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AG Yevsa

A R B E I T S G R U P P E   D R.   T E T Y A N A   Y E V S A

 

Herzlich Willkommen in der Arbeitsgruppe von Dr. rer. nat. Tetyana Yevsa.
Hier möchten wir Ihnen gerne einen Einblick in die wissenschaftliche Thematik unserer Arbeitsgruppe geben. Außerdem stellen wir Ihnen unsere Mitarbeiter und Publikationen vor.

Die Forschungsschwerpunkte unserer Arbeitsgruppe liegen in der Charakterisierung der Interaktionen von Infektionen und Krebserkrankungen und in der Funktionsuntersuchung der zellulären Seneszenz als eine Barriere gegen Tumorentstehung. Des Weiteren liegt unser Fokus auf der Entwicklung und Validierung von neuen Therapien sowie Tumorimpfstoffen und neuen immuntherapeutischen Ansätzen zur Prävention und Heilung gastrointestinaler Tumorerkrankungen.

  • » Wissenschaftliche Schwerpunkte

    Wissenschaftliche Schwerpunkte

      

    Das hepatozelluläre Karzinom (HCC, Leberzellkarzinom) ist die zweithäufigste Ursache krebsbedingter Todesfälle. Das HCC entsteht unter anderem als Folge einer Leberzirrhose, die meist durch eine chronische Infektion (Hepatitis B oder Hepatitis C Virus) oder Alkoholmissbrauch hervorgerufen wird. In der Europäischen Union sind weitere häufige Ursachen einer HCC Erkrankung die alkoholisch- und nicht-alkoholisch-bedingte Leberverfettung sowie Diabetes mellitus. Die Häufigkeit des HCCs steigt stetig an, sodass sich die Sterberate und Inzidenz des HCCs innerhalb der vergangenen 30 Jahre in Deutschland und anderen Ländern Europas sowie den USA erhöht hat. Daher sind neue und innovative Therapien erforderlich, die der steigenden Tendenz von HCC Erkrankung effektiv entgegenwirken.

      

    Im Organismus existieren verschiedene tumorsuppressive Mechanismen. So kommt es beispielsweise nach veränderter Aktivierung von Onkogenen zur Aktivierung zellintrinsischer Programme, wie beispielsweise der Apoptose, dem programmierten Zelltod, oder der Seneszenz, einem dauerhaften Zellzyklusarrest. In einer unserer Studien haben wir mit Hilfe eines Transposon-basierten Mausmodels gezeigt, dass auch zur Unterdrückung des HCCs die zelluläre Seneszenz und dessen Überwachung durch das Immunsystem (Seneszenzüberwachung) von großer Bedeutung ist. Ferner haben wir nachgewiesen, dass die Seneszenzüberwachung primär von Antigen-spezifischen CD4 T-Helfer-Zellen vermittelt wird. Interessanterweise ist die Aktivierung dieser CD4 T-Zellen, neben der Expression des MHCII und kostimulierender Moleküle auf seneszenten Hepatozyten, vollständig von der Präsenz der Antigen-präsentierenden Zellen abhängig. Des Weiteren konnten wir zeigen, dass ein Zusammenwirken von CD4 T-Helfer-Zellen, Ly6C+ Monozyten sowie Makrophagen notwendig ist, um MHCII-exprimierende, prämaligne (seneszente) Zellen effizient zu beseitigen und damit die HCC Entwicklung zu verhindern. Auch die Untersuchung humaner Proben ergab, dass die Immunüberwachung seneszenter Hepatozyten von Bedeutung ist.

      

    In einer Kollaborationsstudie konnten wir außerdem demonstrieren, dass die adaptiven Immunzellen in einem Diethylnitrosamin (DEN)-induzierten Leberkrebsmodel von großer Bedeutung für die Überwachung der Hepatokarzinogenese sind. Interessanterweise schienen B Zellen das Tumorwachstum zu behindern, während T Zellen auf Grund ihrer überwachenden Funktion die Entstehung maligner Zellen verhindern.

      

    Um geeignete therapeutische Ansätze gegen HCC entwickeln zu können, sind wir besonders daran interessiert die zellulären Abläufe in malignen Zellen mittels der RNA Interferenz (RNAi) zu erforschen. RNAi-basierte funktionelle genetische Screens stellen nachweislich eine sehr starke Plattform zur Identifikation neuer Zielgene in nahezu jedem biologischen System dar. In einem anderen unserer kürzlich publizierten Studien haben wir mit Hilfe eines innovativen RNAi Screens in einem murinen Leberregenerationsmodel (FAH-/- Maus) die dual-spezifische Kinase MKK4 als einen wichtigen Regulator der Leberregeneration identifiziert.

      

    Unser Labor hat als eines von nur wenigen Laboren weltweit die Expertise RNAi Screens direkt in vivo, in orthotopischen und immunkompetenten Mausmodellen gastrointestinaler Tumore durchzuführen. Diese orthotopischen Transposon-basierten murinen Modelle, die wir in unseren Studien nutzen, sind physiologisch und die Tumorentwicklung in Mäusen verläuft ähnlich wie im Menschen. Im Vergleich zu subkutanen Tumormodellen sind solche orthotopischen Mausmodelle von höherer klinischer Relevanz und liefern besser übertragbare Daten, beispielsweise in Bezug auf die Wirksamkeit von Medikamenten und reflektieren demzufolge die klinischen Ergebnisse von Patienten.

      

    Unsere Daten und Daten von an HCC erkrankten Patienten deuten darauf hin, dass Immunzellen eine fundamentale Rolle in der Tumorprogression spielen. Ferner liefern sie den Nachweis, dass durch die Aktivierung eigener Immunzellen im Zuge einer Immuntherapie maligne Zellen beseitigt werden können und so die Heilungschance von HCC Patienten erheblich gesteigert werden könnte. Deshalb ist es nun ein Ziel unserer Projekte, die wichtigsten Immunzellpopulationen zu identifizieren und darauf basierende immuntherapeutische Ansätze zu entwickeln. Außerdem möchten wir geeignete Tumorimpfstoffe entwickeln und validieren, um neue vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten für gastrointestinale Tumorerkrankungen zu erschaffen.

      

    Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den Interaktionen zwischen Infektionen und gastrointestinalen Karzinomen und mit der Rolle der zellulären Seneszenz als Barriere gegen die Krebsentwicklung.

      

  • » Förderung

    Förderung

     

    • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
    • Wilhelm Sander-Stiftung
    • Fritz Thyssen Stiftung
    • Junge Akademie - Nachwuchsförderprogramm der Medizinischen Hochschule
    • Waltraud und Burghard Meyer Stiftung

      

  • Forschungsprojekte

    Forschungsprojekte

      

    • Entwicklung neuer Immuntherapien mit Hilfe von in vivo RNA Interferenz (RNAi) und CRISPR-Cas9 Screenings in Immunzellen während der Tumorentstehung.
    • Untersuchung der Rolle der professionellen antigenpräsentierenden Zellen für die Seneszenzüberwachung und für die Unterdrückung der Leberkrebsentwicklung.
    • Untersuchung von Interaktionen zwischen Infektionen und gastrointestinalen Karzinomen.
    • Untersuchung und Charakterisierung der Therapie-induzierten Seneszenz (TIS) und der damit einhergehenden Immunantworten bei Leberkrebs.
    • Entwicklung von Bakterien- und Viren-basierten Impfstoffen für die Prävention und Behandlung gastrointestinaler Tumorerkrankungen.

      

  • » Kontakt

    Kontakt

     

    Dr. rer. nat. Tetyana Yevsa

    yevsa.tetyanamh-hannover.de

    Tel.: +49-511-532-5649

    Medizinische Hochschule Hannover

    OE6810

    Carl-Neuberg-Str. 1

    30625 Hannover

      

  • Mitarbeiter

    In diesem Aufklappmenü finden Sie eine Auflistung aller Mitarbeiter der Arbeitsgruppe von Dr. rer. nat. Tetyana Yevsa.

     

  • Mitarbeiter der Arbeitsgruppe

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler:

      

    Lisa Hönicke (Doktorandin)

      

    Inga Hochnadel (Doktorandin)

      

    Huizhen Suo (Doktorandin)

      

    Nataliia Petriv (Doktorandin)

      

    Dr. med. Nils Jedicke (Ass. Arzt / Wiss. Mitarbeiter)

      

    Lesia Sishchuk (Masterstudentin)

      

    Anastasiia Hrushchenko (Masterstudentin)

      

    Jan Rene Haak (Bachelorstudent)

      

    Chantal Olijnik (FWJ)

      

    Blanca Smits (Technische Assistentin, Erasmus Programm)

      

    Oihane Mauleon (Technische Assistentin, Erasmus Programm)

         

  • Publikationen

    Publikationen von Dr. rer. nat. Tetjana Yevsa finden Sie hier.

Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
 
Zentrum für Innere Medizin
Medizinische Hochschule Hannover
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30625 Hannover

Telefon +49 511 532-0
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