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Frakturen

Definition    
Frakturen betreffen sowohl den Oberschenkelknochen (Femur), als auch die Patella. Tibiakopffrakturen sind Verletzungen der Gelenkfläche des Schienbeins. Verschiedene Formen werden unterschieden. Diese reichen von einer einfachen Spaltbildung bis zum Verrenkungsbruch (Luxationsfraktur, Bild).

Behandlungsziel    
Ziel ist jeweils die Wiederherstellung der Gelenkfläche, sowie die Ausrichtung der Beinachse, Rotation und Länge. Häufig finden sich begleitende Verletzungen von Bändern und Menisken.

Bild: Luxationsfraktur mit ausgedehnter Zerstörung der Gelenkfläche: Ziel ist hier eine stufenfreie Rekonstruktion der Gelenkfläche und Wiederherstellung der Knorpelfläche, Menisken und des Bandapparates.

Operation
Die Behandlung kann in einfachen Fällen minimalinvasiv mit einer Verschraubung erfolgen. Bei eingestauchten Gelenkflächen werden diese wieder angehoben und mit Schrauben und Platten befestigt. Vollständige Gelenkbrüche müssen nach genauer Planung von mehreren Seiten eingerichtet und stabilisiert werden.

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Bilder: postoperatives Röntgen- und computertomographisches (CT) Bild nach Stabilisierung der Trümmerfraktur mit 2 Platten. Weitgehende Wiederherstellung der Gelenkfläche.

Nachbehandlung    
Am ersten Tag nach der Operation wird mit Bewegungsübungen begonnen. Es wird eine Teilbelastung an Unterarmgehstützen eingeübt. Diese muss mindestens 6 Wochen fortgesetzt werden. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit beträgt zwischen in der Regel zwischen 6 und 12 Wochen. Es verbleibt in der Regel eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE).