte Pädagogik im Alltag umgesetzt werden kann. Als Literaturtipp sei hier auf ihr Buch "Jungen sind anders, Mädchen auch. Den Blick schärfen für eine geschlechtergerechte Erziehung", erschienen 2005 im Kösel-Verlag sowie auf die Veröffentlichung ihrer Untersuchung "Lebenswelten von Mädchen und Buben in Kindertagesstätten" der Stadt München verwiesen.

 

Am 6. Juni 2007 ist von 15 bis 19 Uhr eine weitere Veranstaltung mit Melitta Walter geplant, in der sie insbesondere auf die Verhaltensweisen von Müttern und Vätern beim alltäglichen Umgang mit ihren Töchtern und Söhnen eingehen und wiederum überraschende Erkenntnisse und praktische Tipps präsentieren wird.

MLR, Nov. 06

Erfahrungsaustausch auditierter Hochschulen

 

Zu einem Erfahrungsaustausch über die Projekte im Rahmen des audit familiengereche hochschule hatte die berufundfamilie© GmbH die auditierten Hochschulen für den 28.09.2006 an die Universität des Saarlandes eingeladen. Nach der Begrüßung durch die Saarländische Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport Annegret Kramp-Karrenbauer und den Vizepräsidenten der UdS Professor Dr. Rolf Hartmann wurden die Maßnahmen ausgewählter Hochschulen im Rahmen des audit vorgestellt und von den zusammengekommenen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und Projektkoordinatorinnen diskutiert und ergänzt. Anschließend gab der Geschäftsführer Stefan Becker einen Überblick über die Ausweitung und Umorganisation der berufundfamilie© GmbH, die dem wachsenden Bedarf an familiengerechteren Arbeitsbedingungen durch eine Ausweitung ihrer Aktivitäten und eine verstärkte Vernetzung nachkommt. Im weiteren Verlauf des Treffens wurden Handlungsfelder erarbeitet, die in zukünftigen Arbeitsgruppen und Vernetzungstreffen im Detail behandelt werden sollen. Als besondere Schwerpunkte kristallisierten sich dabei die Bereiche Kinderbetreuung und Führungsverhalten heraus.

Der nächste Erfahrungsaustausch im Rahmen des audit familiengerechte hochschule soll im September 2007 an der MHH stattfinden.

 

                                                                                                                      BM 03.10.2006

Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
Organigramm der der Beruf und Familie GmbH
Antje Leist moderiert den Workshop
Stefan Becker

AK Chancengleichheit in der MHH

 

Der Arbeitskreis Chancengleichheit, ein offener Zusammenschluss von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aus zahlreichen Behörden und Unternehmen in Hannover, traf sich am 27.09.2006 im Senatssaal der MHH um sich über die Hochschule und ihre Gleichstellungsarbeit zu informieren. Jörg Strate, Leiter des Präsidialamtes und Forschungsreferent der MHH, stellte die Hochschule vor. Er informierte über die Forschungsschwerpunkte, die sich nicht zuletzt in den aussichtsreichen Anträgen im Rahmen der Exzellenzinitiative wiederspiegeln, ging auf die Krankenversorgung mit den besonderen Leistungen in der Transplantation und der Cochleaimplantation ein und gab Erläuterungen zum neu eingerichteten Medizin-Modellstudiengang „Hannibal“. Die Gleichstellungsbeauftragte der MHH Dr. Bärbel Miemietz gab einen Überblick über die Situation der Frauen an der MHH und die verschiedenen Felder der Gleichstellungsarbeit. Auf besonderes Interesse stieß bei den Gästen der Vortrag von Dr. Angelika Voß und Dr. Ljiljana Verner, der allgemeinverständlich über das Thema geschlechterspezifische Medizin informierte. In der anschließenden Diskussion wurde weiterer Informationsbedarf deutlich und mit Nachdruck wurde der Wunsch nach weiteren Vorträgen über dieses Gebiet formuliert. Zum Abschluss des Treffens schilderte die Projektkoordinatorin Margrit Lubach-Ruitman die bereits umgesetzten und die für die nächste Zeit geplanten Maßnahmen im Rahmen des audit familiengerechte hochschule. Im Vorfeld des Treffens war vom Gleichstellungsbüro eine Abfrage familiengerechter Maßnahmen der am Arbeitskreis Chancengleichheit beteiligten Behörden und Unternehmen durchgeführt worden. Aus der Zusammenstellung dieser Best-practice-Beispiele nahmen die Beteiligten eine Fülle von Anregungen von dem Treffen mit in die Arbeit in ihren Institutionen.

                                                          

Jörg Strate, Leiter Präsidialamt MHH
Mitglieder Arbeitskreis Chancengleichheit
Angelika Voss, MHH

 

 

Impulskonferenz für ein familienfreundliches Krankenhaus

 

Ausgerichtet vom marburger bund und der berufundfamilie©GmbH fand am 25.04.2006 in Berlin die "Impulskonferenz für ein familienfreundliches Krankenhaus" statt. Im Rahmen des Treffens berichtete die Gleichstellungsbeauftragte der MHH über den Prozess der Auditierung und der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen an der Medizinischen Hochschule. Die Folien zum Vortrag finden Sie hier. Weitere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie auf der Seite http://www.beruf-und-familie.de

                                                                         BM 05.05.2006

 

Symposium „Wer sind die Besten? Chancengleichheit in Berufungsverfahren“

 

Am 23.03.2006 nahm Dr. Bärbel Miemietz, Gleichstellungsbeauftragte der MHH, am Symposium „Wer sind die Besten? Chancengleichheit in Berufungsverfahren“ an der Universität Luzern teil. Unter den etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren neben Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten auch Männer aus den Präsidien und Gleichstellungskommissionen schweizerischer Universitäten anzutreffen, ein Zeichen, dass die Rekrutierung weiblicher Führungskräfte ernst genommen und als Top-down-Aufgabe in Angriff genommen wird.

Nach der Begrüßung durch den Rektor der Universität Luzern Prof. Dr. Markus Ries und die Präsidentin des Lenkungsausschusses des (schweizerischen) Bundesprogramms Chancengleichheit Prof’in Dr. Katharina von Salis kamen deutsche Gäste zu Wort: Der ehemalige HRK-Präsident Prof. Dr. Klaus Landfried schilderte anschaulich die Probleme, die das deutsche Hochschulsystem den Frauen auf dem Weg zu Spitzenpositionen in der Wissenschaft bereitet, und er machte als Gründe neben verständnislosen Vorgesetzen und Partnern mit dominanten eigenen Ambitionen vor allem die intransparenten und wenig strukturierten Auswahlverfahren für Professuren aus. Als bereits erprobte Gegenstrategien nannte er Trainings- und Coachingprogramme für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs sowie eine intensive Netzwerkbildung, vor allem aber regte er die Bildung eines aus Wissenschaftlerinnen bestehenden Ombudsrats für Berufungsverfahren an, - ein Vorschlag, dem breite Beachtung zu wünschen ist.

Prof’in Dr. Doris Henne-Bruns, seit 2001 erste und bis heute einzige Ordinaria für Chirurgie an einer deutschen Universität, griff für ihren Beitrag die Frage der Messinstrumente zur Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber in Berufungsverfahren auf. Sie kritisierte, dass Drittmitteln und impact-Faktoren eine so hohe Bedeutung beigemessen werde. Die Intransparenz bei der Begutachtung von Drittmittelanträgen durch die DFG mache es z.B. möglich, dass Anträge von potenziellen Konkurrenten so lange abgelehnt würden, bis man selbst den entsprechenden Forschungsstand erreicht habe. Da für die Ablehnung niemand gerade stehen müsse, sei das Funktionieren der old boys’ networks gesichert. Durch die Nähe zur Industrie bis hin zur Verknüpfung mit Aktienkursen werde das Verlangen nach positiven Forschungsergebnissen immer größer. Falschmeldungen seien die Folge, und nachgewiesenermaßen biete selbst die Expertenbegutachtung in hochrangigen Zeitschriften keine Garantie dafür, dass wirklich zutreffende Forschungsresultate publiziert würden. An Frau Professorin Henne-Bruns geht ein herzlicher Dank dafür, dass sie ihren Symposiumsbeitrag für unsere Webseite in voller Länge zur Verfügung gestellt hat. Den Beitrag finden Sie hier.

Drei Präsidiumsmitglieder und eine Frauenbeauftragte stellten im weiteren Verlauf des Symposiums die verschiedenen Ansätze vor, die an Schweizer Universitäten verwendet werden, um Berufungsverfahren zu standardisieren und transparent zu machen. Die Hochschulen geben sich z.B. Berufungsreglemente, erstellen Handreichungen, beziehen die Gleichstellungsbeauftragte in die Verfahren ein und arbeiten teilweise auch mit Quotenregelungen. An der Universität Luzern wurde ein pool von Professorinnen und Professoren, die sich bereit erklärt haben, in Berufungskommissionen das Gleichstellungsanliegen zu vertreten, gezielt für diese Aufgabe geschult.

Am Nachmittag fand man sich zu einer Podiumsdiskussion moderiert von der Freiburger Slavistikprofessorin und langjährigen Frauenbeauftragten Dr. Elisabeth Cheauré zusammen. Ob beim Thema Gleichstellung in der Wissenschaft die Schweiz von Deutschland oder Deutschland von der Schweiz mehr lernen kann, wurde nicht abschließend geklärt.

BM 03.04.2006

Professorin Dr. Doris Henne-Bruns
Professor Dr. Klaus Landfried

Workshop zum Audit Familiengerechte Hochschule

 

Am 23. Februar 2006 fand in Göttingen die Jahrestagung der Landeskonferenz niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter statt, bei der „Synergieeffekte und Profilelemente“ der Gleichstellungsarbeit als Beitrag zur Entwicklung der Hochschulen in Niedersachsen im Zentrum standen. Einer der Workshops auf der Tagung war dem Audit Familiengerechte Hochschule gewidmet. Die Leitung hatte die Gleichstellungsbeauftragte der MHH Dr. Bärbel Miemietz gemeinsam mit ihrer Kollegin Ingrid Haasper von der HAWK FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen, unterstützt durch Margrit Lubach, Audit-Mitarbeiterin im MHH-Gleichstellungsbüro. Die Teilnehmerinnen trugen Argumente für und auch gegen die Zertifizierung als familiengerechte Hochschule zusammen. Flexible Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeitgestaltung standen dabei ganz oben auf der Wunschliste der Pro-Argumente. Dass z.B. auch „Führungskräfteentwicklung“ oder „Information und Kommunikation“ zu den Handlungsfeldern gehören, für die bei der Auditierung Zielvereinbarungen erarbeitet werden, war für viele neu. Wenig bekannt war auch der konkrete Auflauf des Auditierungsverfahrens, zumal das Verfahren seit seiner Einführung vor drei Jahren einige Veränderungen erfuhr, die sich an den unterschiedlichen Erfahrungen aus MHH und HAWK gut zeigen ließen. Mehrere Teilnehmerinnen verließen den Workshop mit dem Ziel, an ihren Hochschulen den Auditierungsprozess in Gang zu bringen.

                                                                               BM 16.3.06

Dr. phil. Bärbel Miemietz, Ingrid Haasper FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Der Marburger Bund berichtet über die Impuls Konferenz hier

 

Kongress Re-Visionen der Zukunft: Perspektiven der Geschlechterforschung

 

Vom 4. bis 6. Mai 2006 fand an der TU-Braunschweig, veranstaltet von den drei niedersächsischen Genderforschungszentren unter Beteiligung auch der MHH, der internationale Kongress „Re-Visionen der Zukunft: Perspektiven der Geschlechterfoschung“ statt. MWK-Staatssekretär Dr. Josef Lange hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Erforschung geschlechterspezifischer Sachverhalte gerade auch im Bereich der Medizin hervor. Den inhaltlichen Auftakt der Veranstaltung bestritt die neuseeländische Professorin Dr. Victoria Grace mit einem Vortrag, der das Denken in dualen Geschlechterkategorien in Frage stellte. Victoria Grace war 2004 als Maria-Goeppert-Mayer-Gastprofessorin in Oldenburg tätig und kam damals auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten auch zu einem Vortrag an die MHH.

Staatsekretär Dr. Josef Lange
Prof`in Dr. Victoria Grace

An drei Tagen hatten die etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses anhand von zahlreichen Plenar- und Sektionsvorträgen Gelegenheit, die neuesten Strömungen der Geschlechterforschung über Fachgrenzen hinweg mit internationalen Gästen zu diskutieren und Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. Medizinische und naturwissenschaftliche Themen wurden in der Sektion „Technologie(n) des Wissens. Re-Visionen des lebenden Körpers“ behandelt und darüber hinaus auf mehreren Postern vorgestellt.

                                                                                  BM 19.05.2006

 

Die Poster aus der MHH

Monika Schwarze, Inge Ehlebracht-König, Christoph Gutenbrunner: "Geschlechtsspezifische Unterschiede im Rehabilitationsbedarf bei Erkrankungen der Bewegungsorgane"

Elective

für das Sommersemester 2006

Das Elective "Gender, kulturelle Identität, Gesundheits- und Krankheitsverhalten" wird fortgesetzt.

Hier finden sie die nächsten Titel und Termine.

 

Podiumsdiskussion zu Berufungsverfahren

 

Am 11.Mai 2006 fand im Queenshotel Hannover für die Teilnehmerinnen des Karriere- und Berufungstrainings aus dem vergangenen Jahr eine Podiumsdiskussion zu Berufungsverfahren statt. Von der MHH stellte sich Professor Reinhard Pabst, von der TiHo Professorin Dr. Andrea Meyer-Lindenberg und Professor Dr. Karsten Feige den Fragen der Teilnehmerinnen. Die bis zum Ende der dreistündigen Veranstaltung hoch konzentrierte Atmosphäre zeigte, wie spannend das informelle Wissen über Berufungsverfahren für die Nachwuchswissenschaftlerinnen war.

Ein Karriere- und Berufungstraining, das zugleich der Vernetzung von Wissenschaftlerinnen von MHH, TiHo und Göttinger Universitätsmedizin dient, kann voraussichtlich vom 10. bis 12. November 2006 erneut stattfinden. Interessierte können sich ab sofort im Gleichstellungsbüro melden. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier  

                                                                               BM15.05.2006

von links nach rechts: <br>Prof. Dr. Reinhard Pabst, MHH <br> Caroin Hoffrogge, Moderation<br> Prof. Dr. Karsten Feige, TiHo <br> Prof. Dr. Heidrun Potschka, TiHo
von links nach rechts:<br> PD Dr. Doris Franke, MHH<br>Dr. Dorothee Bartels, MHH <br>Dr. Mechthild Groß, MHH

 

Kongress Frauen in Naturwissenschaft und Technik unter dem Motto "Bilanzraum: Gerechtigkeit" vom 25.05.2006 bis 28.05.2006

++Mittwoch, 10.05.2006, 16:00 Uhr++

Familie&Beruf ­ eine Gratwanderung?

In der Reihe Wagemann will´s wissen diskutiert die Grüne OB-Kandidatin

Ingrid Wagemann mit Andrea Waibl, Verband allein erziehender Väter und

Mütter, Dr. Bärbel Miemietz, Gleichstellungsbeauftragte der MHH, Uta

Birkholz, IG Metall und Dr. Michael Seitz, IHK im Freizeitheim Linden.

Kinderbetreuung nach telefonischer Anmeldung möglich.

Mehr Infos:

http://www.gruene-hannover.de/termine/event_8570.html

 

Foto von links nach rechts

Dr. Bärbel Miemietz, Dr. Michael Seitz, Ingrid Wagemann, Andrea Waibl,

Uta Birkholz

 

 

Zukunftstag 27. April 2006

 

Auch 2006 haben wieder Schülerinnen und Schüler den Zukunftstag, früher als Girls´day bekannt, genutzt, um die MHH kennen zu lernen. Zum größten Teil kamen an diesem Tag Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die Hochschule. Zwei Schülerinnen waren im Gleichstellungsbüro zu Gast und halfen tatkräftig mit, die aktuelle Umfrage zum Thema Medizin und Geschlecht auf den Weg zu bringen.

Wir freuen uns, dass das Urteil der Schülerinnen und Schüler über ihren Tag an der MHH wieder sehr positiv ausgefallen ist. Die Ergebnisse der Umfragen finden Sie hier.

                                                                         BM 11.05.2006

 

Väter aktiv!

Dritte Veranstaltung der Kongressreihe „Dialog Beruf&Familie in Hessen“ am 16. März 2006

 

„Männern den Rücken stärken, die Verantwortung für Kinder, Familie und Haushalt übernehmen.“ Nach neuesten statistischen Erhebungen teilen sich gerade einmal etwa 5 Prozent der Väter die Elternzeit mit der Mutter des Kindes. Gerade bei den jüngeren Vätern ist der Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung allerdings durchaus vorhanden. Als Grund für den Verzicht auf die Elternzeit werden von den Männern finanzielle, vor allem aber berufliche Hindernisse genannt. „Die Übernahme von Verantwortung für Kinder und Familie durch die Väter braucht mehr Anerkennung, auch gerade in den Betrieben.“, so die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger. „Familiengerechte Rahmenbedingungen sind ein Standortvorteil beim Wettbewerb um Fachkräfte, die Mitarbeiter sind motivierter und zufriedener.“ Zahlreiche Beispiele aus anderen Ländern wie Finnland, Holland oder Schweden belegen, dass Männer sich gleichberechtigt an der Erziehung und Versorgung der Kinder beteiligen, wenn die äußeren Bedingungen stimmen. Auffallend ist, dass vor allem in Ländern, die bereits sehr viel früher Chancengleichheit umgesetzt haben, sowohl die Frauenarbeitsquote als auch der Anteil männlicher Erziehungszeitler und in Teilzeit Beschäftigter um ein Vielfaches höher ist als in Deutschland. Als Ergebnis des Kongresses veröffentlichten das Hessische Sozialministerium, die Hertie-Stiftung und die hessenstiftung die so genannte „Kasseler Erklärung“ mit fünf Thesen zur besseren Einbindung von Vätern ins Familienleben.

 

An der Veranstaltung nahm Margrit Lubach-Ruitman teil, die seit dem 15.01.06 im Gleichstellungsbüro für das audit familiengerechte hochschule angestellt ist.

MLR 20.06.06

In Berlin findet vom 23. bis zum 26. Februar 2006 eine internationale Tagung zu geschlechterspezifischer Medizin statt. Das umfangreiche Tagungsprogramm, Abstracts und viele weitere Informationen und natürlich ein Anmeldeformular finden Sie unter http://www.gendermedicine.com.

Am 23. Februar gibt es im Rahmen der Tagung eine Pressekonferenz zum neu gegründeten "19.6 Millionen Klub", der sich nach dem Vorbild einer schwedischen Schwesterorganisation für geschlechtergerechte Medizin engagiert. Hier im Anhang ein Flyer und die Einladung dazu, außerdem können Sie sich über die Webseite http://www.19.6MillionenKlub.de näher informieren.

                                                                                BM 3. Februar 2006

 

 

Larissa Burruano im Gleichstellungsbüro seit kurzem im Projekt „Netzwerk Medizin und Geschlecht“ tätig, nahm vom 23.02. bis 26.02.2006 am „1st World Congress on Gender-Specific Medicine“ in Berlin teil. Ein breiter Fächer von geschlechterspezifischen Themen aus den unterschiedlichsten medizinischen Disziplinen, von Kardiologie über Dermatologie und Immunologie bis hin zu Psychotherapie wurde auf der Tagung in über 90 Einzelvorträgen behandelt.

Marianne J. Legato

Unter anderem berichtete Marianne Legato, „Director of the Partnership for Gender–Specific Medicine” und emeritierte Professorin der Columbia University/NY, über "Gender-Specific Features of the Experience of Coronary Artery Disease". Karin Schenck-Gustafsson, Professorin an der Universität Stockholm, referierte über „Gender-Specific Aspects of the Care of the Patient with Heart Disease“, Vera Regitz-Zagrosek, Inhaberin des 1. deutschen Lehrstuhls für Geschlechterforschung an der Charité, setzte sich mit „Physiological and Functional Differences of the Heart and the Cardiovascular System Between the Genders“ auseinander.

 

Besonders spannend waren die Thesen zum Thema „Making Gender-Specific Medicine Mainstream: Introducing Gender Competence to Medical Education“ von Ann-Maree Nobelius von der Monash University in Australien. Ann-Maree Nobelius berichtete darüber, wie die Gender Thematik im Curriculum für Medizin Studierende der Monash University umgesetzt wurde. Studierende ebenso wie Lehrende waren zunächst skeptisch und sträubten sich gegen die Integration der Thematik in das Curriculum. Drei Argumente seien immer wieder geäußert worden: „It’s not important“, „It’s extra“, „It’s women health“. Außerdem gebe es eine gewisse „gender-blindness“ in der Kultur von medizinischer Forschung.

 

Parallel zum Kongress fand eine Postersession mit 98 Beiträgen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern u. a. aus China, Japan, dem Iran, Israel, Kanada, Kroatien, Norwegen, Ungarn und den USA statt.

 

Alle Themen der Sessions sowie die Abstracts der Vorträge und der Posterpräsentationen sind in der Zeitschrift „Gender Medicine“ Volume 3, Supplement 6, 2006, die begleitend zum „1st World Congress on Gender-Specific Medicine“ erschien, veröffentlicht. Etwa 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt besuchten den Kongress. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren deutlich unterrepräsentiert.

 

Hier finden sie das detaillierte Programm und die vollständige Liste der Rednerinnen und Redner und ihre Themen.

LB 28.02.2006

Am Sonntag, den 19. Februar 2006, findet an der MHH der „Tag der Gesundheitsforschung" statt. Unter dem Motto „Welt im Gehirn" bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 11 bis 17 Uhr Einblicke in ihre Arbeit. Auch die Frauen- und Geschlechterforschung ist vertreten:

 

Der Mensch braucht Aufgaben – Hausarbeit als alternative Rehabilitationsmaßnahme nach einem Schlaganfall

Professorin Dr. Karin Weißenborn (MHH-Abteilung Neurologie)

„Wer rastet, der rostet" ist eine Volksweisheit, die auch für Schlaganfallpatienten große Bedeutung hat. Um herauszufinden, ob es einen Einfluss des Geschlechtes auf das Behandlungsergebnis nach einem Schlaganfall gibt, wurde in der Neurologischen Klinik der MHH eine multizentrische Studie begonnen, in welcher Schlaganfallpatienten drei und zwölf Monate nach dem Ereignis nachuntersucht wurden. Es zeigte sich zum einen, dass die Langzeitbehandlungsergebnisse nach einem Schlaganfall erfreulich gut waren. Zum anderen konnte nachgewiesen werden, dass Frauen trotz vergleichbarer Befunde zu Beginn nach Ablauf eines Jahres aktiver und selbstständiger im Alltag waren als Männer mit vergleichbaren Schädigungen. Ursächlich erschien die frühe Wiedereingliederung der Frauen in ihren „Arbeitsalltag" im Haushalt, welche Männern nicht offen stand, da sie von ihren Frauen rundum versorgt wurden.

 

Liebe ist gesund – Neues aus der Forschung zur sexuellen Gesundheit

Professor Dr. Uwe Hartmann (MHH-Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie)

In den vergangenen Jahren wurden interessante Forschungsergebnisse zur sexuellen Gesundheit von Männern und Frauen vorgestellt, die zeigen, auf welche Weise und wie eng die Lebenszufriedenheit, das allgemeine körperliche und seelische Wohlbefinden und die sexuelle Gesundheit im Zusammenhang stehen. Liebe, Intimität und Sexualität können entscheidend zu unserer Gesundheit beitragen, sie können uns aber auch „krank machen". Erstmals rückte auch die Sexualität der Frau in den Vordergrund wissenschaftlicher Untersuchungen mit wichtigen Erkenntnissen zu den beeinträchtigenden und fördernden Faktoren weiblicher Sexualität – eine Herausforderung an die Medizin mit großem Handlungsbedarf.

 

 

Das vollständige Programm zum „Tag der Gesundheitsforschung“ finden Sie auf der Seite der MHH unter Pressemitteilungen

 

                                                                              BM 9. Januar 2006

Eröffnung der Ausstellung des Gleichsstellungsbüros in der Ladenstraße am

09.01.2006 um 16.00 Uhr

Archiv: 2005 / 2007

Allgemeine Informationen zu Stellenausschreibungen

 

Niedersächsisches Gleichberechtigungsgesetz vom 15. Juni 1994 (Nds. GVBl. S. 246), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 11. Dezember 1997 (Nds. GVBl. S. 503)

 

§2 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Dieses Gesetz gilt für

1. Verwaltungen des Landes, der Gemeinden und der

Landkreise,

2. Verwaltungen der auf Landesrecht beruhenden sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts mit 30 und mehr Beschäftigten,

3. Gerichte und staatliche Hochschulen, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist,

und

4. öffentliche Schulen, soweit durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist und soweit nicht Besonderheiten dieser Einrichtungen einer Anwendung von Vorschriften dieses Gesetzes entgegenstehen.

 

....

(4) Beschäftigte im Sinne dieses Gesetzes sind Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, Beamtinnen und Beamte sowie Auszubildende.

(5) Dienststellen im Sinne dieses Gesetzes sind

1. die einzelnen Behörden,

2. die selbständigen Betriebe einschließlich der Eigenbetriebe

und

3. sofern Behörden nicht vorhanden sind, die Verwaltungsstellen der in Absatz 1 genannten Verwaltungen, soweit sie über die Befugnis verfügen, Einstellungen, Beförderungen oder Übertragungen höherwertiger Tätigkeiten vorzunehmen.

(6) Unterrepräsentanz im Sinne dieses Gesetzes liegt vor, wenn der Frauenanteil in einer Lohn-, Vergütungs- und Besoldungsgruppe (Bereich) einer Dienststelle unter 50 vom Hundert liegt.

 

§7 Stellenausschreibung

(1) In allen Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, sind Stellen intern und grundsätzlich öffentlich auszuschreiben.

(2) Die Stellenausschreibungen sind so abzufassen, dass Frauen ausdrücklich angesprochen werden.

(3) In die Ausschreibung ist der Hinweis auf mögliche Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen.

(4) Die Frauenbeauftragte kann eine zweite Ausschreibung verlangen, wenn sich keine Frau beworben hat.

 

 

 

Kommentierung zu § 7

Zu Absatz 1

1. Von einer öffentlichen Ausschreibung kann z. B. abgesehen werden, wenn

– ausreichend geeignete Bewerberinnen innerhalb der Dienststelle vorhanden sind oder

– Beschäftigte aufgrund der verwaltungsreformbedingten Umstrukturierung von Verwaltungsbereichen auf freie Stellen versetzt oder umgesetzt werden müssen.

Soll von der öffentlichen Ausschreibung abgesehen werden, ist die Beteiligung der Frauenbeauftragten erforderlich.

2. Die Pflicht zur internen Stellenausschreibung gilt bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzung der Unterrepräsentanz ausnahmslos. Auch eine Zustimmung des Personalrates gemäß § 65 Abs. 1 Nr. 16 NPersVG beseitigt nicht die Pflicht zur internen Stellenausschreibung.

3. Umsetzungen innerhalb einer Dienststelle bei gleichbleibender Besoldungs-, Vergütungs- oder Lohngruppe und ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind von Absatz 1 nicht erfasst. Entsprechendes gilt unter den vorstehenden Voraussetzungen für Versetzungen, soweit hierdurch nicht die Zuständigkeit für die Wahrnehmung der dienstrechtlichen Befugnisse für die zu versetzenden Beschäftigten auf eine andere Dienststelle übergeht.

 

Zu Absatz 3

Bei der Ausschreibung einer teilzeitgeeigneten Stelle soll auf den Umfang der möglichen Teilzeitbeschäftigung hingewiesen werden.

 

Zu Absatz 4

1. Die Frauenbeauftragte ist, soweit sich keine Frau auf die Ausschreibung beworben hat, unverzüglich nach Bewerbungsschluss im erforderlichen Umfang über die Bewerberlage zu informieren, damit sie innerhalb einer von der Dienststelle bestimmten Frist eine Entscheidung nach Absatz 4 treffen kann.

2. Wird dem Verlangen der Frauenbeauftragten nach § 7 Abs. 4 nicht entsprochen, verbleibt ihr das Beanstandungsrecht nach § 21 Abs. 1 bzw. das Widerspruchsrecht nach § 99 Abs. 5 NHG.

 

§8 Auswahlverfahren

(1) Bei der Besetzung von Stellen in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, sollen mindestens zur Hälfte Frauen, die die in der Stellenausschreibung angegebenen Grundvoraussetzungen erfüllen, in die engere Wahl einbezogen und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

(2) Fragen nach der Familienplanung und Fragen danach, wie die Betreuung von Kindern neben der Berufstätigkeit sichergestellt wird, sind unzulässig.

 

Kommentierung zu § 8

Zu Absatz 2

Fragen nach Bestehen einer Schwangerschaft sind nach ständiger Rechtsprechung nicht zulässig; Absatz 2 verbietet Fragen nach der Familienplanung wie nach geplanter Heirat, Kinderwünschen und Fragen nach der Kinderbetreuung.

 

§9 Auswahlkriterien

(1) Im Auswahlverfahren sind für die Beurteilung von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ausschließlich die Anforderungen des Berufes, der zu besetzenden Stelle oder der Laufbahn maßgebend.

(2) Für die Beurteilung der Eignung sind auch Erfahrungen und Fähigkeiten aus der familiären oder sozialen Arbeit während der Familienphase wie Flexibilität, Kommunikations- und Teamfähigkeit, Tatkraft und Organisationsfähigkeit einzubeziehen, soweit diese Qualifikationen für die zu übertragenden Aufgaben von Bedeutung sind.

(3) Vorangegangene Teilzeitbeschäftigungen und Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit zur Betreuung von Kindern dürfen nicht nachteilig berücksichtigt werden. Hat sich auf eine teilzeitgeeignete Stelle keine zweite Teilzeitkraft beworben, so darf die Bewerbung der einen Teilzeitkraft aus diesem Grunde nur abgelehnt werden, wenn dafür zwingende personalwirtschaftliche Gründe vorliegen.

 

Kommentierung zu § 9

Zu Absatz 2

1. Der Begriff Familienphase bezeichnet in diesem Zusammenhang Zeiten, in denen keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wurde. Durch Erfahrungen in der Kinderbetreuung und mit hauswirtschaftlicher und/oder pflegerischer Tätigkeit können die im Gesetz beispielhaft aufgeführten Qualifikationen erworben werden. Weitere Qualifikationen, die durch Familien- oder soziale Arbeit gewonnen werden können, sind z. B.

- Koordination verschiedenartiger Tätigkeiten,

- Herstellung von Interessenausgleich,

- Eingehen auf besondere Bedürfnisse Einzelner und Koordinierung mit dem Gesamtinteresse,

- Prioritäten setzen.

2. Das Vorhandensein entsprechender Qualifikationen kann sowohl schriftlich als auch ggf. in einem Bewerbungsgespräch von den Bewerberinnen und Bewerbern glaubhaft gemacht werden. Auf Verlangen sind - sofern möglich  -Nachweise zu führen.